Frage von alaska, 10

Wird Adipositas über den BMI festgelegt?

Adipositas, die so genannte Fettleibigkeit gilt ja als eigenständige Erkrankung. Ich frager mich, ab wann denn jemand als adipös gilt und wann als übergewichtig, oder „mollig“. Wisst ihr, ob man das über den BMI festlegt?

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Antwort
von dinska, 6

Der BMI ist dafür nur weniger geeignet. Er sagt nichts über die Körperbeschaffenheit aus. Es gibt Menschen mit einem hohen Knochengewicht und welche mit geringem. Besser ist da schon den Körperumfang zu messen und den Fettgehalt zu bestimmen. Zur Bestimmung des Fettgehalts sollte man hochwertige Geräte benutzen. Einfache Körperfettwaagen sind da ungeeignet, da ihre Ergebnisse sehr ungenau sind. In welchem Zustand sich ein Mensch befindet, kann nur durch eine genaue ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Kommentar von Winherby ,
...gibt Menschen mit einem hohen Knochengewicht........

Mein Gott, dieses uralte Gerücht stammt aus Hirnen von Übergewichtigen und der Wunsch ist dort Vater dieser Gedanken !!

Dass dieses Gerücht hier immer noch verbreitet wird, stimmt mich sehr nachdenklich.

Die Gewichtsdifferenz zwischen dicken und dünnen Knochen beträgt beim Erwachsenen max. 2 Kg !!

Hier weitere News für Dich: http://gesunde-knochen.gesundheit.com/164/64/wissenswertes_rund_um_die_knochen_d...

Antwort
von StephanZehnt, 4

Hallo Alaska,

nun genau nach dem BMI wird dies bemessen. Ich schätze allerdings, es ist in unserer Zeit schwierig geworden.

Bisher hat man schlicht unterteilt Untergewicht - Normalgewicht - Übergewicht. Nun ist in extrem vielen Lebensmitteln Zucker drin. Nicht nur die Cola ist voller Zucker. Nun möchte man demnächst die Lebensmittel abschaffen die eigentlich für Menschen mit Diabetes gedacht waren. Weil die eigentlich absolut nicht dafür geeignet sind.

Nun gibt es ein so genanntes Wohlfühlgewicht denn es hat wenig Sinn wenn die 53 Asterndiät odgl. dran kommt und danach ist das Gewicht wiederum höher als vorher.

Der Stern schreibt zum Thema Eine Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO) hat 25 EU-Länder hinsichtlich des Anteils an Übergewichtigen in der Bevölkerung verglichen. Das Ergebnis: In Deutschland sind 75 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen zu dick. Als Maß dient der Body-Mass-Index (BMI), der sich aus dem Gewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße errechnet.

Also wir arbeiten immer mehr von Schreibtisch aus und ernähren uns völlig anders Selbst den Kindern geben wir mitunter Geld mit Ja und da gibt es zum Frühstück oder Mittag Cola und Milchschn... und Co .

Ja und dann haben schon Schulkinder Diabetes (30000) Bis zum Jahr 2020 wird insbesondere eine Verdopplung der Diabetesinzidenz bei Kindern im Alter unter 5 Jahren vorhergesagt.

Also soviel zu den Realitäten und Gerüchten. Nun ist es unmöglich der Industrie zu sagen werbt und verkauft doch einmal auch Lebensmittel die richtig gesund sind. Wie war das mit der Ampelkennzeichnung und warum hat man die Verpackungsgrößen freigegeben. (früher runde Zahlen 500g - 1 Kg usw. Heute 718g oder 538g . Auch bei Gaststätten (Smiley-Bewertung) sieht es ähnlich aus.

http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/essen-trinken-ernaehrung-wohlfuehlgewich...

VG Stephan

Antwort
von Huntaway, 4

Bei einem BMI über 30 hinaus spricht man von Adipositas. Es gibt auch noch eine Steigerung, dann nennt sich dieses Übergewicht krankhafte Fettleibigkeit. Die beginnt glaube ich bei einem BMI von über 35. So oder so, beides ist zuviel und beides birgt ein hohes Risiko für die Gesundheit.

Antwort
von espirin, 2

Adipositas ist definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts.

Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation ist der Körpermassenindex, der sog. Body Mass Index (BMI). Der BMI ist der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m²).

z.B.: Der BMI eines 1,85 m großen Mannes mit 95 kg beträgt 27,8 kg/m².

95 kg geteilt durch 1,85 x 1,85 m2

Übergewicht ist definiert als BMI ≥ 25 kg/m2, Adipositas als BMI ≥ 30 kg/m2 (Tabelle) (WHO, 2000).

Neben dem Ausmaß des Übergewichts, welches über den BMI erfasst wird, bestimmt das Fettverteilungsmuster das metabolische und kardiovaskuläre Gesundheitsrisiko. Die viszerale Fettmasse korreliert besonders eng mit kardiovaskulären Risikofaktoren und Komplikationen (Despres et al., 2001). Ein einfaches Maß zur Beurteilung des viszeralen Fettdepots ist die Messung des Taillenumfangs (Lean et al., 1995).

Bei einem Taillenumfang ≥ 88 cm bei Frauen bzw. ≥ 102 cm bei Männern liegt eine abdominale Adipositas vor (WHO, 2000; EASO, 2002). Bei Personen mit BMI ≥ 25 kg/m² sollte stets der Taillenumfang gemessen werden.
Quelle: http://www.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=39

Antwort
von vitigula, 2

Ich persönliche sehe den BMI nur als Ansatz. Ein Kraftsportler ist bei 110kg auf 1.85m wohl nicht Adipös.

Es handelt sich also allenfalls um Richtwerte, mehr aber auch nicht.

Antwort
von anonymous, 2

espirin hat das sehr gut dargelegt. Ich finde es allerdings immer etwas schwierig, solche Dinge unter Nummern zu fassen. Denn letztendlich sind diese nur Richtwerte.

Die Verfettung der modernen Welt ist allerdings, wie StefanZehnt schreibt, ein wirkliches Problem, und dafür braucht man keine Zahlen sondern nur AUgen im Kopf. Es gibt inzwischen kaum noch Normalgewichtige. Die meisten Menschen sind zu dick. Viel zu dick. Und dan gibt es noch eine ganze Reihe Menschen mit Essstörungen, die dann wieder viel zu dünn sind.

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