Frage von Lytecia, 6

Woran liegt, es dass die Lebenserwartung immer weiter steigt?

Ist es die veränderte Ernährung oder die bessere medizinische Betreuung? Früher waren die Menschen mit 60 wirklich alt. Heutzutage fahren 80 jährige noch selber Auto und gehen tanzen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gerdavh, 6

Hallo, lt. Statistik ist in den letzten 50 Jahren die Lebenserwartung, besonders bei Frauen, deutlich angestiegen. Grund hierfür ist die bessere Ernährung, bessere medikamentöse Behandlung und natürlich auch die bessere Versorgung, was moderne Operationstechniken betrifft. Frauen gehen weit häufiger zum Arzt zur Vorsorge (deshalb werden sie von den privaten Krankenkassen ja auch deutlich höher beim Beitrag eingestuft). Hinzu kommt natürlich auch noch die Tatsache, dass immer mehr Menschen Berufe als Schreibtischtäter haben. Das ist zwar inzwischen auch recht häufig stressig, aber körperlich nicht so abnutzend (mir fällt gerade keine bessere Formulierung ein). Bezüglich der 80jährigen, die noch Auto fahren, muss ich leider sagen. Mein Vater fährt auch noch mit dem eigenen PKW, ist 86 Jahre alt und wundert sich, dass die Leute so oft hinter ihm hupen - ich weiß warum! Aber das ist ein Thema für sich. Grüße Gerda

Kommentar von rulamann ,

Auch mit 86 ist man froh noch mobil zu sein:-)))

Kommentar von pferdezahn ,

Das kann man allerdings sein!

Kommentar von pferdezahn ,

Die Ernaehrung ist keinesfalls besser geworden, eher schlechter. Es gibt immer mehr denaturierte Lebensmittel und fast food Buden.

Kommentar von bethmannchen ,

Das einzige, was sich in puncto Ernährung verschlimmbessert hat ist wohl die Tatsache, dass in den Industrienationen zwar niemand mehr verhungert, aber wohl im gleichen Verhältnis mehr unvernünftige Dicke unterwegs sind.

Ich warte ja schon lange auf die Einführung von Regeln wie etwa:

Besteht für das Übergewicht eines Patienten keine medizinisch nachgewisene Ursache wird ihm bei einer durch das Übergewicht bedingten Erkrankung eine Frist gesetzt, bis zu deren Ablauf er eine definierte Menge an Gewicht verloren haben muss. Packt er das nicht, muss er seine Behandlung selbst bezahlen oder höhere Krankenkassenbeiträge zahlen. Das könnte dann auch ausgeweitet werden auf rauchende Asthmapatienten usw.

Antwort
von Mahut, 4

Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, als die männlichen Bekannten von meiner Oma in Rente gingen, ein paar Monate waren sie zu hause und dann am von den Frauen eine Trauerkarte, die Männer sind an einer Herzerkrankung gestorben, mir wäre es auch fast passiert, aber ich habe der Rentenkasse ein Schnippchen geschlagen, weil man meine Herzerkrankung gerade noch rechtzeitig erkannt hat und mir eine neue Herzklappe eingesetzt hat, jetzt bin ich wieder ganz gesund und habe vor 100 Jahre alt zu werden. Die Chance habe ic, da ich ansonsten keine Erkrankungen habe.

Kommentar von pferdezahn ,

Die Rente ist ja gut eingeteilt, naemlich 1/3 geht gesund in die Rente, 1/3 geht krank in die Rente, und 1/3 erreicht das Rentenalter erst gar nicht.

Antwort
von biggigersten, 3

Hallo,

also ein Thema ist natürlich auch die Nahrung. Immer mehr achten auf die Gesundheit, weil man auch im Alter noch sehr fit sein möchte. Wer will schließlich nur Bettlägrig sein? Als mein Arzt mir erzählte das mir wichtige Vitamine fehlen, dachte ich nur, naja wie soll ich das denn alles zu mir nehmen, wenn ich bestimme Sachen gar nicht esse? Darauf bin ich auf Recherche und hab Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert. Diese habe ich unter http://www.decouvie.com/ bestellt und fühle mich heute wesentlich wohler als noch vor 2 Monaten. Also versucht mal eine andere Ernährung mit viel Bewegung. Auch wenn man es nicht glauben will, sowas hilft.

Antwort
von bethmannchen, 3

Früher waren die Menschen mit 60 wirklich alt,

Sie waren abgearbeitet, ausgepowert. Früher haben die Menschen auch noch richtig mit Muskelkraft malochen müssen, und zwar 48 Stunden jede Woche. 1956 wurde die 40-Stunden Woche für die Zigarettenindustrie als erster Branche vereinbart. 1965 in der Druckindustrie, 1967 folgte die Metallindustrie und die Holzverarbeitung. Sie wurde 1969 in der Bauindustrie, 1970 bei Chemie, Papier und Textil, 1971 im Einzelhandel, 1973 bei den Versicherungen, 1974 bei den Banken und im öffentlichen Dienst eingeführt. Erst 1983 folgte die Landwirtschaft.

Die großen Maschinen, Transportmittel und Werkzeuge, die wir heute für jede körperliche Arbeit einsetzen, gibt es noch gar nicht so lange, wie man denkt. Wo heute mal eben ein kleiner Bagger zum Einsatz kommt, haben vor 50 Jahren noch 10 Mann mit Schaufeln im Takt geschippt... 1956 wurde z.B. der Schiffscontainer eingeführt, aber noch bis Ende der 60-er Jahre wurden Schiffe Sack für Sack, Kiste für Kiste, Fass für Fass mit relativ kleinen Ladekränen und von Menschen beladen und gelöscht.

Die Herbstferien der Kinder waren früher die "Kartoffelferien". Die Kartoffelroder waren noch nicht so effizient. Da wurde bis etwa 1960 noch mit Forken von Hand nachgerodet. Da haben Hausfrauen und Kinder gegen den Wintervorrat an Kartoffeln der Familie als Bezahlung geackert.

Die medizinischen Möglichkeiten haben sich parallel dazu ebenfalls weiterentwickelt. 1945 wurde Penicillin entdeckt. Bis dahin konnte man an einer Blinddarmentzündung oder einem entzündeten Zahn noch sterben. 1967 erste erfolgreiche Herztransplantation, (heutzutage fast 400 X jährlich allein in Deutschland). Heute sind medizinisch Dinge möglich, von denen man früher nur geträumt hätte. Allein die Schwangerenfürsorge heutzutage minimiert viele Risiken, die früher mit einer Schwangerschaft verbunden waren. Viele Frühgeborene Babys werden erfolgreich aufgepäppelt, die früher einfach gestorben wären.

Die heutzutage wesentlich bessere Wohnsituation, Gesundheitsvorsorge durch Impfungen, Zugang zu Medizinischer Behandlung, bessere Reinigungs- und Hygienemittel, Insektizide, Pestizide, all dies zusammengenommen, haben viele Erkrankungsmöglichkeiten von einst auf ein Minimum reduziert. Jeder überlebende Säugling mehr, jede erfolgreich durchgeführte Behandlung einer schweren Krankheit, jede erfolgreiche Operation, jede bessere medikamentöse Behandlung von chronischen Krankheiten erhöht die Lebenserwartung der Bevölkerung.

Was jetzt an Menschen ins Rentenalter kommt, ist nach dem zweiten Weltkrieg geboren und in einer immer "bequemer" gewordenen Welt aufgewachsen. Durchschnittlich werden immer weniger schwere Krankheiten durchgemacht, können viel mehr Krankheiten kuriert werden, haben sich die Behandlungsmöglichkeiten für chronisch Erkrankte verbessert. Wir kommen insgesamt gesehen "gesunder" durch das Leben. Damit haben immer mehr Menschen die Chance ein hohes Alter zu erreichen.

Ob es aber jedem gefällt hundert Jahre alt zu werden? Alter bleibt immer noch eine relative Größe. Wer mit 90 geistig und körperlich fit ist, kann gerne noch selbst Autofahren oder sonst etwas machen, das ihm Spaß bringt, er ist ja über 18.

Antwort
von StephanZehnt, 3

Hallo Lytecia,

ich glaube nicht das die Lebenserwartung insgesamt steigt. Wir haben eine deutliche Zunahme von so genannten Zivilisationskrankheiten. Nun soll die Rente mit 67 auch nicht mehr reichen also Rente mit 75J.. Nun solche Erkrankungen wie Burn Out kannte man früher nicht.

Es wird eine kleine Gruppe geben die wirklich alt wird wie Johannes Heesters udgl.. Aber der Normalsterbliche wird froh sein wenn er 75J. wird und nicht vorher stirbt an Krebs odgl. dank genveränderter Lebensmittel (Monsanto und Co).

VG Stephan

Antwort
von pferdezahn, 3

Unsere Ernaehrung, bzw. das Nahrungsangebot war noch nie so gut wie heute, und noch nie so schlecht. Stelle Dir nur Mal vor, aus irgend einem Grund gaebe es keine Medikamente mehr, was meinst Du, was es dann fuer ein Massensterben gaebe.

Kommentar von bethmannchen ,

Ohne die Krücken Krankenkasse, Medikamente, Chirurgie, Therapie und perfekte Logistik der Lebensmittelindustrie würde unsere Lebenserwartung wirklich alt aussehen. Ohne dies würde so manch ein Rentner nicht mehr unter uns weilen, so mancher Behinderte gar nicht auf der Welt sein...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community