Alkoholproblem Folgen

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7 Antworten

Ob du körperlich abhängig bist, können wir nicht entscheiden. Auch ohne Abhängigkeit, kann der Körper Folgeschäden erleiden. Die Leber, die ja sehr viel Arbeit leisten muss, ist meist überfordert und funktioniert nicht mehr richtig. Auch für das Gehirn ist es eine Tortur, weil Alkohohl dem Blut Sauerstoff entzieht, den das Gehirn dringend braucht. Du kannst aber sehr gut selbst einschätzen, ob du schon abhängig bist. Abhängige werden zittrig, wenn sie längere Zeit keinen Alkohol trinken und brauchen immer ein bestimmtes Maß, um in Takt zu kommen. Meist überschreiten sie aber ihr Maß und sind für die Umwelt eine Zumutung. Sie können ihr Trinkvehalten nicht steuern. Deshalb solltest du so wenig wie möglich Alkohol trinken und lernen Stopp zu sagen. Wenn du das kannst, dann kannst du geregelt trinken, wenn nicht lass die Finger vom Alkohol.

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Kommentar von Yeezy
09.09.2014, 12:59

Servus dinska,

das war die Antwort, die mir bisher am Meisten geholfen hat. Kann Zittern jedoch nicht andere Gründe haben, außer dass man am Entzug leidet? Und wie lange bleiben denn diese gewöhnlichen Entzugserscheinungen wie Unruhe, Nervosität und Zittern, die mit Alkohol in Verbindung stehen?

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Trocken bist du noch lange nicht. Und schon gar nicht, wenn du jetzt schon wieder daran denkst, es nur bis Silvester durchzuhalten. Wenn du vom Alkohol unabhängig sein willst, dann sollte es für immer sein. Alles andere macht keinen Sinn. Bei der kleinsten Versuchung kannst du sonst wieder schwach werden. Und wenn du es nicht alleine schaffst, dann bitte den Arzt um eine Entgiftung. Es ist sowieso besser, wenn man unter Aufsicht einen Entzug macht. Ich wünsche dir viel Glück.

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Hallo, wenn ich das so lese, kommt mir das sehr bekannt vor. Am Anfang ist Alkoholtrinken immer mit Spaß und Entspannung verbunden. Je häufiger man trinkt, umso weniger wirkt der Alkohol positiv. Du hast nicht getrunken, weil Du Depressionen hattest - Du hast Depressionen, weil Du trinkst. Selbstverständlich kannst Du das geregelt bekommen. Du trinkst noch nicht so lange, da sind die Chancen gut, dass Du das in den Griff bekommst. Du solltest Dich als erstes mit anderen Leuten treffen - man kann, auch wenn man das als Alkoholiker anfangs nicht glauben kann - auch Spaß haben, ohne sich zu besaufen. Dein Leben ist nicht langweiliger geworden, es ist jetzt normal. Das Leben besteht nicht aus Besäufnis und Spaß, das ist nunmal so. Es ist ein guter Vorsatz, das bis Silvester durchzuhalten. Aber wenn Du Dir das jetzt als Ziel setzt, hast Du ja schon wieder vor, an Silvester erneut zu trinken. Es gibt nunmal Menschen - ich gehöre auch dazu - die mit Alkohol nicht umgehen können. Was im Klartext bedeutet: Wir können nicht einfach ein Glas Wein oder Bier trinken, bei uns artet das immer in Besäufnis aus. Da gibt es nur eine Lösung: Gar nicht mehr trinken. Ich bin jetzt seit über 20 Jahren trocken (glaube ich zumindest, weiß nicht so genau) und es fehlt mir nicht. Allein ist das meistens nicht zu schaffen, das durchzuhalten. Ich habe die schlimmsten Phasen mit den Anonymen Alkoholikern geschafft. Ein bis zweimal pro Woche zu einem Meeting gehen - das hat mir am meisten geholfen. Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber in den meisten Städten, manchmal sogar auf Dörfern, finden Treffen von AA statt. Am besten Du googelst mal, was in Deiner Nähe so angeboten wird. Es gibt auch die Möglichkeit, die Anonymen Alkoholiker im Internet zu kontaktieren. Unter dem Motto: Lieber schreiben, als saufen. Du bist noch sehr jung und Du trinkst noch nicht lange - Du schaffst das schon. Du wirst sehen, es geht Dir besser, wenn Du Dich mit anderen Betroffenen austauschst. Ich habe bei AA sehr, sehr viel nette Leute kennengelernt - und die machen auch Party, vor allem an Silvester. Alles Gute für Dich. lg Gerda Hier ein Link, wo Du nach Meetings suchen kannst

http://www.anonyme-alkoholiker.de/

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Kommentar von gerdavh
09.09.2014, 07:22

Ich habe noch einen ergänzenden Tipp: Fang an zu Laufen, also richtig intensiv Jogging machen. Das tut unheimlich gut, Du läufst sozusagen Deine Probleme weg. Erstens ist es für sehr gesund, zu laufen und zum andern werden beim Laufen Endorphine frei. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie glücklich man sich fühlt, wenn man es geschafft hat, 10 km zu laufen. Davon abgesehen, sieht man schon nach relativ kurzer Zeit positive Veränderungen an den Beinen - Muskel statt Speck. Aber das muss man langsam angehen lassen. Ich habe am Anfang nur 4 km geschafft, dann war ich auch geschafft. Richtiges Laufen muss man lernen, allein was die Atemtechnik angeht. Vielleicht wäre das was für Dich? Ich stelle Dir mal einen Link rein

http://www.runnersworld.de/trainingsplan/alle-runner-s-world-trainingsplaene-fuers-laufen.278379.htm

Unter dem Stichwort "Runnersworld" findet Du auch Anleitungen für Stretchen, die richtige Atmung, für richtiges Trinkverhalten usw. usw.

Ich empfehle Dir das, weil Du beim Laufen sozusagen einer neuen Sucht unterliegen wirst. Bei mir war das so - mindestens zwei- bis dreimal die Woche. Und diese Sucht ist garantiert nicht gesundheitsgefährdend. Du musst Dir einen Ausgleich zum Saufen suchen, ich persönlich habe für mich das Laufen gewählt. In manchen Städten gibt es auch Lauftreffs, wo Du mit anderen zusammen eine bestimmte Strecke abläufst und die Dir evtl. Tipps geben können. lg Gerda

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Kommentar von AlmaHoppe
09.09.2014, 11:04

Hallo...

10x DH...und ein großes Kompliment für Deine Offenheit.

LG AH

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Kommentar von Yeezy
09.09.2014, 13:21

Servus gerdavh,

Dankeschön für deine hilfreiche Antwort! Ich betreibe schon Krafttraining und hatte mir auch schon überlegt, dass ich joggen gehe. Jedoch konnte ich mich noch nicht so richtig dazu überwinden, weil ich meistens noch lustlos bin. Kannst du mir eigentlich genau sagen, wie lange dieser "Entzug" abläuft? Ich denke mal, dass ich NICHT körperlich abhängig bin, da ich mit anderen Entzugserscheinungen zu kämpfen hätte. Zittern, Unruhe und Nervosität und dass ich Lust auf Alkohol habe, waren die üblichen Symptome. Wie lange bleiben die? Dann kommt halt noch dazu, dass ich mich leicht depressiv fühle, aber das gehe ich optimistisch an, da ich mir Ziele gesetzt habe und diese erreichen will.

Kannst du mir Medikamente empfehlen, die vor allem die durch den Alkoholismus ausgelösten Probleme, wieder beheben kann? Beispielsweise habe ich gelesen, dass die Gaba-Rezeptoren irgendwie darunter leiden.. kannst du mich da vielleicht aufklären?

Danke dir im voraus!

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Kommentar von Yeezy
09.09.2014, 13:21

Servus gerdavh,

Dankeschön für deine hilfreiche Antwort! Ich betreibe schon Krafttraining und hatte mir auch schon überlegt, dass ich joggen gehe. Jedoch konnte ich mich noch nicht so richtig dazu überwinden, weil ich meistens noch lustlos bin. Kannst du mir eigentlich genau sagen, wie lange dieser "Entzug" abläuft? Ich denke mal, dass ich NICHT körperlich abhängig bin, da ich mit anderen Entzugserscheinungen zu kämpfen hätte. Zittern, Unruhe und Nervosität und dass ich Lust auf Alkohol habe, waren die üblichen Symptome. Wie lange bleiben die? Dann kommt halt noch dazu, dass ich mich leicht depressiv fühle, aber das gehe ich optimistisch an, da ich mir Ziele gesetzt habe und diese erreichen will.

Kannst du mir Medikamente empfehlen, die vor allem die durch den Alkoholismus ausgelösten Probleme, wieder beheben kann? Beispielsweise habe ich gelesen, dass die Gaba-Rezeptoren irgendwie darunter leiden.. kannst du mich da vielleicht aufklären?

Danke dir im voraus!

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Du bist auf dem besten Weg in die totale abhängigkeit zu geraten.Ich rate dir nie wieder Alkohol zu trinken und nicht nur bis Silvester.Dein Vorsatz ist schon mal ein guter Anfang.Da es in unserer Familie auch einen Alkoholiker gab,weiß ich in etwa von was ich schreibe.In der Abhängigkeit wird dein Leben den Bach runter gehen.Noch hast du die Chance das zu vermeiden.Nutze Sie!

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Kommentar von Yeezy
09.09.2014, 12:56

HAHAHA, du bist aber nicht zufällig meine Mutter oder? Ich bin Türke, von dem her nenne ich meine Mutter "Anne" und sie ist 41 Jahre alt hahahahahh.

Aber danke für deine Warnung, weiß ich zu schätzen!

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So wie ich das sehe bist du schon abhängig und solltest nicht einen Schluck mehr trinken, denn dann geht die Sauferei wieder kräftig los

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Neben dem was meine Vorredner schon schrieben sei noch angemerkt, dass übermäßiger Alkoholkonsum für massive Leberprobleme verantwortlich ist. Ein Ultraschall bei deinem Hausarzt wird dir zeigen ob du schon eine Fettleber hast! Von da ist der Schritt zur Leberzirrhose, und dann Leberkrebs, nicht mehr weit.

Lass den Alkohol also lieber für immer weg!

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Kommentar von gerdavh
09.09.2014, 11:55

Also dazu muss ich jetzt mal eine Anmerkung machen: So schnell geht das nun wieder nicht, dass man eine Fettleber oder gar eine Leberzyrrhose bekommt. Ich war jahrelang heroinabhängig, habe dann eine ganze Zeitlang getrunken und ich habe in den letzten 25 Jahren - seit ich ohne Drogen und ohne Alkohol lebe - immer hervorragende Leberwerte!! Die Leber kann sich - wenn man ihr die Gelegenheit gibt - sehr schnell wieder regenieren. Der Fragesteller hat ja glücklicherweise für nur relativ kurze Zeit getrunken. Er trinkt seit 6 Wochen nichts mehr und da kann es durchaus sein, dass die Leberwerte zum jetzigen Zeitpunkt - sollte er sie jetzt überprüfen lassen - völlig normal sind.

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Ich würde sagen die spielst trotz deinem jungem Alter schon in der Profiliga unter den Alkoholikern, ich würde mal zu einer Suchtberatung gehen, wenn man mal so gesoffen hat kann man nie mehr normal trinken.

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Kommentar von Yeezy
09.09.2014, 12:53

Servus Senfbrot,

die Sache schönzureden bringt zwar nichts, aber in meinem ganzen Freundeskreis und auch weitere Bekanntschaften sind in unserer Umgebung solche Trinker wie ich, gibt sogar viel Schlimmere. Dann wäre das gesamte Dorf Alkoholiker mit 15 bis 19 Jahren.

Naja, eine Suchtberatur ist eigentlich doch nichtmal nötig, wenn ich seit fast 1 1/2 Monaten trocken bin und das auch weiterhin durchziehen werde. Ich werde mich selbst testen indem ich versuche, beim nächsten Anlass nur geregelt zu trinken, dann werde ich wahrscheinlich schon selbst sehen ob das funktioniert oder nicht.

Danke dir!

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