Frage von betmann, 198

Zwerchfellbruch, Atemnot, Psychopharmaka - ist nach einer Zwerchfell-OP alles wieder im Lot?

Habe vor etwa 3 Jahren Escitalopram gegen Depression und Angststörungen verschrieben bekommen, auch andere Medikamente waren im Spiel.

Lange Zeit hatte ich absolut keine Nebenwirkungen und fühlte mich fast schon geheilt, bis plötzlich Magenbeschwerden anfingen, die auch zu starker Atemnot führten. Habe daraufhin Escitalopram abgesetzt, wonach es mir körperlich etwas besser ging, jedoch psychisch wieder schlechter.

Vor kurzem hat sich endlich herausgestellt was genau ich habe: Reflux und Gastritis. Seit dem nehme ich das Magenschutzmittel Pantoprazol, welches ein bisschen hilft, aber nicht sehr gut. Der Arzt meinte, ich habe garantiert einen Zwerchfellbruch, der die Atembeschwerden verursacht, es gäbe jedoch nur die Option zu operieren! Ich würde alles tun, damit diese Atemnot weggeht.

Meine Frage ist also: Sind die Probleme nach der OP für immer weg? Kann ich dann wieder ohne Probleme Antidepressiva nehmen (die mir wirklich geholfen haben und ich gerne wieder nehmen würde) oder würde das wieder alles schlimmer machen?

LG

Antwort
von bethmannchen, 158

Der Arzt meinte, ich habe garantiert einen Zwerchfellbruch, der die Atembeschwerden verursacht,

Das ist eine reichlich zweifelhafte Garantie. Einen Zwerchfellbruch kann man nur mit einer gründlichen Untersuchung feststellen. Nur auf Verdacht solltest du dich da nicht operieren lassen.

Pantoprazol verhindert zwar gut Sodbrennen, hemmt aber die Verdauungsbewegungen von Magen und Darm. Dann geht da nichts vorwärts, was zu heftiger Verstopfung führen kann. Das kann auch schon zu Atemproblemen führen, weil die Lunge nicht mehr genug Platz hat.

Antwort
von Hooks, 140

Zur OP kann ich nichts sagen, aber meine Gastritis wurde besser, wenn ich andauernd kleine Häppchen aß, am besten trockenes Knäckebrot, wenn ich in einer Veranstaltung war, die länger als 1 Std. dauerte (dann lutschen, sonst kracht es so ;-)

Ansonsten viel dünnen Fenchel-Kamillen-Tee, alles supergut kauen, nichts scharf gewürztes, nichts mit Zucker oder sonstwie penetrant süßes, ab und zu ein kleines bißchen Back-Natron auf EL mit warmem Wasser, aber nicht zuviel, sonst lockt es wieder Säure.

Inzwischen habe ich gelesen, daß frisch gepreßter Kartoffelsaft von mehligkochenden Kartoffeln helfen soll, das kannst Du ja mal probieren.

Ich bin meine Magenprobleme losgeworden seit der Umstellung auf Dr. Brukers "vitalstoffreiche Vollwertkost". Er hat auch ein Buch geschrieben über Leber, Magen, Galle, Darm oder so. War sehr hilfreich für mich.


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