Frage von krebsbln, 6

Würde mir ein Antidepressiva helfen ? was meint ihr

Hallo

Ich bin 28 und habe seit meiner Jugend gesundheitliche Probleme wie zb Hashimoto Thyreoditis oder auch Multiple Sklerose aber am meisten zu schaffen machen mir die anscheindend psychsichen Probleme

Seit meiner Jugend hab ich mit Ängsten zu tun mal mehr mal weniger und meisten situationsbedingt ... das ässert sich meistens durch Schwindel und Konzentrationsprobleme ... oder das Gefühl umzukippen , nicht klar denken zu können

Ich arbeite leider zudem auch seit 13 Jahren im Handel und hab da ordentlich Stress :/

Ich habe schon 9 Monate Verhaltenstherapie gemacht, was mir auch gut geholfen hat ... mache viel sport wenn ich mich körperlich gut fühle und es kann ... aber die Probleme verschwinden nicht wirklich es wird nur leichter sie zu ertragen ..... dazu kommt das Problem egal wie oft ich mich einer situation aussetze und stelle .... die Symptome verschwinden nie ganz sie werden besser ... aber wenn ich dann zb 1-2 wochen die situation nicht mehr habe und sie dann wieder kommt dann ist der trainingseffekt gleich null als ob ich mich der situations nie ausgesetzt hätte :/

Und nun hab ich über ein Antidepressiva nachgedacht weil ich sowas noch nie genommen hab ... bis jetzt immer nur situationbedingt Benzodiazepine und ich würde mich in Arsch beissen wenn ich dann irgendwann mal mit bekomme das mit ein AD geholfen hätte ich es aber aus Angst oder was auch immer nicht genommen habe

Was meint ihr macht das Sinn bei mir :/

Danke

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Antwort
von gerdavh, 4

Hallo, @schanny hat recht - Antidepressiva helfen nicht unbedingt gegen Ängste. Vielleicht solltest Du noch mal mit Deinem HA darüber sprechen, ob nicht eine weitere Behandlung bei einem Psychotherapeut angebrachter wäre. Da wir Dich nicht so gut kennen, ist es schwierig hier eine Aussage zu machen, inwiefern Dir Antidepressiva helfen könnten. Natürlich gibt es auch einige Medikamente, die gegen Ängste ansteuern, aber die meisten haben auch entsprechende Nebenwirkungen. Du solltest das mit Deinem Hausarzt und mit dem jetzigen Therapeuten besprechen. Alles Gute. Gerda

Antwort
von bobbys, 4

Hallo ,

AD können dir sehr wohl helfen und sie machen auch nicht abhängig wie die Beruhigungsmittel(Benzodiazepine). Das du schon eine Verhaltenstherapie gemacht hast ist sehr gut ,aber wäre sicherlich in Verbindung mit AD erfolgreicher gewesen. Wie du selbst schreibst sind die Ängste immer noch da,deshalb empfehle ich dir noch mal mit deinem Neurologen/Psychiater zu sprechen.AD haben anfänglich auch einige Nebenwirkungen,aber daran gewöhnt man sich sehr schnell und sie verschaffen auch mehr Lebensqualität und um genau diese geht es.Ich bin froh das es solche Medikamente gibt:)Man kann sie auch individuell anpassen und auch wieder ausschleichen unter ärztlicher Anleitung.

Es gibt nichts schlimmeres wie ständig die Ängste durchleben zu müssen:(und auch die depressiven Phasen.

Alles Gute wünscht dir Bobbys :)

Antwort
von Shivania, 4

Wenn Psychotherapie nicht so gut hilft gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die unangenehmen Gefühle daher kommen, dass der Körper nicht die nötigen Bausteine hat, um die Hormone herzustellen. Entweder deswegen, weil Mineralien & Vitamine fehlen - oder deswegen weil zuviel Streß besteht und die Verdauung die Nahrung nicht richtig aufschließen kann.

Also bitte unbedingt:

  1. Beim Arzt ein Blutbild machen lassen und fehlende Mineralien & Vitamine substituieren.

  2. Das Eßverhalten entstressen! In Ruhe essen, keine Problemgespräche zu Tisch, nur gute Nahrung essen, sich genügend Zeit lassen, Essen genießen, genügend Pausen machen, auch nach dem Essen noch ein wenig Pause machen (am besten einen kleinen Spaziergang). Der Vagus-Nerv (der für die Verdauung verantwortlich ist) arbeitet nur in der Entspannung!

  3. Falls Sie Blähungen haben besprechen Sie mit dem Arzt ob es nicht gut sein könnte, für eine gewisse Zeit Magensäurekapseln zu nehmen. Unter Streß produziert der Magen zu wenig Magensäure, Eiweiß kann nicht aufgeschlossen werden, Aminosäuren fehlen dem Körper um Enzyme & Hormone herzustellen (Schilddrüse und andere Hormondrüsen) und er ist belastet durch die nicht zersetzten Eiweiße im Verdauungsapparat - diese blähen und machen müde. Wenn das Eßverhalten entstreßt wurde kann auf die Magensäurekapseln wieder verzichtet werden.

  4. Vielleicht wäre es gut, mal einen Traumatherapeuten aufzusuchen, der z.B. in EMDR ausgebildet ist. Mit diesem Verfahren können emotionale Traumata gelöst werden. Die können auch verantwortlich sein für solche Ängste, die sich durch Gespräche bisher nicht haben lösen lassen. Bitte beim Psychotherapeuten ansprechen oder gleich einen suchen, der in EMDR ausgebildet ist.

Das ist alles ein wenig aufwändiger als eine Pille einzuwerfen - wird aber auf die Dauer wohl mehr bringen.

Antwort
von schanny, 3

Gegen Ängste helfen nicht wirklich Antidepressiva. Sprech mit Deinem Psychotherapeuten darüber, ob er sowas als sinnvoll erachten würde, er kann Deine Situation besser einschätzen. Vielleicht ist Deine Schilddrüse nicht richtig eingestellt, normalerweise helfen Angsttherapien.

Antwort
von Ostsee31, 3
Was meint ihr macht das Sinn bei mir :/

Es liegt nicht an Fremden so eine Entscheidung für dich zu treffen! Das entscheidest DU und der Arzt der dir bei Bedarf eine Dauermedikation anordnet und genau mit dem solltest du auch deine Bedenken besprechen um eine objektive Einschätzung zu deiner individuellen Situation zu erhalten.

Antwort
von bethmannchen, 3

Ich meine, dass AD nicht besonders ratsam sind. Sie qürden dazu führen, dass du dich besser fühlst, aber es wird die nicht besser gehen. Das wäre so, als würde man bei Zahnschmerzen nur Schmerzmittel nehmen. Das zugrunde liegende Zahnproblem wird nicht kuriert, man merkt nur nicht mehr, dass da was nicht stimmt.

AD wirken außerdem auf das Hormonsystem. Bei vielen AD tritt die volle Wirkung erst nach einigen Tagen bis Wochen ein. Das dürfte daran liegen, dass sich das Gehingewebe erst neurophysiologisch anpassen muss, was eine gewisse Zeit dauert. Dazu gehören Veränderungen in der Empfindlichkeit und Häufigkeit von Rezeptoren und ähnlicher Strukturen. Eine dauerhafte Besserung tritt daher indirekt durch zellulärer Anpassungsprozesse bei gleichbleibendem Wirkstoffspiegel auf.

Ob das in deinem Fall so gut ist, wäre abzuklären.

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