Frage von Hauptmann 13.02.2012

Woran erkennt man, ob ein Neugeborenes ein SCHREIBABY ist?

  • Antwort von totalschaden 13.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hi, also mein patenkind war ein schreikind! jetzt wird er 4 und ist ein wahrer sonnenschein. als säugling war es einfach unerträglich mit ihm. er hat wirklich extrem viel geschrien, obwohl er satt, sauber und augenscheinlich "gesund" war. meine schwester war mit ihm bei der schreisprechstunde. dort hat sie zum glück einige hilfreiche tipps bekommen. so war z.b. das hauptproblem, dass mein neffe einfach zu viele reize aufgenommen hat. zusätzlich wurde bei ihm das KISS-syndrom diagnostiziert und sie war mit ihm beim osteopathen. das hat auch etwas geholfen, aber leider auch keine wunder vollbracht. das schwierige ist, dass man selbst die nerven am ende hat. man kann irgenwann diese "schreifrequenz" nicht mehr ertragen. deshalb ist es sehr wichtig, dass man sich frühzeitig hilfe sucht und dafür sorgt, dass man selbst auch mal abschalten kann.

  • Antwort von Pfefferminz 13.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die meisten Schreikinder entlarft man als nicht-gut-in-den-Schlaf-kommen-Kinder. Da gibt es das tolle Buch, jedes Kind kann schlafen lernen.

    Oft werde kleine Fehlerchen der Eltern gemacht. Ein Kind wird dort hingelegt, wo es nicht nur einschlafen, sondern auch weiterschlafen kann. Eine Umbettung während des Schlafens, läßt die Kinder oft wieder aufwachen.

    Pucken hilft zum Einschlafen, laßt es euch am besten von eurer Hebamme zeigen.

    Zur kalten Winterzeit können Neugeborene auch schnell auskühlen, und schlafen deshalb nicht gut, die Füßchen müssen daher immer warm sein.

    Sollte das alles nichts bringen, solltet ihr abklären, ob es sich eventuell um ein KISS Kind handelt, soll heißen, der erste Halswirbel kann sich unter der Geburt verkantet haben, sehr häufig nach Kaiserschnitt oder Zangen/ Saugglockengeburten der Fall.

    http://www.dr-goehmann.de/saeuglinge_und_kleinkinder.html

    Nach meiner Erfahrung, lösen sich spätestens da alle Probleme auf. Alles Gute

  • Antwort von Tatzee 13.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Definition Schreibaby

    Mit dem umgangssprachlichen Begriff Schreibaby werden Kinder bezeichnet, die übermäßig häufig und lange („exzessiv“) schreien, obwohl hierfür kein Grund ersichtlich ist. Experten sprechen von der 3er-Regel, die besagt, dass es sich um exzessives Schreien handelt, wenn das Baby •mindestens an 3 Tagen pro Woche •über 3 Stunden täglich schreit und •dieses Verhalten länger als 3 Wochen anhält

    Wie sinnvoll derartige Definitionen sind, wird oft diskutiert. Sie bieten zumindest einen guten Anhaltspunkt, doch mindestens ebenso wichtig ist, wie Sie sich als Eltern fühlen. Sobald Sie die Situation als belastend oder problematisch empfinden, Sie Gefühle der Hilflosigkeit oder Verzweiflung erleben, sollten Sie sich Hilfe suchen.

    Symptome

    Es gibt typische Merkmale, die bei den meisten Schreibabys wiederzufinden sind. Dazu gehören: •häufiges Quengeln •generelle Unzufriedenheit •sehr forderndes Verhalten •schwer vorhersehbares Verhalten •niedrige Reizschwelle •leicht aus der Ruhe zu bringen •schwer zu beruhigen und zu trösten •motorische Unruhe & Anspannung •Schlafstörungen •Übermüdung

    Beim lang anhaltendem Schreien weisen die Babys ebenfalls typische Merkmale auf: •erhöhte Muskelanspannung •geblähter Bauch •rötliche Hautverfärbung

    Viele so genannte Schreibabys haben außerdem ständig das Bedürfnis, gestillt zu werden. Wenn Sie gestillt werden, trinken sie oft sehr energisch und zeigen auch in anderen Bereichen intensiveres Verhalten als andere Babys (z.B. beim Lachen).

    Häufigkeit & Verlauf

    Wenn Ihr Kind unter dauerhaften Schreiattacken leidet, seien Sie sich gewiss: Sie sind nicht alleine! Das oft anfallsartige Schreien und die länger anhaltende Unruhe tritt in der Regel schon in der zweiten Lebenswoche auf. Bis zur sechsten Lebenswoche steigert sich die Häufigkeit und auch die Intensität der Schreiepisoden zunehmend. In den ersten drei Lebensmonaten sind bis zu 29% aller Säuglinge von dem Phänomen betroffen. Auch wenn sich in den meisten Fällen das Schreiverhalten nach 3-4 Monaten auf ein normales Maß zurückbildet, bleibt es bei ungefähr 8% der Babys darüber hinaus bestehen

    Quelle: http://www.schreibabys.info/ist-mein-kind-ein-schreibaby.html

  • Antwort von Oliviaoel 19.02.2012

    Hallo Hauptmann,

    Tatztee hat dir eine tolle Antwort gegeben. Es ist wirklich schwierig hier eine klare Definition zu finden. Meine Tochter hat 5 Monate lang kaum geschlafen und wirklich sehr viel geschrieen. Meist 1-2 Stunden am Stück und mit 10-20 minütigen erschöpften Schläfchen dazwischen bevor es wieder weiter ging. Demnach war sie kein Schreibaby. Aber trotzdem hat sie wenn sie nicht kurzzeitig geschlafen hat geschrieen... Mir hat das Buch "das glücklichste Baby der Welt" wirklich sehr, sehr, sehr geholfen. Denn es gab Tage an denen war ich dem Zusammenbruch sehr nahe und habe weinend versucht mein kleines Mäuschen zu beruhigen.

    Alles Gute!

  • Antwort von Wunderkind 15.02.2012

    Wenn ein Kind trotz guter Ernährung und guter Versorgung durch eine feste Bezugsperson sehr viel, sehr häufig und scheinbar ohne Grund schreit, ist es ein Schreibaby. Der Kinderarzt kennt sich da aber gut aus und kann bestimmt den einen oder anderen Tip geben, wie die Mutter damit umgehen kann, damit sie nicht zu sehr damit strapaziert wird.

  • Antwort von badboybike 13.02.2012

    Na ja.... einfachste Methode das rauszufinden: Ohren auf! Dann hörst du es.

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