Die zehnjährige Nachbarstochter benimmt sich auffällig, indem sie öffentlich und sichtbar ihren Stuhlgang verrichtet. Sollte ich etwas unternehmen?

6 Antworten

Also vielen Dank für die vielen Tips und Anregungen. Ich habe beschlossen, dass ich die Mutter des Mädchens ansprechen werde. Ich muss nur den richtigen Zeitpunkt abwarten, da die Mutter ziemlich viele Sorgen hat, der Mann ist gewalttätig und schlägt abwechselnd sie oder die Einrichtung kaputt. Ich beobachte das Nachbarsmädchen regelmäßig, bisher hatte sie noch nie blaue Flecken oder ähnliches. Ich habe auch die Mutter schon einmal gefragt, ob denn die Kinder auch geschlagen werden und sie hat das verneint. Gebrüllt wird natürlich sehr oft, die sozialen Verhältnisse sind nicht gerade einfach. Auch mir ist natürlich klar, dass ihre "Hinterlassenschaften" aller Wahrscheinlichkeit ein Schrei nach Beachtung sind. Die Mutter gibt sich zwar sehr viel Mühe und versucht die schlechten Verhältnisse zu Hause durch einen besonders liebevollen Umgang mit dem Mädchen zu kompensieren, aber natürlich ersetzt dies nicht den Frieden im Zuhause. Ich werde die Angelegenheit weiter beobachten und dann das Gespräch suchen.

Aus deiner zusätzlich hier gegebenen Antwort ist ersichtlich, dass das Mädchen und die Mutter mit einem gewalttätigen Vater und Ehemann belastet sind. Es erscheint mir recht eindeutig, dass die Ursache für das unnormale Verhalten des Mädchens hier zu finden ist.

Deinen Entschluss, mit der Mutter zu sprechen, finde ich sehr gut. Als Nachbarin, die ja zwangsläufig einiges der "Zustände" mitbekommt, hat man - finde ich - auch das Recht dazu. Du kannst ihr ja Hilfe anbieten. M.E. nach wäre es für die Kleine auf alle Fälle absolut wichtig, aus dieser schrecklichen Umgebung herauszukommen. Ich kenne einen (jetzt erwachsenen) Mann, der bis 11 Bettnässer war, weil seine Eltern sich ständig gestritten haben. Dann haben die Eltern sich (endlich) getrennt - und das Bettnässen war über Nacht weg.

Hallo, ich denke auch nicht das dieses Verhalten für eine 10-jährige normal ist...es aber auch nicht auf eine Misshandlung hindeutet. Würde an deiner Stelle das Gespräch mit den Eltern suchen und wenn das nichts bringt evtl doch mal das Jugendamt kontaktieren. In dem Alter sollte man schon weiter sein und wenn sie es nicht selbst merkt bzw es ihr bewusst ist das sie sowas nicht machen sollte, gibt es ja Eltern die dafür zuständig sind.

Oh ne das arme Mädchen. Ich denke sie macht das um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken die sie zu Hause höchstwahrscheinlich nicht bekommt. Aber vorsichtig ansprechen ist bestimmt nicht verkehrt. Nur hoffe ich das sie anschließend nicht noch oben eine drauf kriegt vom Vater oder so. Armes Kind! !!!

Um sein grosses Geschäft zu erledigen braucht es etwas Entspannung und Ruhe, denn man muss gewisse Muskeln entspannen. Wenn es zuhause so einen Stress gibt, dass jegliche Entspannung unmöglich ist, dann ist eine Wiese, egal wie öffentlich, vorzuziehen. Ich denke, hier ist das Problem nicht das Toilettenverhalten des Kindes sondern die Situation im Elternhaus. Und die wird sich kaum verbessern, wenn du mit der Mutter über das Verhalten ihrer Tochter sprichst. Denn die Mutter leidet sowieso schon, da braucht sie nicht noch wohlmeinende, aber unangebrachte Kommentare zu etwas, was ihr bereits bewusst ist. Wenn du wirklich helfen willst, würde ich mich mit der Mutter anfreunden. Dann kannst du irgendwann auch richtige Hilfe leisten.

Was möchtest Du wissen?