Ab wann spricht man von einer Magersucht?

1 Antwort

Meiner Meinung nach, ist Magersucht nichts was man anhand des Gewichts festmachen kann. Es ist eine reine Kopfsache. Sobald sich dein kompletter Tagesablauf um dich und deine Ernährung dreht wird es gefährlich. Es ist natürlich ein Unterschied ob du auf deine Ernährung achtest, oder ob du zwanghaft versuchst nichts zu essen. Typisch für eine Magersucht ist auch, auf besonderen Anlässen sei es ein Geburtstag oder vielleicht eine Hochzeit auf das Essen verzichtet. Außerdem fängt es an richtig gefährlich zu werden, wenn dir das Essen keinen Spaß mehr macht.

Magersucht beginnt, wenn man Ausreden sucht nicht essen zu müssen. z.B. hat man beim Kochen schon zu viel probiert etc., wenn man immer nur Mini- und Kleinstportionen zu sich nimmt, bestimmte Lebensmittel einfach nur eklig findet (vielleicht weil sie zu viel Fett enthalten). Magersüchtige nehmen auch gerne Abführmittel ein, treiben oft viel Sport, tragen gerne weite Kleidung um die Figur zu verstecken, finden sich trotz allem aber immer noch viel zu dick. Es ist eine echte "Störung". Deshalb ist das Gesamtverhalten des Patienten gestört.

Medizinisch gesehen sagt man: ab einem BMI < 18 spricht man von Magersucht.

Dieses würde ich aber nur gewichtsmäßig als Maßstab nehmen. Magersucht = Anorexie äußert sich, außer im Gewicht, auch durch ständiges Gedankenkreisen ums Essen, Nicht-Essen, Kalorien, Wiegen, Sport = alles was das Gewicht und das Essen betrifft.

Die Anorexie "breitet" sich auf alle möglichen Bereiche, Interessen und Verhaltensweisen aus.

Magersucht kann man nicht an einem Gewicht fest machen. Es ist egal, welchen BMI man hat, wenn man diesen auch hat, wenn man normal isst. Also wenn man etwas dafür tut, untergewichtig zu sein, spricht man von Magersucht. Wenn man normal isst und trotzdem nicht zunimmt, und auch nichts ständig daran denkt abnehmen zu müssen, ist nicht magersüchtig, auch wenn er oder sie einen BMI von 16 hat. Fakt ist, dass sich Magersucht im Kopf abspielt. Körperlich kann man erkennen, dass diese Menschen krankhaft dünn aussehen. Wenn man beispielsweise zwei sehr dünne Menschen mit dem selben BMI nebeneinander stellt, von denen der eine normal isst, und der andere nicht, wird man erkennen, dass einer der Beiden krank aussieht, und der andere nicht.

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