Frage von Sally2222, 51

Zwei menschen in kurzer zeit verloren

Hallo, habe in kurzer Zeit zwei sehr wichtige Menschen in meinem Leben verloren. Zwischen ihnen liegen nur 4 Monate und ich komme damit einfach nicht klar. Ich kann das nicht verstehen. Und mir ist immer noch nicht klar geworden, dass sie nicht mehr da sind, obwohl ich jeden tag Trauer. Niemand weiß, wie es mir wirklich geht, da ich mit niemanden darüber rede. Ich kann das einfach nicht. Auch wenn ich es gerne möchte, aber auch wenn ich es nur versuche bricht alles wieder zusammen und ich merke wie kaputt ich einfach bin. Und wenn ich am Grab von den beiden bin, realisiere ich gar nicht das sie nun unter der erde sind. Alle sagen nur ich soll stark bleiben, aber ich weiß nicht mehr weiter. Ich möchte es endlich realisieren ..

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Expertenantwort
von gerdavh, Community-Experte für Schmerzen, 47

Liebe Sally, erstmal mein herzliches Beileid. Ich weiß aus Erfahrung, wie schlimm so eine Trauerzeit sein kann. Du solltest aber mit jemandem darüber reden, auch wenn es Dir schwer fällt. Erkundige Dich doch mal, ob es nicht in Deiner näheren Umgebung Selbsthilfegruppen für Trauerbewältigung gibt. Ich selbst habe schon so stark getrauert, dass ich mir Hilfe bei meiner Homöopathin geholt habe - das hat mir sehr gut geholfen! Kannst Du weinen? Das ist wichtig. Vier Monate sind nicht viel Zeit, wenn man innerhalb so kurzer Zeit zwei Menschen verloren hat. Das ist normal, dass man das nicht einfach so wegstecken kann. Denk mal über die zwei Vorschläge von mir nach, vielleicht wäre das eine Hilfe für Dich. Liebe Grüße. Gerda

Antwort
von Mahut, 40

Hallo Sally, Es tut mir sehr Leid für dich, du solltest aber unbedingt die Trauer zulassen und auch versuchen mit jemanden zu sprechen, vielleicht hast du eine Kirche in deiner Nähe und kannst dich an den Seelsorger dort wenden, oder du suchst bei Googel, nach KISS Selbsthilfegruppen, vielleicht gibt es ja eine Gruppe in deiner Stadt, da wirst du mit anderen Leidgenossen deine Trauer verarbeiten können

Gruß Mahut

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 37

Hallo Sally,

mein herzliches Beileid, in dem Zusammenhang! Es ist wichtig das man Trauer zulässt um das Ganze verarbeiten zu können! Ja um eine psychische Erkrankung zu vermeiden, die u.U. dadurch entstehen kann! Ich weis nicht wie alt Du bist ob 14 oder 73 Jahre?

Man kann z.B. hier einmal nachfragen http://www.johanniter.de/index.php?id=16862 nach einer seriösen Trauerbegleitunmgsgruppe in Deiner Nähe!

VG Stephan

Antwort
von walesca, 31

Hallo Sally2222!

Niemand weiß, wie es mir wirklich geht, da ich mit niemanden darüber rede. Ich kann das einfach nicht. Auch wenn ich es gerne möchte, aber auch wenn ich es nur versuche bricht alles wieder zusammen und ich merke wie kaputt ich einfach bin.

Mein herzliches Beileid! Das ist wirklich eine sehr schwer zu verarbeitende Erfahrung! Aber 4 Monate Trauer sind wirklich keine lange Zeit und Du hast alles Recht der Welt, noch immer so fassungslos davor zu stehen!!! Aber es wäre ggf. wirklich wichtig, mit einem anderen Menschen über Deine Trauer und Gefühle zu reden - auch wenn dann alles aus dir herausbricht (!!) - denn das erleichtert Deine Seele ungemein und hilft Dir dabei, das Unfassbare zu verstehen!! Lass Deinen Gefühlen dabei ruhig freien Lauf! Hast Du evtl. eine gute Freundin mit der Du reden könntest? Trau Dich ruhig!! Für Deine Tränen brauchst Du dich wirklich nicht zu schämen! Vielleicht sind die Menschen in Deiner Umgebung auch einfach nur unsicher, wie sie Dir begegnen sollen und froh, wenn Du mit ihnen offen redest. Für solche Gespräche steht sicher auch der örtliche Pastor/Pfarrer zur Verfügung, oder Du wendest Dich an eine caritative Beratungsstelle. Auch die Türen stehen Dir offen, wenn Du sonst niemanden zum Reden hast! Lass Dir helfen und Dich in Deiner Trauer begleiten. Dann bist Du ganz sicher nicht mehr allein!

Viel Kraft wünscht Dir walesca

Antwort
von Krinaola, 30

Das tut mir sehr sehr leid für dich. Manchmal dauert es einige Zeit, bis man realisiert, was passiert ist. Ich weiß nicht wirklich, wie man dir helfen kann, denke aber, dass es wichtig ist, dir professionelle Hilfe zu holen, wenn du das Gefühl hast, mit niemandem sprechen zu können. Oft öffnet man sich bei fremden Personen und erzählt, was einem auf dem Herzen liegt.

Antwort
von Nachtigall, 27

Jeder braucht unterschiedlich lange um das zu realisieren und die Trauer zu verarbeiten. Lass die Trauer zu, unterdrücken bringt nichts. Du kannst mal mit Deinem Arzt sprechen, möglicherweise gibt es ein Selbsthilfegruppe oder einen Ansprechpartner für Trauerbewältigung.

Antwort
von Sally2222, 28

Ich bin erst 16, habe noch nie sowas erlebt. Einen so wichtigen Menschen zu verlieren und dann auch noch zwei in kurzer zeit. Ich denke immer erst an die anderen. Als erstes ist meine Oma gestorben, konnte danach nicht trauern, war für meinen opa da, damit er nicht alleine sein muss, war in der schweren zeit an seiner seite. Danach ist er erkrankt und sofort gestorben. Das ist einfach viel zu viel

Kommentar von gerdavh ,

Liebe Sally, das ist wirklich schlimm. Es ist aber leider oft so bei älteren Menschen, dass, wenn der eine Partner stirbt, der andere dann bald folgt. Hast Du denn keine Freundinnen, mit denen Du über Deinen Kummer sprechen kannst? Oder mit Deinen Eltern, können die das nicht verstehen, dass Du so traurig bist? Du leidest bestimmt auch so stark, weil Du ja nicht um Deine Oma richtig trauern konntest, sondern Dich sofort wieder um andere gekümmert hast, in dem Fall um Deinen Opa. Google doch mal, ob nicht in Deiner Umgebung eine Selbsthilfegruppe für Trauerbewältigung da ist. Oder frag mal telefonisch bei der Caritas nach, ob die Dir nicht helfen können. Ich weiß ja nicht, ob Du religiös bist - vielleicht würde es Dir auch helfen, mit jemandem Deiner Kirche zu sprechen? Die meisten Kirchengemeinden bieten eine Trauerbegleitung durch ausgebildete Sozialpädagogen an. Alles, alles Gute. Grüße Gerda

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