Wird durch Narkosen Demenz noch verschlimmert?
Wird durch Narkosen Demenz noch verschlimmert? Es müsste nach einem Beinbruch eine Schraube aus dem Bein entfernt werden. Und irgendwie ist die Demenz seit der Bein-OP gravierend schlimmer geworden... Besteht ein Zusammenhang? Lieber auf Schraubenentfernung verzichten???
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Ich finde auch, dass Narkosen den grauen Zellen nicht gut tun und ich würde sogar behaupten, das es wie mit einem Alkoholvollrausch wäre. Es gehen Zellen zugrunde, bei einem gesunden Menschen werden die Aufgaben von anderen Zellen übernommen, aber bei einem Demenzkranken wäre ich mir da nicht sicher. Es gibt aber die Möglichkeit eine andere Narkoseform zu nutzen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise durch eine Rückenmarksnarkose oder eine Blocknarkose direkt an den Femoralisnerven. Die Schraube zu entfernen ist ja nicht weiter dramatisch.
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rustikal formuliert von francis ;-) aber ich muß ihr beipflichten.
Ich habe mich selber nach einigen OP's zeitweise wochenlang an keine einzige EC-Karten-Pin mehr erinnern können, egal wie oft ich sie wieder nachgelesen habe, und meinen Vater hat es nach einer umfangreichen Narkose auch auch sprübar erwischt, was die geistige Leistung angeht.
Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass Demenz und Narkose unmittelbar korrelieren, aber ich habe den subjektiven EIndruck, dass Vollnarkosen dem Gehirn nicht gerade guttun.
Wenn die unschädliche Möglichkeit besteht die Schrauben drin zu lassen, würde ich vielleicht auch auf eine weitere Narkose verzichten.
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Inwieweit ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass einer bestehen muss. Meine Mutter wurde nach jeder OP etwas blöder im Kopf (ich muss es leider so sagen) und vor der letzten haben wir sie gerade so abhalten können.
Ein Anästhesist meinte mal zu mir, eine Narkose wäre ja nicht schlimm. Klar für einen ansonsten gesunden Menschen vielleicht nicht. Aber für einen Patienten, der viele Baustellen hat, ist es doch etwas anderes.
Wenn ich ehrlich bin: holt euch den Rat von einem Chirurgen, der die Schraube nicht eingesetzt hat und fragt ihn, ob sie unbedingt wieder entfernt werden muss. Falls es keinen Grund gibt, außer dass sie nicht mehr benötigt wird, verzichtet drauf. Es sei denn, die Lebensqualität wird dadurch sehr eingeschränkt.
Dann muss aber eine sehr sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwegung erfolgen.
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ich kann dir auch nur abraten, wenn es aus medizinischer Sicht nicht unbedingt erforderlich ist, lasst die Schraube da wo sie ist. ein Anästesist wird dir natürlich sagen, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen Demenz und Narkotika. Aber ich habe es auch bei meinem Vater erlebt, das die Verwirrtheit drastisch zugenommen hat nach der OP. Es gab eine kleine Besserung nach Monaten,aber irgendwie nicht wieder so wie vorher.