Alternative zu Johanniskraut bei Depression?

5 Antworten

Wenn es gerade morgens ist, könnte ein Vit-D-Mangel vorliegen (Faustregel: bei allem, was sich nach "Winterschlaf" anfühlt). Lass ihn beim Arzt messen und achte darauf bei Mangel:

  1. Unbedingt die Speicher auffüllen! Dazu die Anfangsdosis von 1 Mio IE innerhalb 1-3 Wochen einnehmen, tgl. 200 mcg Vit K2 dazu, Magnesium auch.
  2. Peile einen Zielwert am oberen Ende des Referenzwertes ein. Die niedrigeren Werte, die "noch in Ordnung" sind, reichen zum Überleben aus, aber nicht zum Wohlfühlen. Man kann das Vitamin D locker überdosieren, wenn man den Kalzium- und Phosphatpegel im Auge behält; lass Dich nicht bange machen von anderer Berichterstattung aus den Reihen der Pharmaindustrie!
  3. Lass Dir ausrechnen, wieviel an Vit D Du etwa verbrauchst, und richte danach Deine Erhaltungsdosis ein. Die ist meist höher als man denkt. Bei mir haben 10.000 IE nicht ausgereicht.

Ja, ich nehme 20.000 IE tgl. und fühle mich damit wohl und bin fit.

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@Curasanis

Ach? Wie genau?

Ich habe jetzt 8 Wochen lang 50.000 IE täglich genommen und absichtlich überdosiert, damit an den Brüchen (BWK) endlich mal repariert werden kann (deutlich erkennbar an den Schmerzen, die irgendwann wieder stärker werden).

Dabei habe ich auf 500 mcg Vit K2 geachtet sowie 1200 mg Magnesium. Die Werte von Kalzium und Phosphat sind jetzt laut Telefonat nicht auffällig, der D-Wert dagegen bei 330 (Einheit wurde nicht gesagt).

Nierenschädigungen finden nur durch zu hohe Ca-Werte im Blut statt, also muss ich mir da auch keine Gedanken machen.

Ich fühlte mich frisch und wie sonst, bin allerdings seit der Woche, wo ich D auf 1.500 reduziert habe, morgens wieder müder.

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@Hooks

Nach längerer Überdosierung werden vermehrt Nierensteine, Niereninsuffizienz (bis Nierenversagen), Hyperkalzämie (mit Herzrhythmusstörungen) beobachtet.

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@Curasanis

Nierenbeschwerden entstehen durch die Hyperkalzämie.

Hyperkalzämie kann ganz leicht vermieden werden, indem man zu Vit D auch ausreichend Vit K2 und Magnesium dazu nimmt.

Mehrfach ausprobiert und messen lassen (Kalzium und Phosphat, jeweils im unteren Drittel). Klappt.

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Vielleicht solltest du lieber mal zum Arzt gehen und mit diesem das Thema besprechen. Und dann solltest du auch gleich mal den Vitamin D-Spiegel und das Eisen bzw. Ferritin (Eisenspeicher) bestimmen lassen. Denn auch ein Mangel an Vitamin D oder Eisen kann solche Symptome hervorrufen.

Und bevor du jetzt einfach weiter alleine mit irgendwelchen Mittelchen herum doktorst, wäre es doch wichtig zu wissen, ob die Ursache vielleicht einfach in irgendeinem Mangel liegt, den man dann gezielt ausgleichen könnte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Guck z.B. mal hier:

Beim Vorliegen eines depressiven Beschwerdebilds sollten sich Betroffene um die Anfertigung eines Blutbilds bemühen- also eine Blutkontrolle beim Arzt vornehmen lassen, die den Eisengehalt des Körpers in Werten darlegt. Anhand der Blutwerte kann der Arzt bestimmen ob ein Eisenmangel vorliegt. Bei einem zu niedrigen Eisengehalt im Körper kann dieser dann mit speziellen Eisenpräparaten behandelt werden. Sollte die depressive Symptomatik mit dem Eisenmangel verbunden sein kann sich die Symptomatik durch eine Therapie im Laufe der Zeit rückläufig zeigen. (https://www.dr-gumpert.de/html/eisenmangel_und_depression.html)

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Meistens reicht es gegen den Winterblues (Winterdepression) eine Lichttherapie durchzuführen.

Eine Lampe mit dem Specktum des Tageslichts, - etwa 6000 Kelvin -, sowie mindestens 10000 Lux hilft. Dies ergab vor Jahren schon eine Schwedische Studie, denn dort war/ist die Suizidrate im Winter erheblich höher wie im Sommer. Dies führten Mediziner auf das mangelnde Sonnenlicht im Winter zurück, die Studie mit der Lichttherapie bestätigte die ursprüngliche Vermutung.

Hab mal zwei Winter in Nordnorwegen verbracht. Danach war ich reif für die Insel. Das mit den Lampen klappt erstaunlich gut. Stimmt.

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@Hooks

Stimmt. Ich nehm immer Fischölkapseln. Selber Inhalt nur nich ganz so fischig.

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@Niels80

Naja, aber viel weniger als ein Esslöffel ;-)

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@Hooks

Nich wenn man zehn stück am tach nimmt. Lach

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Das hört sich ja nach einem waschechten Morgentief an. Vielleicht solltest Du da mal mit deinem Arzt drüber sprechen. Der kann die doch bestimmt auch etwas empfehlen. Mir hatte eine Heilpraktikerin mal die khiao feel good empfohlen, das hat mich über den Berg oder besser aus dem (tiefen) Tal gebracht. Vielleicht wär das ja auch etwas für dich?

Hallo Stadtkind, Johanniskraut vertragen viele nicht, da es auch die Lichtempfindlichkeit erhöht. Es gibt ein anderes pflanzliches Mittel, Lasea, auf der Basis von Lavendel. Es soll auch bei Unruhezuständen und Schlafstörungen helfen.

Andererseits wäre es hilfreich, wenn du dir Gedanken machst, woher das Tief kommt. Es gibt die sogenannte Winterdepression, unter der viele Menschen leiden, einfach, weil es dann weniger Tageslicht gibt und unser Körper dann auch eher in den Ruhemodus schaltet, also mehr Erholung braucht. Da hilft Bewegung an der frischen Luft, auch wenn das Wetter nicht gerade einladend ist. Spaziergang, Laufen, es muss keine olympische Disziplin werden, 15 Minuten pro Tag können schon hilfreich sein. Das hilft auch bei Schlafstörungen.

Vielen helfen auch Yoga, Meditation und andere Entspannungsmethoden. Da kannst du gute Angebote auf youtube finden. Möglicherweise hast du momentan auch zu viel Stress oder Sorgen, die dich beschäftigen, wobei die jetzige Situation sicher dazu beiträgt. Wenn es nicht besser wird, ist es keine Schande, darüber mit jemandem zu reden, dem du vertraust oder dir Hilfe zu suchen.

Es kann auch durchaus an deinem Kissen, der Matratze, störenden Geräuschen von Nachbarn oder aus der Umgebung liegen, die du nicht unbedingt bewusst bemerkst, die aber den Schlaf negativ beeinflussen können, so dass man sich morgens wie gerädert fühlt. Auch spätes Essen kann den Schlaf beeinflussen.

Alles Gute.

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@Psyonline

sorry, simikat, meine Antwort ist unter deiner gelandet. Das war keine Absicht.

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Johanniskraut ist das einzige pflanzliche Mittel mit antidepressiver Wirkung. Als Alternative bleiben nur noch chemische Mittel, die Verschreibungspflichtig sind.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Stimmt so nicht.

Man sollte herausfinden, woran die Depression liegt, was also genau die Ursache davon ist. Und da finden sich dann erstaunlich viele pflanzliche Mittel oder zumindest solche zum Selbereinnehmen.

Mangel an Vit D, Vit B, Magnesium, Östrogen (durch zuwenig Einnahme oder zuviel Aussdcheidung oder Hemmfaktoren wie etwa zuviel Testosteron oder Vitamin E).

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