Besonders auf Langstreckenflügen und langen Autofahrten tritt die Reisethrombose auf. Denn wer stundenlang mit abgewinkelten Beinen sitzt, dessen Blutfluss in den Venen verschlechtert sich. Beim stundenlangen Sitzen winkeln Flug- und Autoreisende die Beine im Knie und in der Leiste an. Das erschwert den Blutrückfluss von den Füßen zum Herzen und das Blut kann sich in den Knöcheln und Unterschenkeln stauen. Bewegung schafft hier Abhilfe. Wer einmal pro Stunde den Flugzeug- oder Autositz verlässt, herumläuft oder Venengymnastik macht, unterstützt seinen Blutfluss. Viele Fluglinien bieten sogar eigene Sportprogramme an, wie „Flyrobic“ der Lufthansa, die sie auf Langstreckenflügen zeigen.
Auf unruhigen Flügen ist es schwieriger, sich ausreichend zu bewegen, da die Passagiere oft angeschnallt sein müssen. Dann hilft es, die Waden regelmäßig kräftig zu massieren, dabei immer von den Knöcheln zum Knie streichen, um die Venen in Richtung Herz zu leeren.
Wenn sich die Beinmuskeln durch Bewegung zusammenziehen, drücken sie auch das Blut in benachbarten Venen nach oben. Das Blut kann leichter von den Füßen zurück zum Herzen fließen. Schlafmittel verringern diese Muskelpumpe. Wer trotzdem im Flieger schlafen will, sollte versuchen, eine bequeme Haltung zu finden, ohne die Beine übereinanderzuschlagen oder extrem anwinkeln, damit das Blut ungestört fließen kann.
Viele Reisende nehmen Aspirin, das blutverdünnend wirkt, um Thrombosen vorzubeugen. Amerikanische Studien haben jedoch gezeigt, dass Kapseln mit natürlichem Vitamin E wesentlich wirksamer sind. Sie halten das Blut flüssig. Statt einer Kapsel vor dem Flug helfen auch Vitamin-E-reiche Lebensmittel, wie Nüsse und pflanzliches Öl. Je stärker die Beine angewinkelt sind, umso langsamer fließt das Blut zum Herzen zurück. Wenn möglich, sollten Flugreisende darum die Beine immer wieder ausstrecken. Auf Gangplätzen ist das einfach. Wer in der Mitte sitzt, sollte sich mit dem Sitznachbarn arrangieren. (vgl. http://bit.ly/djmGiv)