Ab wann ist Haarausfall wirklich krankhaft? Wie zählen?

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Bei Verdacht auf Haarausfall gilt es als Erstes zu klären, welches grundsätzliche Problem besteht:

Handelt es sich um einen vermehrten Haarverlust (sog. Effluvium) oder sind kahle Stellen sichtbar (sog. Alopezie)? Es gibt einen Anhaltspunkt, der hilft, den Haarverlust einzuordnen:

Verliert jemand regelmäßig täglich mehr als 100 Haare und besteht ein erheblicher Unterschied zwischen der Anzahl abgestoßener und nachgewachsener Haare, liegt die Diagnose Haarausfall sehr nahe.

Häufig sorgen sich Menschen, wenn sie nach dem Haarewaschen im Waschbecken oder der Duschwanne zahlreiche Haare finden. Doch nicht immer ist die Sorge berechtigt:

Denn einerseits können schon einige lange, dicke Haare wie ein ganzes Büschel aussehen, andererseits verliert eine Person, die einmal pro Woche Haare wäscht, zu diesem Zeitpunkt mehr Haare als jemand, der dies täglich tut.

Betroffene sollten ihren Haarverlust möglichst objektiv einschätzen und ihre Pflegegewohnheiten berücksichtigen.

Um die Ursache des Haarausfalls zu bestimmen, erfasst der Arzt die Krankengeschichte des Betroffenen und erkundigt sich nach der Dauer und dem genauen Verlauf des Haarausfalls.

Ebenfalls erfragt er mögliche Ereignisse der letzte Monate, die mit dem Haarausfall zusammenhängen könnten (zum Beispiel Krankheiten, Infekte).

Ebenfalls von Interesse ist, ob die Person mit Haarausfall Medikamente einnimmt oder eingenommen hat (bis zu sechs Monate zurückliegend) und ob sie bereits wegen Haarausfalls behandelt oder untersucht wurde.

(ausführlich: http://www.onmeda.de/krankheiten/haarausfall-diagnose-1263-10.html)

Die Antwort von Auskunft war schon sehr ausführlich. Mehr kann man fast nicht sagen. Wenn dir die Haare büschelweise ausgehen, wenn du das Gefühl hast, dass es mehr als das Übliche ist, was da im Waschbecken oder auf dem Kopfkissen liegt, solltest du zum Arzt gehen und das abklären lassen. Haarausfall kann auch innere Ursachen haben, die ja untersucht werden sollten.

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