Altenative zu Cortison bei M. Chron?

2 Antworten

Patienten mit Morbus Crohn leiden immer wieder unter heftigen Symptomen: Krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall, Erschöpfung. Wie Colitis ulcerosa gehört Morbus Crohn zu den chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (CED). 320.000 leben alleine in Deutschland damit. Infliximab besserte in Studien bei über 50 Prozent der Patienten die Beschwerden. Auch Adalimumab ist ein TNF-Hemmer, der inzwischen zugelassen ist. 15 Prozent der Patienten profitieren , die von einer neuen Art von Arzneimitteln , sogenannte Biologika.

Die Mediziner veröffentlichten Ende August Ergebnisse zu einem weiteren Antikörper: Vedolizumab. Dieser hemmt ein bestimmtes Integrin, ein weiteres Protein, das bei Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielt

Morbus Crohn ist eine Autoimmunerkrankung und so ganz ohne Cortison wird es da schwierig. Es gibt aber auch Cortison-Derivate, die (fast) nur im Darm wirken und deswegen weniger Nebenwirkungen haben, z.B. Budesonid. Ansonsten gibt es auch noch andere Immunsuppressiva wie Azathioprin. Wenn auch der Dickdarm befallen ist, kann Mesalazin evtl. helfen, das ist aber nicht ganz unumstritten.

Das alles sollte allerdings mit einem erfahrenen Gastroenterologen besprochen werden, der sich mit M. Crohn gut auskennt. Die richtige Behandlung macht hier einen großen Unterschied, der Hausarzt kann das nicht leisten.

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