Akute hilfe bei ständigen panikattacken?

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3 Antworten

Hallo...

als erstes musst Du Dir sagen das eine Panikattacke Dir keine körperlichen Schäden bereitet.Sie kommt-und geht.Meistens dauert sie 20-30 Min.!Also lasse sie zu und versuche Dich abzulenken:

- Versuche es mit einer Atem-Übung.denn während einer Attacke atmest Du zu flach und das bereitet Deinem Körper Angst.

Also, aufrecht hinsetzen und tief-und regelmäßig atmen indem Du tief Luft holst: durch den Mund ein-und durch die Nase wieder ausatmen !!!

- versuche Deinen Körper zu dehnen...möglichst alle Muskeln.Stelle Dich z.B. aufrecht hin,gehe auf die Zehenspitzen,hebe die Arme hoch und strecke Dich gen Himmel !!! Du wirst dabei merken das Dein Körper sich etwas befreit und Du mehr Luft bekommst !!!

Und Du wirst es nicht glauben...trinke etwas Heißes...Tee,Milch,Kakao...das  hilft in kleinen Schlucken genossen...wirklich !!!

Und so bald wie möglich wieder zum Therapeuten gehen !!!

Alles Gute von AH

AlmaHoppe 11.05.2016, 18:46

Danke für das * !!!

LG AH

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Nachts kannst Du akut natürlich nur in eine Klinik gehen oder zum ärztlichen Notdienst. Wenn Du körperliche Ursachen abchecken lassen willst, macht ein Allgemeinkrankenhaus, am besten mit Kardiologie, Sinn, bei Schwindel auch Neurologie. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, denkst Du eher, dass das Panikattacken ohne körperliche Ursache oder Erkrankung sind? Dann wärst Du eher in der Psychiatrie richtig. Die Frage ist nur, was Du Dir von so einer "Akuthilfe" im Krankenhaus versprichst. Sie werden Dich körperlich durchchecken, vielleicht ein EKG machen, Dir dann sagen, dass Du körperlich gesund bist, dann geben sie dir vielleicht ein Beruhigungsmittel und schicken Dich nachhause oder behalten Dich evtl. eine Nacht zur Beobachtung da. Damit hast Du nichts gewonnen, außer dass Du Dich auf Dauer von dieser äußeren Beruhigung abhängig machst. Du hast aber immer noch nicht gelernt, Deine Angst selbständig zu bewältigen. Und Medikamente hast Du eigentlich selber, schreibst Du.

Sinnvoller ist es, am besten mit psychotherapeutischer Unterstützung, die Du versuchen solltest, so schnell wie möglich wieder zu bekommen, zu lernen, die Panikattacken durchzustehen, denn damit werden sie auf Dauer schwächer, und Du lernst, dass Du stärker bist als die Angst. Wie AlmaHoppe schon richtig geschrieben hat, sind Angstsymptome nichts gefährliches, und sie verschwinden für gewöhnlich von selbst wieder, nach ca. 20 Minuten. Nur wenn Du Dich selbst immer wieder gedanklich reinsteigerst, halten sie länger an. Also versuche Dir zu sagen, dass das nichts bedrohliches ist, suche nach Methoden, Dich selbst zu beruhigen, atme tief durch, stehe auf jeden Fall aus dem Bett auf. Und versuche, es einfach auszuhalten in dem Bewusstsein, dass Dir nichts passiert. Dann bewältigst Du die Angst, und zwar selbständig. Das hilft dauerhaft, während Beruhigung von außen, anderen Menschen oder Medikamenten, nur kurzzeitig hilft, Dich unselbständig macht, und das Problem dauerhaft chronifizieren kann. Und eine Psychotherapie kann Dir hoffentlich helfen, die wahren Ursachen Deiner Probleme zu bekämpfen.

Viel Erfolg!

bin allerdings durch einen wohnortswechsel noch nicht wieder bei einem therapeuten. Seit einigen wochen habe ich nun regelmäßig nachts extreme panikattacken mit kreislaufausfall...

Wenn du schon vorher zu Panikattacken neigtest, dann kommt nun sicher noch der Frust durch Wohnortwechsel, Freundeskreis verringert usw... und dann noch der Winter dazu. Das kann zusätzlich deprimierend sein, und dann deine Panikattacken verstärken. 

Hast du schon einmal ausprobiert ob es dir hilft, wenigstens im Winter täglich Vitamin D3 zu nehmen? (bekommt man recht günstig rezeptfrei in der Apotheke)

Ich habe selbst festgestellt, dass ich im Laufe jeden Winters, so ab der Adventszeit eben, grüblerischer werde, sinnlose Sorgen habe, antriebsärmer bin, irgendwie einfach seelisch durchhänge. Panikattacken sind das zwar nicht, aber ich werde leicht deprimiert, ängstlicher und sorgenvoller, fang an zu grübeln... 

Nehme ich dann regelmäßig Vitamin D3, geht es mir nach kurzer Zeit seelisch wieder genau so gut wie im Sommer auch. Es heißt ja nicht umsonst Sonnenschein-Vitamin. Aber wie viel Sonnenschein bekommen wir im Winter schon ab?

Vielleicht essen wir besonders im Winter gern Schokolade, die ja angeblich glücklich machen soll. Ich habe dazu festgestellt, dass eher noch ein knackiger Salat ein sehr starker Seelenbooster ist. Vielleicht wirkt das nicht bei jedem so, aber Versuch macht kluch ;-)

Bei Panikattacken atmet man häufig nicht weit genug aus und irgendwann schnappt man nur noch im oberen Bereich nach Luft. Deshalb auf das Ausatmen konzentrieren, einatmen wird man dann schon von allein. Die Lunge muss nur erst einmal richtig leer werden, aber bei Panik hat der Körper nicht die "Geduld" dazu. Mein Tipp: 

Ausatmen gegen einen Widerstand. Dazu ein Tempotaschentuch von der kürzeren Seite her fest aufrollen (ein Tampon ginge auch). Die Rolle zwischen Daumen und Zeigefinger in die Faust stecken und wie einen Luftballon "aufpusten". Den nötigen Druck kann man selbst variabel gestalten, wichtig ist dabei, dass ein gewisser Widerstand beim Ausatmen vorhanden ist. Immer schön darauf achten, dass dabei die Lunge leer wird, damit sich das Einatmen dann auch lohnt. 

Bei einer Panikattacke in eine Klinik zu gehen oder den Notarzt zu rufen, hat wohl wirklich wenig Sinn. Die Ursache ist ja nicht körperlich, kann daher auch mit körperlicher Behandlung nicht beseitigt werden. Dazu hatte @Lydia304 schon geschrieben. Du hättest damit einen "Händchenhalter mit professionellen Anstrich" an deiner Seite, und mehr auch nicht. 

Du solltest dich daran machen, deine Nachbarschaft besser kennenzulernen. Wenn du weißt, bei wem du klingeln könntest, wenn es wirklich hart auf hart kommt, wirst du schon ruhiger sein können. Ich kann z.B. jederzeit einen heftigen Asthmaanfall bekommen, bei dem ich auch ersticken könnte. Nur allein dass ich weiß, dass da jemand im Haus wäre, der mir helfen könnte, beruhigt mich schon um einiges, nimmt mir schon die Panik bei so einem Anfall. 

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