Frage von flashdog, 333

Wieso will ich, dass sich andere Sorgen um mich machen?

Ich weiß einfach nicht was mit mir los ist. Ich bin psychisch sehr krank, worunter ich sehr stark leide. Bin eigentlich dauernd in Kliniken und habe auch schon einen Suizidversuch hinter mir. Langsam glaube ich, dass ich mir ga nicht erlaube gesund zu werden, weil ich nicht damit leben könnte, dass sich niemand mehr Sorgen um mich macht. Was läuft nur falsch in meinem Kopf? Ich schäme mich so krass dafür.. Kann das auch nicht meiner Therapeuthin sagen.. Für mich sind Aussagen wie "Dir scheints besser zu gehn" die Hölle.. dann zieh ich mich mit Absicht runter, damit es mir schlechter geht, damit sich wieder Sorgen um mich gemacht werden.. Wie soll ich denn gesund werden, wenn ich mir selber so im Weg stehe.. Es kotzt mich an. Ich will gesund werden und ich will nicht ständig so abhängig von anderen Menschen sein. Für mich sind besorgte Blicke einfach dass Schönste, was ich mir vorstellen kann.. Ich bin richtig süchtig danach.. da bin ich wie im Rausch.. Besonders bei Ärzten oder Autoritätspersonen (Lehrer, Polizisten, usw).. Es belastet mich so stark. Hat jemand eine Idee, warum ich dass so sehr brauche und wie ich dieses Verlangen irgendwie loswerden kann? Bin wirklich verzweifelt.. Liebe Grüße, flashdog

Antwort
von dinska, 283

Wenn man sich ändern will, dann muss man unbedingt ehrlich sein, zu sich und zu den anderen. Warum du so tickst, können wir dir auch nicht sagen, aber ich kenne einige Menschen, denen es ähnlich geht.  Also überwinde dich und sprich mit deiner Therapeutin darüber. Sie kennt dich sicher besser als wir und kann dich entsprechend beraten. Ich kann dir nur empfehlen, dein Selbstbewusstsein und vor allem dein Selbstwertgefühl zu erhöhen. Du scheinst deinen Wert nicht zu kennen und deshalb flüchtest du dich in Krankheiten. Finde deine Stärken und Schwächen heraus, arbeite an deinen Stärken und versuche sie auszuleben und stehe zu deinen Schwächen, dann werden deine Stärken im Vordergrund stehen und deine Schwächen werden immer schwächer werden. Du kümmerst dich nur noch darum, was dir und deiner Gesundheit gut tut, dann geht es dir auch gut!


Antwort
von gerdavh, 244

Das Problem ist, dass Du eben nicht gesund werden willst. Jeder andere Mensch freut sich, wenn Ärzte oder Familienmitglieder sagen, es scheint Dir etwas besser zu gehen. Du musst das Deiner Therapeutin sagen, sonst hat die ganze Therapie überhaupt keinen Sinn. Ich kenne Dich nicht, aber ich denke mal, Du suchst Aufmerksamkeit in Bezug auf Deinen Körper, weil Du auf anderen Gebieten eben keine Aufmerksamkeit erwecken kannst. Such Dir ein Hobby, in dem Du richtig gut bist. Das kann alles mögliche sein: Zum Beispiel: Laufen (wenn man erstmal 20 km geschafft hat, ist man stolz auf sich, das hebt enorm das Selbstbewußtsein). Da ist man auf Anerkennung von außen nicht angewiesen, man findet sich selbst toll! Mein Sohn z.B. ist immer sehr stolz, wenn er in seinem Hobby "Luftgewehrschießen" sehr gut abschneidet. Das ist sowieso eine interessante Sportart. Man lernt, sich ganz auf das Ziel zu konzentrieren und alles andere auszuschalten. Man könnte von meditativem Verhalten sprechen (ich sitze da oft genug, weil ich meistens der Fahrer bin) und beobachte dann zwangsläufig die Sportschützen. Man lernt, sich zu erst zu entspannen und dann höchste Konzentration aufzubauen. Hättest Du nicht mal Lust, das einfach mal auszuprobieren? Die ganzen Schützenvereine (man muss dazu in einen Verein eintreten) bieten erstmal sogenannte Schnuppertage an. Dann sieht man, ob einem das liegt und ob man da talentiert ist. Ich z.B. bin nur in Gewehrschießen gut, meine Ergebnisse bei Luftpistole kannst Du vergessen.  Anderer Vorschlag: Vielleicht hast Du ja eher Gaben in musischem Bereich? Malen, Zeichnen, ein Instrument? --- Warum das bei Dir so ist, kann ich natürlich nicht sagen. Vielleicht bekamst Du als Kleinkind zu wenig Beachtung, wurdest zu wenig gelobt? Und jetzt kompensierst Du das, in dem Du Beachtung bei besorgten Ärzten suchst. Arztbesuche und Klinikaufenthalte sind aber nicht das reale Leben, das sind nur Durchgangsstationen in Deinem Leben. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Antwort
von flashdog, 213

Ihr schreibt oft, ich will dass sich alles um mich dreht, aber das hab ich vielleicht falsch ausgedrückt.. ich bin überhaupt nicht der Typ der gerne im Mittelpunkt steht und es geht mir auch nicht um Aufmerksamkeit, sondern nur um diese Sorge.. ich weiß selber nicht, wieso mir das so fehlt.. es ist ja nicht so dass ich das dauernd mache, hauptsächlich machen sich die Leute Sorgen, weil es mir WIRKLICH schlecht geht und das ist dann ja auch angebracht.. ich hab einfach dass Gefühl ich existiere ga nicht und es ist ein schönes Gefühl zu merken, dass nicht über einen hinweg gesehen wird.. ich war letztens erst in der Klinik und war es so satt ständig um die SOrge der Menschen zu kämpfen, dass ich mich nur zurück gezogen hab und mit niemandem geredet hab, einfach nur weil ich mich selbst so abstoßend fand..

Antwort
von linnirega, 158

Vielleicht hast du als Kind nur dann Aufmerksamkeit bekommen wenn du krank warst oder es dir schlecht ging. Diesem Mechanismus setzt du jetzt immer noch ein um Zuwendung zu erhalten. Ich kann dir nur raten bedingungslos offen und ehrlich zu deiner Therapeutin zu sein. Wie soll man dir helfen wenn du das Wichtigste zurückhältst und verschweigst? 

Antwort
von walesca, 168

Hallo flashdog!

Für mich sind besorgte Blicke einfach dass Schönste, was ich mir vorstellen kann.. Ich bin richtig süchtig danach.. da bin ich wie im Rausch.. Besonders bei Ärzten oder Autoritätspersonen (Lehrer, Polizisten, usw)....

Du suchst Aufmerksamkeit und fühlst Dich dann erst gut, wenn sich alles um DICH dreht. Das ist meistens bei Menschen der Fall, die zu wenig Selbstvertrauen haben und sich nur durch die Zuwendung anderer Menschen wohl fühlt. Ein vernachlässigtes Kind z.B. fordert seinen Eltern auch immer wieder Reaktionen ab - auch wenn diese nur negativ sind, wie z.B. Schimpfen oder Schlagen!!! Aber so ein Kind empfindet es eben einfach nur als "Zuwendung"!! Vielleicht hast Du ja als Kind auch nicht allzu viel Liebe erfahren dürfen, so dass Deine Seele jetzt auf diesem Wege um Aufmerksamkeit schreit.

Ich schäme mich so krass dafür..   Kann das auch nicht meiner Therapeuthin sagen

Wenn Du aus diesem Teufelskreis herauskommen möchtest und die Hilfe auch annehmen willst, dann MUSST Du das alles auch der Therapeutin sagen!!!!! Zu schämen brauchst Du dich beim besten Willen nicht dafür. Die Therapeutin hat bestimmt auch schon schlimmere Geschichten zu hören bekommen und kann Dir wirklich nur helfen, wenn sie ALLES über Dich weiß. Dann gibt es auch ein Weg für Dich aus diesem Dilemma - ganz bestimmt! Aber Ehrlichkeit gegenüber der Therapeutin ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass sie Dir auch helfen kann. Wage es - nur Mut!!

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von flashdog ,

danke für deine Antwort! Hast du vielleicht eine Idee, wie ich das meiner Therapeuthin sagen kann? Vielleicht auch erstmal nur andeuten irgendwie? Bin ich ratlos :/

Kommentar von walesca ,

Sag es der Therapeutin ganz einfach so, wie Du es hier für uns aufgeschrieben hast. Oder Du druckst Dir diese Frage aus und zeigst sie ihr. Wenn Du Angst vor diesem Gespräch hast, dann kannst Du ja vorher mal die "Bachblüten-Rescue-Lutschbonbons" anwenden. Die beruhigen die angespannten Nerven ungemein und Du wirst sehen, dass Du ganz entspannt in dieses Gespräch gehen kannst - garantiert und mehrfach erprobt!!! Probier es einfach mal selbst aus. Wenn Du z.B. nachmittags den Termin hast, kannst Du je 1 Lutschbonbon am Abend vorher, morgens, mittags und ggf. kurz vor dem Termin nehmen. Keine Angst, Bachblüten kann man nicht überdosieren!!! LG

Antwort
von charlotte7, 138

 Du brauchst das genau so lange wie du dir einredest es zu brauchen.

Wenn du echt gesund werden und weniger abhängig von anderen, insbesondere von besorgten Blicken etc. werden willst, dann wird es Zeit, dass du dich selbst umprogrammierst.

Und einen Gefallen tust du dir auch nicht, wenn du deiner Therapeutin einiges verschweigst, was sie wissen sollte, um dir wirklich helfen zu können. Versuch es mal mit einer besseren Vertrauensbasis.

LG Charlotte


Antwort
von Fuchur, 117

Kann es denn sein, dass du Besorgnis mit Liebe verwechselst? Mit Zuwendung? Überleg mal, ob du in deiner Kindheit von deinen Eltern geliebt und angenommen warst? Oder war eher das Gegenteil  der Fall? Falls ja, dann könnte das so eine Art Suche nach " etwas sein, was du entbehren musstest und dass es dir bisher so nicht bewusst war. Dann solltest du es aber mit deiner Therapeutin besprechen, denn es ist schwer, davon ohne Hilfe wegzukommen. Würd mich freuen, wenn du dich mal meldest.

Antwort
von dustywoman88, 120

ich könnt grad k***en... ist dir klar das es menschen gibt die wirklich krank sind? und nie wieder gesund werden? denen es wirklich schlecht geht? und du redest dir mit absicht ein das es dir schlecht geht unddu krank bist. dir gehört mal richtig der kopf gerade gerückt!!! es muss sich bei dir immer nur alles um dich drehen!

du solltest an deinem selbstwertgefühl arbeiten.

und wenn du schon in therapie bist dann sprich gefälligst auch mit deinem therapeuten über ALLES!!! sonst kann dir kaum geholfen werden!

Kommentar von flashdog ,

ich verstehe deine Reaktion.. ich rede mir das nicht ein, ich bin wirklich sehr krank und war oft auf der geschlossenen, fixiert usw.. natürlich will ich gesund werden.. ich bin so selbstmordgefährdet wegen dem ganzen Mist, glaubst du im Ernst das kann jemand freiwillig wollen?? glaubst du ich weiß nicht wie scheiße, das klingen muss? Deswegen suche ich ja nach Hilfe um da rauszukommen.. Ich habe ungefähr UBERHAUPT KEIN Selbstbewusstsein, also ich bin mir bewusst, dass ich nicht alles um mich dreht, im Gegenteil, ich ziehe  mich sehr zurück und halte mich für das nutzloseste Wesen auf diesem Planeten.. du kennst nicht meine GEschichte, also urteile nicht.. ich suche nur Rat und brauch niemanden der ausfallend wird

Kommentar von dustywoman88 ,

kann nicht sein was du erzählst..du willst gesund werden und sowas und gleichzeitig sagste du willst deinem therapeuten daon nichts erzählen das du wilst das sich alle sorgen machen....tzzz...

Kommentar von flashdog ,

Ja, weil ich mich so unglaublich schäme. man merkt, dass du davon keine Ahnung hast, wie das ist. Es ist nicht alles immer so einfach. Anstatt, dass du mir Tipps gibst, wie ich es schaffen kann meiner Therapeuthin das zu sagen, meinst du mich hier anzumachen. Einfach armselig.

Kommentar von dustywoman88 ,

ich habe dich in keinster weise angemacht. und was sollen wir machen? damit du es dem therapeuten nicht sagst können wir auch nichts machen.

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