Allergie gegen ...alles?!

2 Antworten

Hallo steppi,

zuerst einmal: Gute Besserung.

Zur Sache mit den Kontaktallergien kann ich nicht viel beitragen, ich habe da Gott sei Dank recht wenig Schwierigkeiten. Nur das "übliche", wie beispielsweise, wenn ich eine Katze angefasst habe, sollte ich mir danach auf keinen Fall in die Augen packen ;)

Zum Thema Laktoseintoleranz und Weizenunverträglichkeit kann ich Dir allerdings schon mehr sagen. Bei mir war es, abgesehen von den Kontaktallergien, ähnlich. Ich hatte Symptome wie Kreislaufschwierigkeiten, Herzrasen, andauernde Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall ... Die Liste ist ziemlich lang. Ich bin damals auch von Arzt zu Arzt geschickt worden, aber auch mir konnte keiner helfen. Wie Du so schön sagst: Die halten einen für gaga.

Bei mir war es dann so, dass ein Arzt auf den Tipp mit der Laktoseintoleranz kam, was über einen Atemtest im Krankenhaus bestätigt wurde. Bin dann auch auf laktosefreie Produkte umgestiegen (damals gab es noch gar nicht so viele davon) und auf Soja – wurde allerdings nur etwas besser. Ich landete dann auch beim Heilpraktiker, wo ebenfalls eine Weizenunverträglichkeit kinesiologisch festgestellt wurde. Da ich bei solchen Verfahren etwas skeptisch bin, bin ich noch einmal zu einem anderen Arzt, der einen Nahrungsmittelallergietest über eine Blutentnahme gemacht hat. Mit diesem Test bestätigte sich die Weizenunverträglichkeit tatsächlich, was aber noch dazu kam, war eine Allergie auf Hühnereier.

Erst als diese "Kombination" raus war, wurde es besser. Anfangs habe ich alle drei Komponenten gemieden, eine Darmaufbaukur gemacht (über mehrere Monate) und als sich alles etwas beruhigt hatte, wieder angefangen mit laktosefreien Milchprodukten zu kochen. Dadurch, dass mein Körper immer wieder in Aufruhr war, von irgendwas, das er nicht vertragen hat, wollte er irgendwann gar nix mehr.

Das weißt Du sicher schon, aber bedenke: Oft wird "versteckt" Laktose im Essen verarbeitet. Milchzucker, Milchpulver, Magermilchpulver, Süßmolke, all diese Dinge enthalten Laktose und sind teilweise sogar in Produkten wie Wurst enthalten :/ Beim Weizen ist es recht ähnlich, da muss man sehr genau auf den Etiketten hinsehen, um nicht aus Versehen etwas zu essen, das doch Weizen enthält.

Ich war nach dem Allergietest nochmal für ein dreiviertel Jahr bei einem Osteopathen. Das hat mir sehr geholfen, da gibt es viele Anlaufstellen, wo Du einem "richtigen" Arzt gegenübersitzt, der/die auf Osteopathie umgestiegen ist. Dort wird aber der Mensch "gesamtheitlich" betrachtet bei der Diagnostik. Mir hat das weitergeholfen.

So. Ich kann Dir leider nicht versprechen, das irgendetwas von alledem in Deinem Fall "mit Garantie" hilft, ich kann Dir nur meine Erfahrungen schildern. Im Zweifelsfall kannst Du gern auf meiner Webseite vorbeischauen und mir eine E-Mail schreiben.

Ganz liebe Grüße

der Gourmet :)

Hallo Gourmet! Ja, das mit den versteckten Inhaltsstoffen musste ich auch selbst raus finden. Es ist so nervig, wenn man Ewigkeiten zum Einkaufen braucht, weil man jede einzelne Packungsbeilage genauestens studieren muss... Aber danke trotzdem für den Hinweis! Die ganzen Allergien haben bei mir in einem Moment begonnen, in dem ich unter starken Zeitdruck und Stress stand. Das ist wie gesagt über ein Jahr her. Inzwischen hab ich versucht den Stress zu minimieren, aber irgendwie hilft hat das keine positive Auswirkung auf das Krankheitsbild.Ich habe langsam den Eindruck, dass - wie du schon schreibst - mein Körper einfach zu sehr in Aufruhr ist und sich deshalb einfach mal gegen alles wehrt, was ich esse. Wenn die Prüfungszeit vorbei ist, habe ich mir vorgenommen, eine Kartoffel-Reis- Diät zu machen, damit mein Magen/Darm sich mal ein bisschen erholen kann und dann muss ich wohl austesten, was ich vertrage und was nicht. Das blöde ist, dass ich immer weiter abnehme dadurch, dass ich so viele Sachen weg lasse. Ich war schon immer eher schlank, aber langsam wird es echt ziemlich wenig. Das macht mir ein bisschen Sorgen. Ich habe schon überlegt, ob ich eventuell mal einen Ernährungsberater aufsuche. Welcher Arzt hat denn bei dir die Lebensmittelunverträglichkeiten diagnostiziert? Meine Hausarzt meine, sie macht so was nicht, ich soll zum Haut- oder HNO gehen. Machen die denn so was? Auch Histamintests usw., weißt du das zufällig?

Danke noch mal für deine Antwort! VG, steppi

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@steppi

Bei mir war es auch so, dass ich in Stressphasen eindeutig mehr Schwierigkeiten hatte, als in "Ruhephasen". Sogar heute, wo ich das Essen "im Griff" habe, merke ich immer noch, dass ich viele Dinge schlechter vertrage, wenn ich sehr gestresst bin.

Ich denke, dass Stress ein Zusatzfaktor ist, der Allergien und auch Intoleranzen begünstigt, aber ich denke auch, dass das "nur" der Auslöser ist. Denn: Wer kann schon ganz stressfrei leben? :( Es hängt aber alles zusammen - Stress wirkt sich negativ auf's Wohlbefinden aus und je schlechter das Allgemeinbefinden ist, desto schwieriger wird's, sich mit seinem Körper auf einen Waffenstillstand zu einigen. So war's bei mir, bis ich das mit dem Essen erst einmal im Griff hatte. Danach hat sich das stetig gebessert. Heute hab ich nur noch in extremen Phasen Verträglichkeitsprobleme, aber auch die sind nicht mehr so krass - also kann man sehr gut mit leben.

Bei mir hat mein Hausarzt den Verdacht auf Laktoseintoleranz geäußert und mich dann ins Krankenhaus überwiesen, für den Atemtest. Weiter gekümmert hat sich dann allerdings niemand mehr, weil mein Hausarzt ebenfalls "nicht zuständig" war. Hab dann den Arzt gewechselt und bin in eine Praxis, in der die Ärztin zusätzlich auch Ernährungsberatung macht. Die hat dann den Allergietest auf Lebensmittel und auch die Darmaufbaukur mit mir gemacht. Ich finde die Kombination aus Arzt/Ernährungsberater ganz gut, weil man die medizinische Seite UND die Ernährungsberatung mit abgedeckt hat. Vielleicht findest Du bei Dir in der Nähe ja einen Arzt mit einem solchen Profil.

Auf Histaminintoleranz wird afaik über Blut getestet, eventuell machen das Allergologen. Ob das ein "normaler" HNO oder Hautarzt anbietet, weiß ich nicht. Würde ich in jedem Fall vorher anrufen und fragen.

LG

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Hallo steppi,

das klingt ja alles gar nicht gut. Ich weiß nicht, in wie weit dir das weiterhilft, doch ich habe ähnliche Symptome durch die Sonne. Es geht durch Klamotten, Fenster, alles und kein Medikament, keine Creme hilft. Nachdem es immer schlimmer geworden ist und ich inzwischen eigentlich nicht mehr rausgehen kann (bekomme auch Schwindel, Übelkeit, Zittern, Hyperventilieren und dergleichen mehr) habe ich einen Termin in einer Spezialklinik. Ein Verdacht ist z.B. eine Autoimmun Dermatose, da bildet der Körper, aufgrund einer Autoimmunerkrankung Stoffe gegen sich selbst, die die Haut reizen. Eventuell ist es bei dir ja auch eine Autoimmunerkrankung, frage deinen Arzt doch mal danach.

LG und gute Besserung, tut mir leid, dass ich dir nicht noch mehr Tipps geben kann.

Caiwen :)

Hallo Caiwen,

oh je, Sonne, das ist ja fast noch schlimmer als Kleidung... Ich hatte auch schon die Idee, ob mein Körper sich irgendwie selbst vergiftet, so wie du es beschreibst. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass ich irgendwie im Lauf der Zeit zu viele Schadstoffe oder Giftstoffe in meinen Zellen angesammelt haben und "der Topf jetzt quasi voll ist" und jeder kleine Schadstoff sofort zu einer Reaktion führt. Das erklärt aber noch nicht, wieso manche Sachen gehen und andere nicht. Außer es liegt an den vielen chemischen Zusatzstoffen, die bei der Herstellung verwendet werden. Die stehen ja nirgends drauf.... In was für eine Spezialklinik gehst du denn? Für Allergologie? Die in der Uniklinik wussten bei mir keinen Rat mehr und haben nach dem letzten Test einfach gesagt: so, nix gefunden, tschüss. Welcher Arzt hat dich denn in diese Klinik geschickt oder hast du das selbst organisiert?

Ich wünsch dir auch gute Besserung und danke für deine Antwort! VG, steppi

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@steppi

Sowas hasse ich ja, wenn Ärzte einfach aufgeben und zu stolz sind einen weiterzuleiten. Ich gehe in die Elbekliniken in Buxtehude, die sind bekannt für ihre Dermatologie. Habe am Donnerstag den 21. den ersten Termin dort. Ich habe es größten Teils selbst organisiert, doch man braucht eine Überweiseung von einem niedergelassenen Dermatologen, um dort hinzugehen. Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt (mein damaliger Hautarzt war leider sehr sch****) habe ich dann die Empfehlung bekommen zu einer Hautarztpraxis zu gehen, die dort direkt am Krankenhaus ist. Eine Ärztin dort ist die Frau des Chefarztes. Ich habe da auch direkt einen Termin bekommen und wurde sofort überwiesen. Die sind wirklich super. Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber wenn es nicht zu weit weg ist, wäre das vielleicht noch einen Versuch wert. Du kannst mich gern kontaktieren, ich habe da noch ein paar Empfehlungen bekommen oder falls du den Kontakt brauchst :)

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