Frage von NeueHuefte80, 65

Wird die Knochensubstanz vor einer Hüft TEP untersucht?

Hallo, wer kann mir ein paar Fragen zum Thema Hüft TEP beantworten? Bei mir wurde ien Hüftkrankheit festgestellt, die so fortgeschritten ist, das man außer einer künstl. Hüfte nix mehr machen kann, einer OP aber hab ich so aber noch nicht ins Auge geschaut, soll heißen noch nicht drüber nachgedacht. Die Diagnose hab ich aber jetzt schon 3 Jahre und esser wird es mit den Schmerzen auch nicht, eher schlimmer und jeden Tag starke Schmerzmittel einzunehmen wird zunehmend auch zur Belastung. Also muss ich mich allmählich so wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden das machen zu lassen (auch wenn ich schon das ein oder andere Video live auf You Tube vom Rande des OP Tisches bestaunen konnte). Naja,wie dem auch sei, meine Frage die ich stellen will lautet folgendermaßen. Wird vor so einer OP noch eine Untersuchung gemacht, bei der festgestellt wird, ob ein künstl. Gelenk überhaupt noch Halt im Knochen findet, weil ich Bedenken habe, das meine Knochenmasse schon so weit zersetzt und morsch ist, das eine OP sowieso keinen Erfolg mehr hat, da dies meist der Fall ist, bei der Krankheit, welche ich leider habe (Hüftkopfnekrose u. Hüftarthrose). Nicht das man mir den Hüftkopf mit dieser Knochensäge wegsägt und hinterher feststellt, man hat für die Prothese kein Futter mehr zur Verfügung, weil meine Knochensubstanz die Festigkeit eines Knäckebrotes hat. Auf die Frage hätte ich gerne eine Antwort, wahrscheinlich fielen mir auch noch mehr ein, wenn ich länger nachdenke, also mach ich hier lieber erst mal Schluß. Danke für evtl. Antworten

Antwort
von Winherby, 46

Du kannst bei einer solch umfangreichen OP sicher sein, dass alle beteiligten Mediziner das Unternehmen auf alle eventuellen Komplikationsmöglichkeiten abklopfen.

Meine Mutter hat insgesamt sechs Hüft-OPn an beiden Seiten hinter sich mit mehrfachem TEP-Wechsel. Dabei hat sie nun mittlerweile mehr Draht, Bleche und Schrauben im Beckenring als eigenen Knochen. Aber alles hält und meine Mutter kann einigermaßen laufen. Da spielt auch das Alter eine gewisse Rolle, sie ist mttl. 90 Jahre alt.

Was ich damit erklären will ist, dass selbst bei "morschesten" Knochen die TEP befestigt werden kann. Alles Gute 

PS: Zu empfehlen ist die Orthop.-Klinik in Braunfels/Hessen und die Endoklinik in Hamburg. 

Antwort
von gilabe, 27

Hallo, ich möchte auf Deine Frage antworten.

 Ich habe seit Ende 2015 eine neue Hüfte. Ich hatte auch sehr starke schmrzen, habe mich 17 Jahre ab 1. Diagnose hingequält. Ich kann Deine Frage beantworten. 

Wenn Du eine gute Klinik findest und einen guten Arzt dann wird er Dich aufklären. Mir wurde bei dem Vorgespräch gesagt, dass während der Operation entschieden wird wie man verfährt. Die Knochensubstanz wird überprüft und dann wird das weitere Vorgehen entschieden.

 Ganz wichtig sind die vorausgehenden Gespräche. Ich habe mich im Netz über Kliniken informiert. Man kann auf jeden Fall eine 2. Meinung einholen. Und eine gute Klinik wird nicht gleich einen OP Termin machen, sondern Bedenkzeit einräumen. 

Ich habe meinen Entschluss nicht bereut, sondern mich gefragt, warum ich mich so lange damit gequält habe.

 Übrigens habe ich mich für die Endoklinik in Hamburg entschieden. 

Diese Klinik macht solche Sachen schon sehr lange und hat viel Erfahrung damit

 Mein Vertrauen bestärkt hat außerdem der operierende Arzt. Ich kann mich jederzeit bei Problemen dort melden. Ich hoffe dass ich Dir weiter helfen könnte.

Antwort
von StephanZehnt, 24

Hallo ..,

bei Dir wird man mit Sicherheit eine Langschaft - Prothese einsetzen. Die auch bei schlechten Knochen hält. Hier kann Du einmal nachvollziehen wie lang in etwa die TEP mit ihren Schaft ist. Die dann auch ein zementiert wird.

http://www.netdoktor.at/therapie/hueftprothese-8747

Mich hätte eher interessiert wie das Materialmässig aussieht Keramik usw. (bei Metallabriebfestigkeit Allergie ...). usw.  Aber Du hast Dir das ja schon angeschaut You Tube.

Gruss Stephan

Kommentar von gilabe ,

Ich kann nur dazu sagen, dass auch diese Fragen alle in einem voraus gehenden Gespräch besprochen und erklärt werden. Ganz wichtig ist also, sich für eine gute Klinik zu entscheiden.

Kommentar von StephanZehnt ,

Genau so wichtig ist sich vorher über gewisse Dinge zu informieren wie z.B. Metallabrieb

Einige TEPs enthalten Legierungen mit Nickel, Kobalt  usw. was allergische Reaktionen auslösen kann. Nicht zufällig gibt es solche Selbsthilfegruppen.

http://www.durom-hueftprobleme.de/selbsthilfegruppe-durom-metasul-hufte

Nach vielen hin und her gibt es zumindest die Anfänge eines Registers.  Denn Realität ist und war das vieles erst am Patienten getestet wird mit entsprechenden Folgen!

Was natürlich der Arzt Dir nicht sagt - da gibt es nur die netten bunten Prospekte udgl.. So etwas samt Hintergründe erfährt man nicht  Egal wie gut die Klinik ist!

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49476

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