Frage von Nowikids, 44

Zahnschmerzen nach Wurzelbehandlung?

Hey, ich hatte vor einigen Monaten noch mit einer Wurzelbehandlung am Backenzahn zutun. Der Zahn wurde gefüllt und Stifte wurden hinein gegeben um ihn zu stabilisieren. Jetzt hab ich aber Zahnschmerzen und es ist leicht geschwollen, kann es entzündet sein obwohl er dicht ist? Oder kann es auch was mit der Füllung zutun haben. Möchte mein Zahn nicht verlieren :(

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Antwort
von dinska, 29

Gehe wieder zum Zahnarzt, damit er das abklärt.

Zwischendurch kannst du es mit Salviathymol oder Kamillan versuchen, einfach ein Wattestäbchen eintauchen und auf die entzündeten Stellen drücken. Auch Nelken können hilfreich sein, wenn du eine Gewürznelke auf dem Zahn zerkaust.

Das Zahnfleisch kann was abbekommen haben und die Wurzel kann auch noch eine Weile Schmerzen bereiten, bevor sich die Zahnnerven beruhigen.

Antwort
von Winherby, 27

Hallo Nowikids,

Möchte meinen Zahn nicht verlieren :(

was willst Du denn mit dem toten Zahn? Der wirkt im Körper nur wie ein Fremdkörper und führt u.U. zu Abstoßerscheinungen, nämlich schlimmen Entzündungen, die sich auch gerne mal im Körper verteilen. Also raus mit dem toten Teil, - Mut zur Lücke. 

Ich hatte auch vor langer Zeit mal so eine Wurzelbehandlung, die tat mir überhaupt nicht weh, - weder während der Behandlung (wie man es oft hört), und schon erst recht danach nicht. Cirka ein Jahr später stellte der ZA an diesem Zahn eine Entzündung fest, die mir keinerlei Schmerzen machte, wie denn auch, die Nerven waren ja abgetötet. Wäre ich nicht zur Vorsorge gegangen, wäre ich noch jahrelang mit dem Entzündungsherd rumgelaufen.

 Merke: Schmerznerven = Alarmanlage / keine Schmerznerven = keine Alarmanlage !

Was entzündete Zahnwurzeln im Körper für Schäden hervorrufen können, kannst Du reichlich im Net lesen. Also, ab zum ZA und wech damit, dies ist mein Rat aufgrund eigener Erfahrung.

Kommentar von Hooks ,

Weißt Du, dann hätte ich von 2.1 bis 1.4 nur noch den Eckzahn stehen - wie sieht das denn aus?

Kommentar von Winherby ,

Kann auch von Vorteil sein, Du weisst doch: Sind die Zähne raus, hat die Zunge freies Spiel ;))

Kommentar von Hooks ,

@ Winherby:

Sag mal, können tote Zähne im Zusammenhang stehen mit Schmerzen am tractus iliotibialis? Mein Mann plädiert für Vollprothese als Allheilmittel gegen allerlei Beschwerden.

Kommentar von Winherby ,

Also wenn die Zähne in überwiegender Mehrheit einer gründlichen Sanierung bedürfen, dann kann Dein Mann sehr wohl richtig liegen.

Nach meiner Meinung gehört solch eine Wurzelbehandlung absolut dazu.

Dieser ganze "Zahnerhaltungs"-Hype ist doch eine von Zahnärzten erfundene Masche, darfst mal raten warum.  Klar, das hört sich ja auch gut an, wenn der ZA dem ahnungslosen Schmerzpatient erzählt, erkönne den Zahn erhalten.Doch welcher Aufwand jeweils nötig ist, erzählt er nicht.

 In Wahrheit verdient ein ZA dann am Zahn mehrfach. Erst mal ne kleine Plombe, später dann eine neue, größere Plombe, dann der Austausch des verbauten , alten Amalgams gegen eine Porzellan-Füllung. Später dann womöglich auch noch die Wurzelbehandlung, und zum Abschluss kommt eine Krone über die kläglichen Reste des Beisserchens. Nach ein paar Jahren müffelts dann unter der Krone heraus, mit viel Geschick wird erneut eine neue Krone eingebaut. Und dann muss der Zahn etwas später dann doch raus, wird gerne noch ein Implantat-Zahn verkauft. Haste mal mitgezählt wie oft dann ein einziger Zahn behandelt wurde? Und das dann multipliziert mit 30-34 Zähnen, da bekäm man ja schon fast einen Rohbau für. 

Daher bin ich der Ansicht, bei einer nötigen Wurzelbehandlung und auch bereits spätestens bei der zweiten nötigen Krone/Brücke sollte man sich von der Zahnruine verabschieden. Sind dann u.U. viele Zähne betroffen, ja dann weg damit und Prothese rein, da stimme ich Deinem Mann zu.

Wie ich ganz oben in meiner Antwort schrieb, hatte ich eine Entzündung an meinem wurzelbehandelten Backenzahn. Ohne die übliche Routineuntersuchung wäre ich noch wer weiss wie lange mit den beiden Eiterzysten an der Wurzelspitze rumgelaufen, denn ich hatte ohne die Alarmanlage (Wurzelnerv) keinerlei Schmerz. Auf der anderen Seite im Mund, sonst gleicher Zahn, hatte ich ein gutes Jahr vorher das gleiche Problem gehabt, kein Schmerz, der Nerv war allerdings von alleine irgendwann vorher gestorben, an der Wurzelspitze eine fette Eiterzyste. Weiss der Geier wie diese Dinger entstehen und wie lange ich den Eiterherd am Zahn hatte, denn bis dahin war ich jahrelang nicht beim ZA, -keine Zeit gehabt, die Arbeit war wichtiger (tgl. bis zu 12 Std.).  

Heute habe ich den vagen Verdacht, dass diese Eiterherde bei mir womöglich gestreut haben. Bei anderen geht das gerne mal aufs Herz, bei mir waren halt die arbeitsbedingt hochbelasteten Gelenke mein Schwachpunkt. Meine vielen Arthrosegelenke kamen auch rel.zeitgleich, das ist für mich ein gewisser Hinweis. Auch mein HA und mein Ortopäde konnten meinen Verdacht nicht ausräumen, - es sei durchaus möglich, aber nicht nachweisbar, meinten sie unabhängig voneinander. 

Daher ist die Idee Deines Mannes nicht so ganz von der Hand zu weisen, wobei ich mir jetzt nicht vorstellen kann, was da am Traktus Iliotibialis passieren kann. Unter Langläufern ist dieser "Läufermuskel" bekannt für Gemuckere. Aber eben nur durch das übertrieben viele Gelaufe. Vielleicht läuft er auf falschen Schuhen, da sind dann kurze Strecken bereits eine Qual.

Es kann aber auch mit dem Ischias zu tun haben, mit dem Hüftgelenk, mit dem Kniegelenk, sowie dem oberen Sprunggelenk. Aber auch verformte Fußknochen beinflussen die Statik negativ. 

LG

Antwort
von Hooks, 23

Ja, das kann wieder losgehen. Gehe so bald wie möglich hin zum ZA!

Meist wird dann außen am Zahnfleisch der Zahn an der Wurzel aufgebohrt, damit sie neu gefüllt werden kann. So mußt Du buchstäblich die Zähne zusammenbeißen beim Bohren.

Man überlebt das, evtl. mußt Du bei der Spritzendosierung Nachschub beantragen, so war das jedenfalls bei mir. Durch das viele Adrenalin wird das Mittel schneller abgebaut bei mir.

Antwort
von whoami, 26

Mit Stiften arbeitet heute doch kein Zahnarzt mehr, weil die Dinger nicht halten. Wechsle lieber den Zahnarzt!

Antwort
von kreuzkampus, 19

Einige Tage nach der Behandlung sind Schmerzen noch normal. Nach längerer Zeit Schmerzen und Schwellung bedeutet, falls es keine ganz anderen Gründe hat, dass die Behandlung erfolglos war. Wenn Du es aushalten kannst, dann Montag zum ZA. Es würde aber durchaus Sinn machen, am Wochenende zum Notdienst oder in eine Zahnklinik zu gehen, damit sich das noch ein anderer ZA ansehen kann.

Kommentar von Hooks ,

Notärzte beheben nur Schmerzen, "tun" tu  die nichts.

Kommentar von kreuzkampus ,

Das ist schlichtweg falsch Hooks, und das sage ich aus Erfahrung mit einer Angehörigen.

Kommentar von Hooks ,

Nunja, das ist meine Erfahrung. Mir wurde mehrfach gesagt, wir lindern nur Schmerzen, holen Sie sich einen Termin.

Am besten ruft man vorher an und fragt nach.

Kommentar von kreuzkampus ,

Ich bezweifele Deine Erfahrung nicht; aber dann beschreib' es bitte auch so. Ich war mit meiner Angehörigen bei zwei Notärzten (zwei, weil der erste Dienst abgelaufen war). Beide ZÄ haben behandelt. Im beschriebenen Fall müssen sie auch aufbohren; alles Andere wäre sinnlos.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe das nicht als Erfahrung aufgefaßt sondern als Dienstvorschrift.

"Wir Ärzte im Notdienst behandeln nicht, wir lindern nur Schmerzen."

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