Alternative zu Bandscheiben Operation?

5 Antworten

Ich habe sechs Bandscheibenvorfälle erlitten und wurde nicht ein einziges Mal operiert. Meine verbliebenen Beschwerden sind leichtere Parästhesién wie kalte Füße, obwohl sie warm sind und das Gefühl mit den Zehen eine dünne Wurst zu halten.

Ich habe viel Physiotherapie erhalten sowie eine Reha. Wurde aber mit 59 Jahren Erwerbsminderungsrentner.

Ich habe gelernt mich in allen Lebensbereichen so ergonomisch zu verhalten, dass der Rücken geschont und der Schmerz vermieden wird. Eine Operation kam somit für mich nicht in Frage, - vielleicht noch nicht, man weiß ja nie. Die OP käme für mich nur als allerletztes Mittel in Frage, denn kein Arzt der Welt garantiert seinem Patienten, dass er nach der OP wirklich beschwerdefrei ist. Als Physiotherapeut könnte ich Dir die dollsten Fälle erzählen.

Wenn Dein Arzt der Meinung ist, dass die OP der einzige Ausweg sei, dann kann das so sein, - muss es aber nicht sein. Welche Qualifikation Dein Arzt hat weiß ich natürlich nicht. Hol Dir unbedingt eine zweite Meinung. Ich bevorzuge bei solcher Art Beschwerden einen Neurochirurg, nicht etwa den Orthopäden.

Solltest Du an einzelnen Muskeln bereits Lähmungserscheinungen haben, dann ist die OP wohl unumgänglich, dann solltest Du auch nicht lange warten, sonst ist der Nerv irreversibel beschädigt. Alles Gute.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich finde auch,klar manchmal geht es gar nicht anders,aber eh operiert wird,sollte man wirklich erstmal alles andere ausprobieren. Fand ich gut,dass mein Orthopäde mir auch gleich zum Muskelaufbautraining geraten hat. Gut,hatte auch keinen Bandscheibenvorfall,nur eine Schwäche im Rücken. Macht mir aber auch ganz schön zu schaffen,vor allem psychisch. Aber seit ich weiter abnehme u das Rückentraining u anderen sanften Sport mache,wird es besser.

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In erster Linie sollte man wissen, welche Beschwerden Du hast.

Bei so einer schweren Entscheidung sollte man immer eine Zweitmeinung einholen.

Sinnvolle Alternativen zur Operation sind Physiotherapie und gezieltes Rückentraining

Rückentraining ist eh das A und O. Weil wenn die Muskulatur geschwächt ist,grad im Rücken,kann sowas immer wieder kommen. Hab halt zuviele Kilos mit mir rumgeschleppt und dann schwache Rückenmuskulatur,nicht gut.

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Das kommt darauf an, welche Beschwerden du hast. Solltest du Ausfallerscheinungen haben wie eine taube, kribbelnde Fußsohle und eine Schwäche im Bein, solltest du dich operieren lassen, bevor der Nerv dauerhaft geschädigt ist. Hast du "nur" Schmerzen kannst du versuchen, mit Physiotherapie, Schmerzmitteln und Cortison eine Verbesserung zu erreichen.

Meine Erfahrungen: Ich habe Schmerzen im linken Bein, links neben dem Schienbein. Die Schmerzen werden innerhalb einer Woche so stark, dass ich nicht mehr auftreten kann. Mittwoch zum Hausarzt, Donnerstag zum Röntgen, Diagnose Bandscheibe, direkt mit dem Bild zum Hausarzt, von der Praxis direkt zum Neurochirurgen. Sonntag stationäre Aufnahme, Montag OP, schmerzfrei.

Ein paar Jahre später: Schmerzen im linken Oberschenkel beim Sitzen. Hausarzt, Röntgen, andere Bandscheibe, Neurochirurg. Leider ist der Arzt von damals in Pension. "So schnell operiert man heute nicht mehr, versuchen Sie es konventionell mit Schmerzmittel und Cortison." Nach 1 Woche keine Vrrbesserung, stationäre Aufnahme, 1 weitere Woche Schmerzmittel und Cortison, Physiotherapie, Fangopackungen, Schlingentisch. Keinerlei Verbesserung, aber Entlassung aus der Klinik. Tabletten kann ich auch zu Hause nehmen, Termine für Physio kriege ich nicht, Schlingentisch hat niemand. Nach 1 Woche Zustand unverändert, dazu Magenschmerzen trotz Magenschutz, trockene und gerötete Augen durch die Medikamente. 3 kg Gewichtsverlust. Aufnahme in die Klinik, OP, schmerzfrei. Hätte man 3 Wochen früher haben können.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist Deine Erfahrung, ich sage dazu : Glück gehabt.

Ich hatte eine Wirbelsäulen-OP wegen einer Spinalkanal-Stenose. Ich wurde von meiner Frau nur noch im Rollstuhl durch die Gegend gefahren.

OP mit Implantat, Schmerzfreiheit für 6 Monate, danach erneute OP da durch Lockerung der Schrauben das Implantat herausgerutscht war. Bei dieser OP Schädigung des Ischias-Nerven . Jetzt Peroneus-Parese, dadurch unsicherer Gang und sehr oft neurogene Schmerzen.

Mein Fazit : Pech gehabt !!

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@Tigerkater

Ich hatte beide Male eine Bandscheibenprotrusion, da wurde nur etwas von der Bandscheibe abgetragen. Hat man mir so erklärt. Jetzt habe ich wieder das Kribbeln in der Fußsohle, und das linke Bein fühlt sich an, als wäre es doppelt so schwer wie das rechte. Aber so lange ich keine Schmerzen habe bleibt das so.

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@mariontheresa

Du solltest aber sicherheitshalber eine MRT-Untersuchung der Wirbelsäule machen lassen !! Diese Symptome könnten erste Anzeichen eines Drucks von Bandscheiben auf dein Ischias-Nerven sein.

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@Tigerkater

Ich weiß. Aber wie das so ist - so lange nichts weh tut.... Ich war auch schon bei dem Neurochirurgen, der hat aber sehr deutlich durchblicken lassen, dass er mich in dem Zustand nicht operiert. Wollte ich auch gar nicht. Es müsste mich in der Zeit jemand bei der Pflege meines Mannes vertreten. MRT-Termin hatte ich auch, musste aber absagen, weil ich wochenlang gehustet habe. War noch lange vor Korona 🙂 Mein Hausarzt schreibt mir auch eine neue Überweisung zur MRT, aber ich muss erst mal meine to do Liste abarbeiten, und mehrere Termine in einer Woche ist mir zu stressig. Mit 70 ist man nicht mehr so belastbar 😭😭😭

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@mariontheresa

Das kann ich voll nachempfinden : Bin erst 82 !

Ich wünsche Die aber gute Besserung !!!

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Bei meiner Mutter war die Bandscheiben-OP leider nicht erfolgreich und hatte sie hinterher eher noch mehr Beschwerden. Von daher würde ich an deiner Stelle unbedingt noch eine zweite und sogar dritte Meinung erfragen.

Hallo,

Solltest Du Ausfallerscheinungen oder Lähmungen haben, solltest Du das mit der OP nochmal überdenken.

Bei Schmerzen würde ich mir einen guten Physiotherapeuten suchen, gezieltes Rückentraining machen und viel in Bewegung bleiben.

LG und alles Gute

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