Alkohol + Antidepressiva - Folgen ?

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3 Antworten

Hallo, ich bin jetzt 75 und habe davon mindestes 40 Jahre Hochprozentiges ich mich reingeschüttet, was das Zeug hergab. Ich hatte mehrere gutgehende Geschäfte aufgebaut. Geld und Zeit spielte keine Rolle. Ich hatte das strategisch so durchorganisiert, dass alles seinen Gang lief und der 'Rubel rollte'. Im Grunde genommen, war meine Anwesenheit überflüssig. Es war jeden Tag Saufen angesagt. Zuerst etwas vornehmer mit Champus etc. Später reichte mir das nicht mehr, dann kam Cognac, Wodka & Co. Aber dann kamen die Abstürze mit rund 10 Entzugsaufenthalten in Kliniken. Meistens war ich nach ca. 10 Tagen wieder topfit war. Die letzten beiden Tage ließ ich mir Champus in die Klinik kommen. Ich hatte Ärzte, die mir für Geld alles verschrieben, was ich haben wollte. So ging meine Reise durch die komplette Psycho-Drogen-Welt incl. Cannabis. Nur vor Kokain hatte ich höllische Angst. Ich bin dann jahrelang bei Amphetaminen, Ephedrin, Modafinil etc. hängengeblieben. Aber immer alles zusammen mit Alkohol. Ehescheidung war klar. Das macht keine Frau mit. Aber ich hatte keinen sog. 'sozialen Absturz'. Im Gegenteil, ich wurde geschäftlich immer aktiver und erfolgreicher. Mir war egal, ob meine Geschäftspartner meine Fahne rochen oder nicht. Ich ließ mir sogar Cognac während der Verhandlungen servieren. Die waren von mir abhängig und nicht umgekehrt. Und jetzt kommt der Clou: Vor ungefähr 20 Jahre hat mich das Saufen plötzlich regelrecht 'angekotzt' und ich hörte von heute auf morgen radikal damit auf, ging in ein Fitness-Studio, nahm mir einen Personal Trainer und trainierte fast jeden Tag genau 3 Jahre lang und heute sagen meine (neuen) Ärzte, dass man es mir ansieht und die Blut- und anderen Wert zeigen es auch, dass ich ein Leben lang vernünftig und bedacht gelebt und es mit Alkohol und Tabak nie übertrieben habe. Bald glaube ich das auch und daher geht es mir heute mit 75 bestens. Warum ich dir diese lange Geschichte erzählt habe, ist, dass du den Glauben an dich selbst nie aufgeben darfst und mit dir selbst Verträge eingehen kannst, die aber strikt eingehalten werden müssen. Wenn du an dich glaubst und dich nicht betrügst, kannst du Berge versetzen. Mach es mir nach. Ich bin sicher, wenn du unbedingt willst, schaffst du es auch.

Horris

polar66 10.10.2011, 07:36

Beeindruckend!

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Hallo Alligatorbay,

du hast dir ja schon selbst beantwortet, was falsch gelaufen ist. Die Veränderung deines Denkens finde ich sehr gut. Ich wünsche dir, dass dein Trinkverhalten keine gesundheitlichen Auswirkungen hat. Aber eine Garantie kann dir hier niemand geben. Du bist aber auf dem richtigen Weg und weil ja schon soviel Zeit seit deiner Fragestellung vergangen ist, hoffe ich, dass auch alles gut gegangen ist. Mit den besten Wünschen von polar66

Naja, gerade für deine Leber ist das nicht gerade gesund. Aber sofern du deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lassen hast/lässt und keine großen Auffälligkeiten vorhanden waren/sind, wird - lebertechnisch gesehen - wohl nichts vorliegen/passieren.

Deine Psyche hat dir ja schon gezeigt wie sie darauf reagiert. Und gut, dass du das so für dich entschieden hast: Antidepressiva und Alkohol vertragen sich nicht wirklich. Gelegentlich ist es ja okay, aber regelmäßig ist es ganz sicher nicht gut - steht in jeder Packungsbeilage und erzählt dir jeder Arzt/Apotheker.

Gute Besserung und LG DaSu81

Alligatorbay 30.04.2011, 18:51

Danke für deine Antwort. :)

Bezüglich der Psyche - können da bleibende Schäden bleiben? :(

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DaSu81 01.05.2011, 21:23
@Alligatorbay

Können, müssen aber nicht. Je nachdem wie deine Psyche reaiert: alles ist möglich aber nichts muss.

Ich drück dir die Daumen, dass alles "Gut" ausgeht.

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