Frage von NinaPeter, 66

Wurzelbehandlung eigenartig - ist der immense Schmerz normal?

Hallo ihr lieben, Ich hatte mal eine Frage zu meinem dunklen Zahn gestellt. Es stellte sich heraus, dass dieser tot ist und ich eine WB brauche. Nun haben wir begonnen.

Tat während der Behandlung etwas weh aber es war auszuhalten. Es wurde ein Medikament reingemacht und ich sollte nach 5 Wochen wieder kommen. Ich hatte keinerlei Probleme. Nicht einmal direkt nach der Behandlung.

Heute war ich wieder da. Er machte den Zahn wieder auf und fing wieder an diese "Nadeln" bis ans Ende durchzubohren. Ich habe gedacht dass ich vor schmerzen sterbe. Der Schmerz zog so extrem in den Kopf, dass ich anfing zu weinen.

So einen Schmerz habe ich selten gespürt. Direkteinstieg Spritze bekommen und dann war es ok. Nun muss ich nächste Woche direkt wieder hin.

Meine Frage lautet, ist das wirklich normal? Ist das ein Ausnahmefall oder kann das mal passieren? Der Dr. meinte, dass er gar kein Gewebe mehr finden könne und er sich die Schmerzen nicht erklären kann

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Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 47

Hallo Nina,

es hatte seinen Grund warum der Zahn einer Wurzelbehandlung unterzogen wurde. Man musste einen Entzündungsherd entfernen. Wenn man nun in den Bereich der Entzündung kommt hat man natürlich Schmerzen solang der Nerv nicht vollständig entfernt ist.

Im Normalfall bekommt man eine Spritze gegen die Schmerzen und hat danach keine Schmerzen (während der Behandlung). Wenn die Dosis evtl. zu gering war kann es allerdings doch zu Schmerzen kommen.

Nun wird man beim nächsten Termin den Zahn wieder verschliessen wenn der Entzündungsherd  weg ist. Wenn dies der Fall (Entzündung weg ist)  ist hast Du auch keine Schmerzen mehr. Also brauchst Du vor dem nächsten Termin keine Angst mehr zu haben das Gröbste ist vorbei. mit Bohrer und Feile

Wie man den Schmerz verträgt kommt auch auf den Tag an wie man körperlich und psychisch gerade drauf ist.

Das Ganze sieht in etwa so aus.

http://www.onmeda.de/g-medizin/wurzelbehandlung-362.html

Gruss Stephan

Antwort
von Winherby, 31

Hallo Nina

Mein Rat auf Grund eigener Erfahrung ist, lass den Zahn ziehen und einen Stiftzahn einbauen.


Die ganze Quälerei bringt doch nichts, der Zahn wird dadurch nicht wieder hell und schön. Der tote Zahn ist und bleibt dann eine Quelle für Entzündungen, deren auslösende Bakterien dann u. U. auch noch durch den Körper wandern und andere Organe schädigen.

Wegen dieser latenten Gefahr hat mein jetziger ZA meinen toten Backenzahn herausgeholt, ich hatte dort Bakterien und Eiterbeutel an der behandelten Wurzel. Hatte ich doch selbst nichts davon bemerkt, eben weil das Alarmsystem, der „Schmerznerv“ , zwei Jahre zuvor mit einer WB entfernt wurde.

Daher halte ich und mein ZA diese ganze Wurzelbehandlerei, mit der scheinheiligen Begründung den Zahn zu erhalten, für schwachsinnig weil gefährlich. Früher oder später muss der Zahn eh raus. Bis dahin wird durch die eifrige Wurzelbehandlerei vom ZA nur gut Geld gezogen. Deshalb: Nicht Du, sondern der ZA braucht die WB - meine Meinung.

Meine WB damals tat überhaupt nicht weh, auch danach nicht eine Sekunde.

Frage mich sowieso was denn da noch weh tun kann, wenn der Zahn wirklich tot ist, also die Nerven und Blutgefäße abgestorben sind. Wer weiß, was da bei Dir schief läuft?

Daher hol mal besser eine Zweitmeinung ein. Alles Gute, Winherby


Antwort
von Hooks, 41

Diese Nadeln sind ja kleine Feilen, die den Nerv herausfeilen sollen. Ob der Zahn doch noch nicht ganz tot war? Bist Du geröntgt worden mit der Feile darin? Manchmal macht die Wurzel einen Bogen, bei mir war das so.

Übrigens: Zahnwurzelentzündungen hängen mit Stress zusammen, weil man dann mehr Magnesium verbraucht. Dann bleibt nicht mehr genügend  Mg übrig, um die Muskulatur in Ruhe zu entspannen, so daß man dann in Ruhe vermehrt zubeißt (wie es in manchen Büchern heißt: Die Wangenmuskeln mahlen) oder kaut oder gar im Schlaf knirscht.

Dann hast Du nicht unbedingt psychische Probleme, sondern eher einen Magnesiummangel, den Du dringend beheben solltest, mind. 10 mg Mg / Tag pro kg Körpergewicht, eher mehr. Sonst läßt die nächste Wurzelentzündung nicht lange auf sich warten!


Kommentar von NinaPeter ,

Ich würde nur vor der Behandlung geröntgt. Zudem wurde ein kältetest gemacht und dabei spürte ich nichts. Das nervt mich total weil es sich um einen Schneidezahn handelt und er dunkler geworden ist:-(

Ich glaube dass ich nachts mit den Zähnen knirsche. Trage meine beissschiene aber eigentlich regelmäßig. Ich weiß nur leider nicht ob dieser extreme Schmerz wirklich normal war. Ich bin normalerweise Schmerz unempfindlich. Mache meine Füllungen auch ohne Betäubungen. Das heute war jedoch der blanke Horror!

Kommentar von Hooks ,

Warum trägst Du eine Schiene? Meinst Du, daß die das Beißen verhindert? die hindert lediglich Spuren auf dem Zahnschmelz, aber beißen tut man damit eigentlich noch mehr, um das Ding loszuwerden.

Nimm lieber Magnesium!

Magnesiummangel macht übrigens mehr schmerzempfindlich.

Antwort
von rupper, 15

Eigentlich sollte heutzutage kein Schmerz mehr während der Behandlung auftreten. Zur Not lass mal einen anderen Zahnarzt ran.

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