Frage von minka60, 660

Wirbelgleiten, Schmerzen und Operation

habe seit gefühlter Ewigkeit ( über 25 jahre) Beschwerden durch Wirbelgleiten, mal mehr, mal weniger; arbeite als Altenpflegerin und bis vor ca. 2 jahren war alles irgendwie möglich.Merkte auch, dass mir zu lange Freizeiten nicht guttaten, Bewegung war, was mir immer sehr gut getan hat: zeitweise hatte ich zwar ziemlich Schmerzen beim Gehen..., aber es war irgendwie noch ok. Jetzt gibt es kaum eine Nacht in der ich durchschlafe und nicht an Schmerzen aufwache, sägende Schmerzen in der Gleitstelle, als würde jd mit einem Messer drin rumwühlen und auch Nervenschmerzen ins Bein einschießend, die ich zusätzlich noch provozieren kann, wenn ich mein Bein nach innen rotiere.

Stehe ich morgens auf habe ich erstmal das Gefühl, dass ich meine Füsse nicht richtig bewegen kann, da die völlig verspannt /steif wirken. Der Rücken dabei ist meistens relativ gut. Nach ca. 10 min ist dann "alles" ok.

Zunehmend habe ich das Gefühl, dass ich meine Beine nicht ganz beherrsche und nicht richtig spüre, streiche ich dann drüber, spüre ich alles, aber es ist, als würden die Beine zunehmend vom Rest meines Körpers abgekoppelt werden.

Ende November habe ich einen Termin in der Klinik und stelle mich da bei meinem Operateur vor. Es ist eine Repositionsspondylodese L3-S1 mit TLiF L3/4, L4/5 und L5/S1 geplant

meine Frage:

sind diese Schmerzen von der bds Sponylolisthesis L4/5bei Meyerding 3, nahezu aufgebrauchtes BS, höhengeminderte Zwischenwirbelraum L5/S1;sekundäre Stenose des Neuroforamens der L4 Wurzel bds oder hängen die mit meinem medianen BSV L3/4 und breiter Protrusion L5/S1 zusammen. Welche Schmerzen sind, wenn alles gut geht, besser?

Bin gespannt auf Eure Antworten

Minka

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 506

Hallo Minka,

wenn Du Dich schon 25 J. damit abplagst werden die Schmerzen längst chronisch sein. Allerdings weis ich nicht ob Du die Zusammenhänge erklärt bekommen hast

  • bds Sponylolisthesis L4/5bei Meyerding 3 (Wirbelgleiten Stadium 3 also MD III°: Versatz um 50–75 % - wenn man den Wirbel mit 100 %..)
  • nahezu aufgebrauchtes BS (Bandscheibe)
  • höhengeminderte Zwischenwirbelraum L5/S1; (Höhengemindert das Bandscheibenbereich was natürlich auch Auswirkungen auf die entspr. Facettengelenke und zuletzt auf die Wirbel hat.
  • sekundäre Stenose des Neuroforamens der L4 Wurzel bds (nachfolgend Verengung der Zwischenwirbellöcher durch die die Nervenwurzeln verlaufen)
  • medianen BSV L3/4 Bandscheibenvorfall in der Mitte
  • breiter Protrusion L5/S1 Bandscheibenvorwölbung auf der ganzen Breite Bandscheibenvorwölbung Bandscheibe zwischen Lendenwirbel 5 und Kreuzbein.

Wenn nun eine Repositionsspondylodese L3-S1 mit TLiF L3/4, L4/5 und L5/S1 geplant ist wird der Bereich versteift und die drei betroffenen Bandscheiben werden durch Cage (Titankörbchen) ersetzt in die Knochenspäne aus dem Beckenkamm kommen.

Die Bandscheibenvorwölbung kann evtl.die Stenose der Neuroforame verursachen. Das reale Hauptproblem ist aber der/die Gleitwirbel der sich sich doch heftig verschieben kann. Was auch Auswirkung auf die Beinnerven hat Also die Schmerzen könnten sich deutlich vermindern, werden aber nicht verschwinden. Weil das Problem zu lange besteht. Ich weis nicht ob Du n einer Schmerzambulanz behandelt worden bist usw.. Es wäre sinnvoll nach der Reha eine Rückenschule zu besuchen (Physiotherapiepraxis).

Wir können aber kaum genau wissen wie es nach der OP bei Dir aussieht. Sprich wir können nichts versprechen.

VG Stephan

Antwort
von Nic129, 399

Da wird alles ein wenig reinspielen. Sowohl ein Bandscheibenvorfall, als auch eine Einengung des Neuroforamens kann Beschwerden verursachen. Eine Spondylolisthesis kann, unter Umständen!!, auch zu Beschwerden führen.

Wie es nach der operativen Therapie ist, kann Ihnen niemand sagen. Das können auch die behandelnden Ärzte nicht. Da heißt es: Abwarten, Tee trinken.

Viele Grüße

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