Ab wann spricht man von Bingeeating?

2 Antworten

Hallo,

Binge-Eating kann man erst so nennen, wenn es mindestens 6 Monate besteht und in der Zeit zwei Mal pro Woche zu Essanfällen kommt. Bei den Fressattacken wird meist kalorienreiches Essen ganz hastig verschlungen ohne Hunger- oder Sättigungsgefühl, danach wird es aber immer bereut und die Leute können richtig depressiv werden. Genaue Mengen kann man da nicht sagen, die Leute essen halt bis sie platzen, also sich übervoll fühlen. Wenn das über 6 Monate besteht ist es auf jeden Fall klug zum Arzt zu gehen, vielleicht sogar eher. Oft sind negative Gefühle Auslöser davon und es wird helfen, darüber zu sprechen.

Binge-eating? Ich kenne nur binge-drinking, was bedeutet, dass man eine so grosse Menge Alkohol in kurzer Zeit zu sich nimmt, dass der Körper damit nicht mehr ohne Schaden zu nehmen fertig wird. Das Ergebnis ist dann, mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus zu landen.

Auf's Essen übertragen würde das wohl bedeuten, dass man eine ungewöhnlich grosse Menge Nahrungsmittel innerhalb kurzer Zeit zu sich nimmt. Also deutlich mehr, als man braucht und als für den Körper gut ist. Das Ergebnis ist dann wahrscheinlich, wie beim Binge-drinking, dass der Körper die Notbremse zieht und sich erbricht.

"Fressattacke" ist wohl die deutsche Bezeichnung dafür. Und wenn Du feststellst, dass die Menge des Essen etwas ist, worüber Du wenig Kontrolle zu haben scheinst, solltest Du Dir auf jeden Fall therapeutische Hilfe suchen.

Erste Anlaufstelle kann Dein Hausarzt sein. Es gibt aber auch viele Selbsthilfegruppen, die sich mit unterschiedlichen Essstörungen auseinandersetzen.

Essen ist und sollte lustvoll sein, aber nicht das für den Körper gesunde Mass übersteigen.

Den ersten Schritt hast Du schon getan: Du hast das Gefühl, dass Dein Verhalten nicht dem entspricht, wie Du Dich verhalten möchtest. Nun gehe den nächsten Schritt und übernehme Verantwortung dafür. Viel Erfolg dabei!

Binge eating kannst du grob mit Bulimie vergleichen, der einzige Unterschied besteht darin, dass sich der Betroffene danach nicht erbricht.

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