Frage von JensStuttgart, 30

Wirken Antibiotika nur bei bakteriell-bedingten Durchfällen?

Hallo!

Mein Dobermann hat vor vier Tagen ziemlich heftigen Durchfall gehabt. Der Kot war flüssig und hat extrem faulig gestunken, danach fing sein Bauch an zu blubbern, übergeben hat er sich aber nicht. Am darauffolgenden Tag wurde es dann trotz Futterpause schlimmer. Da hat er fast alle zwei Stunden nur Wasser und Blut ausgeschieden. Das Blut war hell und frisch. Ich bin dann am nächsten Morgen sofort mit ihm zum Tierarzt und habe eine Stuhlprobe, sowie Fotos der Ausscheidungen mitgenommen. Der TA hat sich den Hund angeguckt, aufs Zahnfleisch gedrückt (Blutverlust), die Körpertemperatur und den Blutdruck gemessen – alles normal - auch keine Ermüdungserscheinungen .Appetit und Trinkverhalten waren/sind nicht beeinträchtigt

Der TA hat mir dann gesagt, man brauch die Kotprobe nicht einzuschicken, da er sich ziemlich sicher sei, dass mein Hund draußen wohl etwas Schlechtes gefressen hätte. Er hat mir dann ein Antibiotikum (Flagyl), Probiotika und einen Protonenpumpenhemmer (Omeprazol) mitgegeben, für jeweils 5 Tage. Nach der ersten Vergabe sind die Wasserdurchfälle, die Blutungen und die Magengeräusche innerhalb von 24 Stunden komplett verschwunden Der Kot stinkt auch nicht mehr faulig. Er ist weiterhin vital und man sieht ihm nichts an – so weit so gut…

Allerdings bereiten mir drei Dinge Kopfschmerzen und deshalb bitte ich Euch, um Euren Rat:

1. TEUFELSKREIS: Die Ausscheidungen sind auch nach 48 Stunden immer noch sehr weich und breiartig, was mich besorgt, weil ich nicht will, dass nach der letzten Antibiotikavergabe alles wieder von vorn anfängt und wir in einen Teufelskreis hineingeraten. Kann es vielleicht sein, dass der Protonenpumpenhemmer daran Schuld ist? Oder liegt es am Essen? Ich füttere auf Anweisung des TA momentan nur weich gekochten Reis und Huhn. Wann kann ich anfangen, ihm wieder richtiges Essen zu geben, ohne den Magen/Darm zu überlasten?

  1. KRANKHEITSURSACHE: Ich kann mich nicht daran erinnern, ob er irgendwas vom Boden aufgeschnappt und gefressen hat – möglich ist es aber. Ich vermute, dass es sich um eine bakterielle Infektion gehandelt haben muss, da ja ansonsten das Antibiotikum nicht so gut angeschlagen hätte und Antibiotika wirken ja nun mal ausschließlich gegen Bakterien – es muss also eine bakterielle Geschichte gewesen sein oder irre ich mich? Ich mein, bei einem Virus, einer Vergiftung oder einer allergischen Reaktion wirken Antibiotika nicht, insofern kann es doch nur eine bakterielle Infektion gewesen sein, was denkt Ihr?

  2. FUTTERUMSTELLUNG: Sein Barf-Futter habe ich nicht verändert, jedoch begann ich vor ca. 4 Wochen, meinem Hund ein hochwertiges Nassfutter zum Frühstück zu geben (abends und mittags barf). Das hat er soweit sehr gut vertagen. Kann es eventuell trotzdem sein, dass dieser akute Hardcore-Blut-Durchfall durch einen Inhaltsstoff im Nassfutter verursacht wurde, zwar nicht sofort, aber im Laufe der Zeit!?! Oder kann man das getrost ausschließen?

Antwort
von Mahut, 13

Ich denke du solltest auf eine Seite für Tiergesundheit gehen, wir sind hier zwar auch für die Gesundheit zuständig, aber für Menschen.

Aber die Frage nach Bakterien im Darm kann ich dir in sofern beantworten, als das der Darm normal voller Bakterien ist.

Ich glaube dein Hund hat irgendwas gefressen was er nicht vertragen hat, irgendwo aufgelesen und du hast es nicht mitgekommenen.

Antwort
von Katze2025, 3

Ach! Schokolade ist Gift für Hunde, nicht das sich ein Stück in sein Maul verirrt hat? 

Antwort
von Katze2025, 3

Hallöchen!

Ich kenn dieses Problem zu gut! Unser Hund reagiert genauso auf Futterumstellungen, auch wenn diese gering sind! 

Ich kann nur wärmstens empfehlen Getreidefrei zu Füttern und auch beim Nassfutter auf das für "sensible" zurück zu greifen, da nur Trockenfütterung die Tiere empfindlicher machen kann. Lieber langsam an die Sache herangehen!

Zum Thema:

1. Füttere deinen Hund wieder trocken und ggf mit etwas verkochtem Reis falls es nicht wirkt. Das entzieht dem Kot die Flüssigkeit und Reis können Hunde ohne Probleme verdauen. 

2. Ja leider reagiert nicht jeder Hund sofort auf eine Futterumstellung. Es ist ein langfristiger Prozess manchmal und fällt einem dann quasi auf wenn es zu spät isz.

3. Wenn sich dein Hund im Verhalten nicht geändert hat (wirkt nervös/unruhig zB) dann würde ich vorerst nicht von einem Virus o.ä. ausgehen.

4. Jedoch! Wenn sich die Situation nicht innerhalb 1-2 Wochen verbessert geh bitte zum Arzt! Ggf ein Blutbild/Kotuntersuchung machen lassen. Notfalls auf Nachdruck. Meine Nachbarin hat ihren Hund verloren, weil der Arzt sagte "er hat nichts"

Liebe Grüße und gute Besserung deinem Hund!!

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