Frage von Zammy, 658

Wunde an der Hand, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Guten Tag Vorweg wie das ganze passiert ist

Das klingt zwar ziemlich dämmlich, ist aber so, ich habe mich letzten abend beim Kochen ziemlich tief in den Mittelfinger geschnitten, habe eine Dose Bohnen öffnen wollen, wärend ich sie aufgemacht habe bin ich allerdings abgerutscht und habe mr den deckel regelrecht in meinen Mittelfinger gerammt, das hatt ziemlich stark geblutet wehgetan hatt es an dem abend auch nicht... Nun tut es aber weh wenn ich den finger anspanne und meine hand nur leicht einknicke!

so nun zu meienr eigentlichen frage habe ordnungsgemäß meinen Chef angerufen und gesagt das ich zum Arzt gehe wegen dem finger, war dann auch eben beim Arzt, dieser hatt mich nun 3 Tage krank geschrieben, hatt gemeint das das eventuell genäht werden müsse, kein problem soweit, mit klammerstreifen die wunde zugemacht, da es das fleisch ziemlich rausgedrückt hat, und hatt einen verband drum gewickelt, so nach dem arzt habe ich dann meinem chef wieder ordnungsgemäß bescheidgegeben, und dieser hatt mich dann nach der ursache gefragt, ich habe ihm natürlich die wahrheit gesagt...

darauf hin hat er sich halt tierisch aufgeregt, und meinte das er das nicht zahlen werde... darf er das denn? er muss doch die krankmeldung annehmen oder nicht? ich mache eine ausbildung zum Gebäudereiniger, falls das relevant ist, dort arbeiten wir viel mit säure alkalien und chemie halt! laut arzt soll ich die hand ruhig halten, und mit einer hand in der gebäudereinigung arbeiten ist halt auch nicht wirklich produktiv!

aber meine eigentlich frage ist hat darfer das, mir diese krankheitstage nicht auszahlen?

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Antwort
von gerdavh, 611

Hallo, wenn Du krank geschrieben wurdest, muss er diesen Ausfall bezahlen. Da kann er sagen, was er will - der Gesetzgeber ist da auf Deiner Seite. Schicke auf jeden Fall noch heute (falls nicht bereits geschehen) Deine Krankmeldung an Deine Krankenversicherung und an den AG ab, dann bist Du auf der sicheren Seite. Wenn die Wunde so tief war, dass sie genäht wurde, darfst Du derartige Tätigkeiten ausführen. Wegen diesem AG würde ich auf keinen Fall eine Sepsis riskieren. lg Gerda

Kommentar von Zammy ,

danke für die schnelle antwort :) Wie gesagt der Arzt meinte, ich solle mir die wunde nach 3-4 tagen nocheinmal ansehen ob sie zugewachsen ist, er hatt mir auch das nötige verbandszeug mitgegeben um es dann wieder neu zu verbinden, wenn dies allerdinsg nicht der fall ist solle ich doch am Montag nochmal zum arzt da es dann genäht werden müsse hatt der arzt gesagt!

mfg Zammy

Kommentar von gerdavh ,

Jetzt wundere ich mich nur über komische AG, sondern auch über seltsame Ärzte. Warum hat er das nicht gleich genäht? Wenn die Wundränder erstmal in drei Tagen weit auseinander stehen, wie will er da im nachhinein nähen? Aus der Chirurgie kenne ich das so: Wenn eine Wunde sehr, sehr tief ist und daher die Gefahr einer Sepsis besteht, wird sofort genäht oder zumindest mit Klammerpflaster geklebt. Wo lebst Du denn, wenn ich mal fragen darf? Was machst Du denn bezügl. Wundheilung?

Kommentar von Nic129 ,

Ohje... Wo ist das Problem, eine Wunde über die Zeitregel hinaus noch zu nähen? Einfach die Wundränder wieder anfrischen und dann nähen. Das ist alles kein Problem. Sollte es doch zu einem Problem in Folge der verspäteten Naht geben, wird die Naht geöffnet und eine sekundäre Wundheilung angestrebt.

Tiefe, Breite, Wunde... Das magische Rezept zur Entscheidung, ob genäht werden muss oder nicht. Viele Wunden müssen gar nicht erst genäht werden. Da reichen Strips oder Kleber vollkommen aus.

Da die Wunde der/des Fragestellers/in problemlos zusammengezogen werden konnte, reicht primär Klammer und Verband aus. Da braucht man keinen großen Aufwand für zu betreiben. Alles andere wäre erst einmal vollkommen unnötig.

Kommentar von gerdavh ,

Habe mich verschrieben: Es soll heißen "Keine derartigen Tätigkeiten ausführen." Vor allem wegen der Chemikalien, mit denen Du in Kontakt kämest. Nebenbei bemerkt ist eine Krankmeldung von drei Tagen reichlich knapp bemessen.

Antwort
von Nic129, 472

Moin,

Sie hatten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Wieso, weshalb und warum, geht Ihren Chef nichts an. Sie hätten Ihrem Chef noch nicht einmal eine Antwort darauf geben müssen, dazu sind Sie nicht verpflichtet. Was die Bezahlung angeht: er wird Sie für die krankgeschriebenen Tage bezahlen müssen. Da führt kein Weg dran vorbei. Wenn er es nicht macht, haben Sie auf dem gerichtlichen Weg ausgezeichnete Erfolge - sofern Sie diesen Weg einschlagen würden und natürlich unter der Voraussetzung, er macht seine Ankündigung wahr.

Viele Grüße

Kommentar von gerdavh ,

Das ist schon richtig, dass er das seinem Chef nicht hätte sagen müssen. Aber wie seltsam kommt das denn an, wenn man auf Anfrage sagt: "Das sage ich Ihnen nicht". Schließlich muss er in Zukunft bei diesem Mensch seine Ausbildung machen. Ein anständiger AG hätte einfach gar nicht gefragt.

Kommentar von Nic129 ,

Das ist doch Jacke wie Hose, wie sich das anhört. Fakt ist, den Chef geht es nichts an. Da kann er auch hundert Mal fragen. Mit so einem Blödsinn würde ich mich gar nicht abgeben. Was die Gesundheit betrifft, da hat der Chef die Füße still zu halten.

Ergo: wer doofe Fragen stellt (in diesem Fall der Chef), dem gehören auch doofe Antworten verpasst.

Naja.. Die Arbeitgeber kümmern sich immer um das, worum sie sich eigentlich nicht kümmern sollten. Da gehört ständiges Nachfragen über Gründe der Arbeitsunfähigkeit zur Tagesordnung. Von daher müsste man dann sagen: 98% der Arbeitgeber sind nicht anständig.

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