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Kinder mit gesunder Ernährung vor Haltungsfehlern und Konzentrations- und Merkschwäche bewahren

Tipp von bethmannchen bethmannchen

Haltungsfehler kommen bei Kindern und Jugendlichen häufig vor, wenn sie mit der Nahrung nicht genügend Proteine bekommen. Hierzu ein paar Fakten:

Proteine haben unterschiedliche Funktionen und wirken in verschiedenen Bereichen des Körpers. Nicht alle sind gleich, obwohl sie aus den selben zweiundzwanzig Aminosäuren aufgebaut sind.

Vollständige Proteine sorgen für das richtige Gleichgewischt zwischen acht notwendigen Aminosäuren die Gewebe bilden und kommen in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Käse usw. vor.

Unvollständigen Proteinen fehlen bestimmte essentielle Aminosäuren, und wenn sie ausschließlich aufgenommen werden, können sie nicht wirksam verwertet werden. Unvollständige Proteine kommen in pflanzlicher Nahrung, vor allem in Körnern, Nüssen, Erbsen, Keimen und Bohnen vor.

Werden dazu noch eine kleine Menge vollständiger Proteine aufgenommen, werden sie zu vollständigen Proteinen. Nur aus vollständigen Proteinen kann der Körper Substanz, also und ausreichend Muskelmasse und ein gesundes Skelett aufbauen.

Von Proteinen glauben viel, sie hätten weniger Kalorien als Kohlehydrate, die Kalorienmenge ist aber die selbe. Vielfach wird auch angenommen, dass Proteine Fett verbrennen würden, aber auch dies stimmt einfach nicht.

Der tägliche Bedarf an Proteinen hängt von Gewicht und Alter ab. Die tägliche benötigte Menge ist bei Kindern und Jugendlichen ist im Verhältnis zum Gewicht wegen des Wachstums höher. Es gelten folgende Alters- und Gewichtsschlüssel als Anhaltspunkt:

Alter | Gewichtsschlüssel

•   1-3 | 1,80

•   4-6 | 1,50

•   7-10 | 1,22

•   11-14 | 1,00

•   15-18 | 0,88

Der Gewichtsschlüssel wird mit dem Gewicht in Kilogramm multipliziert. z. B. 10 Jahre, 35 kg entspricht einem Tagesbedarf von 1,22 X 35 = ca. 43 g Proteine. Den täglichen Bedarf decken schon 100 g mageres Fleisch und ausreichend Vollkornprodukte, Gemüse und Obst.

Ein hoher Konsum von raffiniertem Zucker ist ebenfalls schädlich.

Raffinierter Zucker ist so sehr gereinigt, dass er keine Mineralien und Spurenelemente mehr enthält. Daher wird er wie ein Schwamm im Körper die Mineralien an sich binden, die dann nicht mehr für andere Funktionen zur Verfügung stehen wie z.B. den Knochen- und Zahnaufbau. Das leistet Rachitis Vorschub.

Man verwendet Zucker z.B. um Marmelade haltbar zu machen, weil er Bakterien abtöten kann. Raffinierter Zucker tötet im Darm ebenso wichtige Teile der Darmflora ab. Dies stört im Darm die Aufnahme der wichtigen und nötigten Vitamine der B-Gruppe. Das führt zu einem Mangel an diesen für Auf- und Umbauprozesse aber auch für das Nervensystem wichtigen Stoffen.

Zucker ist zwar wichtiger Energielieferant für die Muskeln, aber der Zucker geht mit dem Blut auch ins Gehirn. Zu viel Zucker im Gehirn hat einen ähnlichen Effekt, wie Alkohol. Er macht Kinder zappelig und unkonzentriert. Fehlen dann noch B-Vitamine, ist es auch mit der Konzentrations- und Merkfähigkeit nicht weit her.

In vielen Nahrungsmitteln sind versteckte Zucker enthalten, die man dort manchmal gar nicht vermuten würde. Zucker macht fataler Weise Hunger auf mehr Süßes. Sein Vorhandensein in der Nahrung verleitet dazu, mehr süßes zu essen.

Ein Auto mag mit Benzin wunderbar fahren, je mehr im Tank ist, desto länger. Ein Kind soll aber nicht nur kopflos herumhüpfen und nebenher noch irgendwie wachsen.

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