abgeschwächtes Immunsystem, Unwohlsein - HIV?

2 Antworten

schwukele, was ist eigentlich aus Deinen Ängsten im vergangenen Jahr geworden?

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/was-kann-ich-tun-mein-arzt-sagt-ich-muss-in-eine-geschlossene-psychiatrie-ich-will-aber-nicht

Mir scheint, Du arbeitest gerade an einer weiteren Phobie, der vor HIV. Daher sei Dir dieser Text gewidmet:

Angst vor HIV Infektionen im Alltag

Nicht selten manifestiert sich die HIV Phobie auch durch die Angst vor HIV Infektionen im Alltag. Viele Patienten fürchten entweder durch mit im Haushalt lebende, sicher HIV positive Mitbewohner oder sogar durch normale alltägliche Situationen mit bekannten oder fremden Personen mit unbekanntem Serostatus mit HIV inifziert zu werden. Ganz normale Situationen wie Händewaschen, der Gang auf die Toilette, Händeschütteln, Küssen, Umarmen und sogar die Benutzung von Stühlen in Bars und Restaurants werden auf ein Mal mit HIV in Verbindung gebracht. Dies aber wohlgemerkt ohne jeden faktischen Hintergrund,denn im Alltag kann man sich praktisch nicht mit HIV infizieren. Lediglich in Situationen, in denen infektiöse Körperflüssigkeiten (das sind Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit) übertragen werden, kann eine HIV Infektion erfolgen. Dies ist im alltäglichen Leben in dieser Form eigentlich absolut ausgeschlossen – vorausgesetzt, man nimmt an, dass der Patient keine Drogen intravenös injiziert und die Spritzen mit Dritten teilt, dass kein ungeschützter Geschlechtsverkehr praktiziert wird und, dass man sich z.B. als Ersthelfer bei einem Unfall ordnungsgemäß vor HIV schützt. Fakt ist auf jeden Fall, dass derartige Alltagssituationen durch die Patienten mit HIV in Verbindung gebracht werden und, dass sie sich deshalb praktisch permanent fragen, ob durch gerade passierte oder längst vergangene Alltagssituationen nicht vielleicht doch irgendwie eine Infektion zustande gekommen sein könnte. Mit der Realität hat dieses Verhalten wie oben hinreichend belegt, nichts gemein.

Selbsthilfe – Ausweg aus der HIV Phobie

Wie in obigen Szenarien beschrieben, ist es relativ schwer, nur durch eigenen Antrieb der HIV Phobie zu entrinnen – es ist aber definitiv möglich. Um Kant zu zitieren “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit”. Soll heißen: jeder, der sich selbst fundiertes Fachwissen über HIV beibringt, kann alleine dadurch schon eine HIV Phobie präventiv verhindern oder sich selbst durch die Beantwortung der vermeintlich offenen Fragen zum Ausweg aus dieser unangenehmen Situation verhelfen. Die Erfahrung in unserer Community hat gezeigt, dass viele Menschen der Phobie durch die Aneignung von Fachwissen besiegen können; eine Garantie auf Erfolg gibt es aber auch hier nicht. Insbesondere in Fällen, wo die Betroffenen trotz ausführlicher, fachlich fundierter und sogar durch offizielle Quellen untermauerter Fakten nicht einsehen wollen, dass sie HIV negativ sind, ist die Inanspruchnahme von professioneller Hilfe praktisch unausweichlich vorprogrammiert.

Professionelle Hilfe zur Bekämpfung der HIV-Phobie

Nicht selten kann eine HIV Phobie nur durch die Konsultation von Profis erkannt oder therapiert werden. Den meisten Betroffenen ist es nicht möglich, aus eigenen Kräften der Phobie zu entfliehen. Es ist daher besonders wichtig, dass bereits bei ersten Anzeichen ein Arzt konsultiert wird. Mit dem Arzt des Vertrauens – in der Regel mit dem Hausarzt – kann man dann als Patient erste klärende Gespräche führen. Sollte dies nicht ausreichen, um dem Patienten den Ausgang aus der Phobie zu ermöglichen, so kann der Hausarzt je nach individueller Lebenssituation und je nach Status und Verlauf der Phobie den Patienten an weitere Profis überweisen. Gerade Psychologen und Psychiater sind spezialisiert, um in derart ausweglosen Situationen schnelle, kompetente Hilfe zu ermöglichen. In den meisten Fällen kann eine HIV Phobie durch wenige Konsultationen eines Profis beendet werden. Gerade deshalb können wir nur jedem raten, der sich selbst potentiell für betroffen erachtet, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich somit selbst den langen, unnötigen Leidensweg und gegebenenfalls daraus resultierende Folgeerkrankungen einer HIV Phobie zu ersparen.

Hallo,ich hoffe doch nicht,dass man sich beim Friseur mit HIV anstecken kann.Du schriebst ja auch,dass die Klinge,mit der versehentlich ins Ohr geschnitten wurde,neu war. Da ist das Risiko ja in Krankenhäusern schon grösser als beim Friseur.aber wenn es dich beruhigt,würde ich den Test machen,denn sonst scheinst du ja keine Ruhe zu bekommen. Aber du wirst sehen,er wird negativ sein,alles Gute

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