Ärztliches Fahrverbot bei schlechten Augen?

1 Antwort

Hoffe, dies hilft Ihnen weiter:

Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)

Anlagen zur Fahrerlaubnis-Verordnung

Anlage 6 (zu §§ 12, 48 Abs. 4 und 5)

 Anforderungen an das Sehvermögen

1Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L und T1.1Sehtest (§ 12 Abs. 2)
Der Sehtest (§ 12 Abs. 2) ist bestanden, wenn die zentrale Tagessehschärfe mit oder ohne Sehhilfen mindestens beträgt: 0,7/0,7.
Über den Sehtest ist eine Sehtestbescheinigung nach § 12 Abs. 3 zu erstellen.1.2Augenärztliche Untersuchung (§ 12 Abs. 5)
Besteht der Bewerber den Sehtest nicht, ist eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Bei dieser Untersuchung ist unter anderem auf Sehschärfe, Gesichtsfeld, Dämmerungs- oder Kontrastsehen, Blendempfindlichkeit, Diplopie sowie andere Störungen der Sehfunktion zu achten, die ein sicheres Fahren in Frage stellen können. Es müssen folgende Mindestanforderungen erfüllt sein:1.2.1Zentrale Tagessehschärfe
Fehlsichtigkeiten müssen - soweit möglich und verträglich - korrigiert werden.
Dabei dürfen folgende Sehschärfenwerte nicht unterschritten werden:
Sehschärfe des besseren Auges oder beidäugige Sehschärfe: 0,5.1.2.2übrige Sehfunktionen
Gesichtsfeld:
Normales Gesichtsfeld eines Auges oder ein gleichwertiges beidäugiges Gesichtsfeld mit einem horizontalen Durchmesser von mindestens 120 Grad, insbesondere muss das zentrale Gesichtsfeld bis 20 Grad normal sein. Insgesamt sollte das Gesichtsfeld jedes Auges an mindestens 100 Orten geprüft werden. Ergeben sich unklare Defekte oder steht nicht zweifelsfrei fest, dass die Mindestanforderungen erfüllt werden, so hat eine Nachprüfung an einem manuellen Perimeter nach Goldmann mit der Marke III/4 zu erfolgen.
Beweglichkeit:
Bei Beidäugigkeit sind Augenzittern sowie Schielen ohne Doppeltsehen in zentralem Blickfeld bei normaler Kopfhaltung zulässig. Doppeltsehen außerhalb eines zentralen Blickfeldbereichs von 20 Grad im Durchmesser ist zulässig. Bei Einäugigkeit ausreichende Beweglichkeit des funktionstüchtigen Auges.1.3Die Erteilung der Fahrerlaubnis darf in Ausnahmefällen in Betracht gezogen werden, wenn die Anforderungen an das Gesichtsfeld oder die Sehschärfe nicht erfüllt werden. In diesen Fällen muss der Fahrzeugführer einer augenärztlichen Begutachtung unterzogen werden, um sicherzustellen, dass keine anderen Störungen von Sehfunktionen vorliegen. Dabei müssen auch Kontrastsehen oder Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit geprüft und berücksichtigt werden. Daneben sollte der Fahrzeugführer oder Bewerber eine praktische Fahrprobe erfolgreich absolvieren.1.4Nach dem Verlust des Sehvermögens auf einem Auge oder bei neu aufgetretener Diplopie muss ein geeigneter Zeitraum (mindestens drei Monate) eingehalten werden, während dessen das Führen von Kraftfahrzeugen nicht erlaubt ist. Danach darf erst nach augenärztlicher Untersuchung und Beratung wieder ein Kraftfahrzeug geführt werden.

http://www.verkehrsportal.de/fev/anl_06.php#

Binokulares Sehen trotz Schielen?

Moin!

ich leide unter wechselseitigem Schielen (glaube ich). Und das schon seit ich denken kann und außerdem wurde ich immer in dem Glauben gelassen, dass ich nur mit einem Auge sehen kann.

Jetzt habe ich mich in letzter Zeit mit der Tauglichkeit zum Polizeidienst beschäftigt und musste zu meinem bedauern feststellen, dass ich nicht tauglich bin. Nun habe ich im Laufe dieser Recherche festgestellt, dass ich sehr wohl mit beiden Augen sehen kann. Vielleicht nicht perfekt, aber ich habe zum Beispiel pi-mal-daumen keine Einschränkungen im Sichtfeld.

Nun meine Frage: ist das normal, oder etwas "besonderes"? War ich einfach nur zu jung, um das Ganze zu verstehen und lebe ich mein ganzes Leben schon in einem Missverständnis? Ich hege nämlich immer noch die Hoffnung, durch eine Ausnahmeregelung zum Polizeidienst zugelassen zu werden.

Ich weiß natürlich, dass diese Frage nicht einfach durch eine Ferndiagnose beantwortet werden kann, aber vielleicht erspart mir eine Antwort den Weg zum Augenarzt, der tatsächlich ganz schön weit für mich ist.

Liebe Grüße

Niki

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