Frage von Jacky1905, 43

Will so nicht weitermachen...

Hallo Leute,

also ich quäl mich seit mittlerweile (erst?) 2 Monaten mit folgenden Symtomen rum, war aber noch nicht beim Arzt, weil ich noch nicht die Courage dazu habe:

ständige Müdigkeit / Gefühl der Überforderung selbst bei Kleinigkeiten (Haushalt, etc.) / Schlafstörungen / Atemprobleme (Kloß im Hals) / Lustlosigkeit / keine Motivation / ich fühl mich so "emotionstot" (ich empfinde weder pos., noch neg. Gefühle) / hab das Gefühl, nichts zu leisten / plötzlicher Schüttelfrost / Zukunftsängste / Versagensängste / "Wurstigkeitsgefühl" / kein Appetit oder manchmal auch schlagartiger Heißhunger / weinerlich / ich will, aber ich kann nicht / ...

ich könnte die Liste noch beliebig erweitern...

Unter Tags sind die Symtome immer besonders schlimm, Abends, nach der Arbeit, wirds ein wenig besser. Spät Abends kommt dann wieder ein Tief.

Ich habe mit meinem Mann bereits darüber gesprochen, er unterstützt mich im Alltag, wo er kann, aber er weiß mittlerweile auch nicht mehr recht, wie er mir helfen kann.

Ich habe Angst, zu einem Arzt zu gehen, der mich vielleicht dann länger krank schreibt. Das kann ich mir nicht leisten - ich habe eine leitende Poition in einem großen Unternehmen und habe keine Vertretung. Ich habe jetzt vor 2 Wochen begonnen, Johanniskraut Tabletten zu nehmen, merke aber keine Wirkung. Das einzige, was ein wenig hilft, ist Baldrian zum Durchschlafen.

Ich möchte so nicht weitermachen, weils mir echt schlecht geht. Ich will meine Energie wieder zurück und lebensfroh sein!

Kann mir jemand gute Tipps geben - bzw. wie war es bei euch?

Vielen Dank schon mal.

LG Jacky1905

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schanny, 36

Hallo Jacky1905, für mich hören sich Deine Symptome ganz nach einer Schilddrüsenunterfunktion an und mit einer dazugehörigen Schilddrüsenentzündung. Du solltest unbedingt zum Arzt gehen und Deine Werte kontrollieren lassen. Dazu muss man nicht krank geschrieben werden und wenn man nicht will, schon mal gar nicht. Wenn es so ist können Dir Schilddrüsenhormone weiterhelfen. Zusätzlich solltest Du unbedingt Stress abbauen durch Yoga, Sauna, kurze Urlaube wie Wellnesswochenenden usw. Du solltest Dich auch hinterfragen, ob so ein Job Dich nicht langfristig überfordert und ob Du so einen Stress für den Rest Deines Lebens haben möchtest. Vielleicht wäre ja auch eine Stundenreduzierung trotz leitender Position möglich? Du solltest Dir auch eine Rückenstärkung in Form von einer Vertretung einarbeiten, dazu solltest Du das Gespräch mit Deinem Vorgesetzten suchen. Alles Gute!

Kommentar von Jacky1905 ,

Danke für die rasche Antwort. Werde einen Bluttest machen lassen - vielleicht kommt was raus dabei (hoffentlich). Was, wenn bei der Schilddrüse alles passt?

Stundenreduzierung wird nicht drin sein :-( Ich arbeite von MO-SA ca. 50-60 Stunden. Außerdem liebe ich meine Arbeit. Ich habe viel dafür getan und hab mir diesen Posten echt gewünscht.

Freizeit kommt natürlich viel zu kurz... leider. Ich schätze mal, dass auch daran sehr viel hängt. Wann immer ich Zeit habe, fahr ich mit meinem Mann raus in die Natur und genieße die wenige Zeit, die ich für schöne Dinge habe.

Kommentar von schanny ,

50- 60 Stunden sind natürlich echt der Hammer! Kein Wunder das Du Dich ausgelaugt fühlst..........Schwierig wird es halt, wenn die eigenen Bedürfnisse viel zu kurz kommen, das hält auf Dauer keine Psyche und kein Körper durch, auch wenn Du Deinen Beruf noch so sehr liebst. Vergess nicht, Du arbeitest um zu leben und Du lebst nicht, um zu arbeiten. Arbeite Dir eine Stellvertreterin ein und gebe unliebsame Sachen an sie ab, das entlastet Dich und Du hast weniger Negativ- Stress. Vielleicht wäre ja auch mal eine Kur, also eine Auszeit von wenigstens drei Wochen sehr sinnvoll. Nimm aber kein Handy, Laptop oder dergleichen mit, also nicht dort weiter arbeiten, das geht natürlich alles nur, wenn Du eine Vertretung hast. Viel Glück!

Kommentar von Jacky1905 ,

Dankeschön - mal sehen, ob sich was machen lässt, bzw. ob die Budgetierung eine Vertretung für mich zulässt...

Kommentar von schanny ,

Bei 60 Stunden könnte Dein Chef doch noch eine Halbzeitkraft einstellen.......Wie willst Du denn die ganzen Überstunden abfeiern? Oder lässt Du sie Dir ausbezahlen? Da bleibt ja nicht mehr viel übrig.............Viel Glück!

Kommentar von Jacky1905 ,

Als leitende Angestellte bin ich von der Arbeitszeitregelung ausgenommen und erhalte ein pauschales Gehalt. Sehr überdurchschnittlich, aber dafür muss ich auch meine Leistung bringen.

Das heißt, es macht keinen Unterschied, ob ich in der Woche 20 oder 100 Stunden arbeite, ich bekomme immer das selbe Geld. Leider komm ich aber nie unter 50 Stunden, weil ich echt viel Verantwortung habe. Ich arbeite auch viel von zuhause, dh ich bin auch manche Tage gar nicht in der Firma.

Mal sehen, was der Vorstand zum Vorschlag einer Vertretung sagt. Nächste Woche hab ich einen Termin...

Kommentar von schanny ,

Sehr gut, dass ist der erste Schritt in die richtige Richtung! Alles Gute!

Antwort
von Camper, 34

Liebe Jacky1905, wenn du nicht bald kürzer trittst oder eine richtige Erholungspause machst, wirst du deinen Job nicht mehr lange so engagiert weiter machen können wie bisher. Du leidest unter einem typischen Burn-Out-Syndrom und solltest dringend zur Kur fahren. Eine richtige Erholung ist es was du brauchst. Anwendungen, Zuwendungen und Zeit für dich. Das ist das einzige, was ich dir empfehlen kann.

Antwort
von Coppa, 29

Ich sag mal Schilddrüse oder Eisenmangel. Ich hatte mal ähnlcihe Symptome, incl Unterleibskrämpfen und was war? Eisenmangel, Blutarmut....

Antwort
von kreuzkampus, 28

Sorry, Jacky; aber ohne Arzt geht das überhaupt nicht. Wieviel schlechter muß es Dir noch gehen, bevor Du nicht mehr daran denkst, daß Du bei der Arbeit unentbehrlich bist? Infarkt? Nervenzusammenbruch? Trennung, weil Dein Mann das auch nicht mehr schafft? Depression bis hin zu Suizidgedanken? Mehr fällt mir gerade nicht ein; aber alles trifft den Nagel auf den Kopf. Vielleicht kann ich Dich am meisten damit wachrütteln, daß Dein Mann Dich so, wie Du jetzt bist, nicht ewig stützen und ertragen kann. Ihm gegenüber hast Du eine größere Verantwortung, als Deinem Arbeitgeber gegenüber. Alles Gute!

Antwort
von Hooks, 24

Mir fällt dazu Östrogenmangel ein. Hattest Du ein Erlebnis wie Fehlgeburt oder sowas? Tabletteneinnahme? Johanniskraut wirkt auch auf die weibl. Hormone, weiß aber nicht, wie.

Östrogenmangel kann man ganz leicht beheben mit Brennesselsamen (phytofit.de hat keimfähige, wenn du nicht sammeln willst) oder auch mit Hefe. Bei Depressionen würde ich es eher mit BS versuchen. Ich bin nach 1 TL und 8 Stunden Wartezeit aus meinem schwarzen Loch herausgekommen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten