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Studie: Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern geht es gut

Tipp von Auskunft am 26.10.2009 um 14:19 Uhr

Oft wird über das Wohlergehen von Kindern schwuler und lesbischer Eltern mehr spekuliert als gewusst. Nun zeigt eine repräsentative Studie, dass sie sich genauso gut entwickeln wie Kinder heterosexueller Paare.

Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern sind häufig psychisch instabil. Sie sind verhaltens- und entwicklungsauffällig und haben Probleme mit ihrer Sexualität.

Annahmen und Ängste wie diese sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Eine repräsentative Studie unter Leitung des bayerischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg räumt mit diesen Vorurteilen auf – und lässt Forschungsergebnisse für sich sprechen.

Das Fazit der Erhebung: Sogenannte Regenbogeneltern sind genauso gute Eltern wie heterosexuelle Paare. Das Kindeswohl ist bei ihnen ebenso gewahrt wie in anderen Familien.

Im Detail: Die Kinder entwickeln sich positiv, der schulische und berufliche Werdegang ist normal, und es gibt keine erhöhte Neigung zu emotionalen Unsicherheiten. Wenn es Unterschiede in der Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien zu beobachten gebe, „dann eher in positiver Weise“, heißt es in der Studie.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Heranwachsende in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften über ein höheres Selbstwertgefühl verfügen als Kinder, die in anderen Familienformen aufwachsen. Die sogenannten Regenbogenkinder beschreiben sich zudem selbst als offen und tolerant.

Auch bei der Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben zeigen sich nach Auswertung der Kinderstudie eindeutige Ergebnisse:

Beim Umgang mit Freundschaften und intimen Beziehungen, der Loslösung von den Eltern, der Einschätzung der eigenen Person, dem Umgang mit körperlichen Veränderungen, der Planung von Ausbildung und Beruf sowie Zukunftszielen unterschieden sich Kinder aus gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften nicht von Gleichaltrigen, die in anderen Lebensformen aufwachsen.

Das Gleiche gilt mit Blick auf ihre psychische Entwicklung: Depressionen, Neigung zu Aggressivität oder somatische Beschwerden treten der Erhebung nach nicht häufiger auf als bei Kindern in anderen Lebensformen.

Entscheidend ist eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern und nicht deren sexuelle Orientierung.

(Vollständiger Artikel: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=66250)


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