Frage von Elfinchen89, 138

Wieso kann ich morgens nicht aufwachen?

Hallo Zusammen,

ich gehe um ca. 23 Uhr schlafen und mein Wecker klingelt um 7 Uhr. Es ist unmöglich für mich aufzuwachen! Der Wecker klingelt eine gefühlte Ewigkeit bis ich ihn dann weg drücke um sofort wieder einzuschlafen. Meine Augen fallen einfach zu und ich komme mir schon doof vor sowas zu erzählen, weil ich meistens nur zu hören bekomme, dass es eine Frage der Disziplin ist früh aufzustehen. Es dauert meistens eine Stunde bis ich so wach werde um überhaupt aufstehen zu können. Ich habe schon alles ausprobiert von früher schlafen gehen bis später schlafen gehen, den Wecker vom Bett weg stellen, so dass ich aufstehen muss (das ist dann aber garnicht erst passiert), mein Handy liegt inzwischen auch die Nacht über in einem anderen Raum und ansonsten gibt es keine Elektrogeräte in meinem Schlafzimmer. Dadurch muss ich mich natürlich morgens immer abhetzen und sobald ich auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn bin fallen mir meine Augen einfach wie beim Sekundenschlaf zu. Ich weiß wie gefährlich das ist und habe auch jeden morgen Angst bevor ich los fahre aber ich habe das einfach nicht unter Kontrolle. Sobald ich auf der Arbeit bin geht es mit der Müdigkeit und wird über den Mittag hin auch besser. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir einen Rat geben. Meine Überlegung ist ob es eventuell etwas mit der Psyche zutun hat.

Antwort
von evistie, 90

Hast Du denn mal - zum Beispiel am Wochenende oder im Urlaub - ermittelt, wie viele Stunden Schlaf Du bräuchtest, um Dich ausgeschlafen zu fühlen? Das wäre doch interessant zu wissen.

Interessant zu wissen wäre auch, wie Du Deine Lebensführung einschätzt. Was meinst Du: ernährst Du Dich ausreichend und vollwertig, trinkst Du genügend, treibst Du Sport, rauchst Du oder trinkst Du regelmäßig Alkohol? Wann warst Du das letzte Mal beim Arzt, und wann wurde zuletzt ein Blutbild gemacht?

Meine nächste Frage: weißt Du zufällig, ob Du schnarchst? Meine Gedanken gehen dahin, dass Du vielleicht unbemerkt in der Nacht Schlafapnoen hast. Der dadurch verursachte eklatante Sauerstoffmangel kann solche extreme Müdigkeit, wie Du sie schilderst, hervorrufen.

Ob Deine Psyche schuld ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, ohne Dich näher zu kennen. Aber frag Dich doch mal, ob Du Deinen Job gern machst und mit Freude zur Arbeit gehst? Oder hast Du vielleicht einen despotischen Chef, nervige Kollegen oder sonstige Umstände, die Dich mit Widerwillen zur Arbeit gehen lassen?

Das waren jetzt ein paar Denkanstöße - vielleicht helfen sie Dir, Deiner extremen Müdigkeit auf die Spur zu kommen.

Du hast zwar schon einiges versucht, um Dich selbst auszutricksen, aber das kann man noch perfektionieren. :o)  Vor vielen Jahren, als ich zwei Jobs nebeneinander und dadurch nur ca. 3 Stunden Schlaf pro Nacht hatte, gab es noch diese Glockenwecker. Den stellte ich nicht nur außer Reichweite meines Bettes, sondern zusätzlich noch auf einen Teller. Das hat mich dann doch letztendlich immer pünktlich aus den Federn geholt. Heutzutage gibt es ja Wecker mit derart giftigen (und immer lauter werdenden) Pieptönen, die auch Tote aus dem Bett treiben können, da erübrigt sich der Teller. Aber auch dieser Wecker muss natürlich außer Reichweite stehen!

Ein weiterer Trick war, dass ich sofort aus dem Bett sprang und dann erst begann, wach zu werden. Wenn ich Deine Worte lese "Es dauert meistens eine Stunde bis ich so wach werde um überhaupt aufstehen zu können", ahne ich, dass Du nach dem Weckerklingeln erst mal liegenbleibst, bis Du meinst, einigermaßen wach zu sein. Schwerer Fehler... die Müdigkeit in Kombination mit der kuscheligen Bettwärme sorgen auch bei willensstarken Menschen dafür, dass sie im Nu wieder einschlafen. Daher: wach(er) wird man nur, wenn man sich außerhalb des Bettes bewegt, ein Glas Wasser trinkt, wechselduscht und/oder etwas Gymnastik am offenen Fenster macht. Such Dir aus, was Dir am ehesten liegt...

Wenn Du vom Typ her "Eule" bist und nicht "Lerche", wirst Du wohl immer Probleme haben, früh aufzustehen. Mir hat die Einsicht in die Notwendigkeiten geholfen, Deine Motivation kann eine andere sein, aber irgendeine sollte man schon haben. Anfangs habe ich auch ab und an verschlafen, aber dann habe ich mich so über mich selber geärgert, dass ich meine Tricks immer mehr modifiziert habe, bis es "passte" und ich pünktlich auf der Matte stand, wo immer ich zu stehen hatte.

Übrigens: in meiner 3-Std.-Schlaf-Ära war ich natürlich permanent übermüdet. Dagegen hat mir "Power-Napping" geholfen, das ist die "Kunst", nach 20 - 30 Minuten Kurzschlaf erfrischt aufzuwachen. Das kann (und muss!) man lernen, aber dann hat man ein gutes Werkzeug gegen eine tagsüber auftretende lähmende Müdigkeit. "Auf Arbeit" habe ich dafür beispielsweise die Pausen genutzt. Aber das brauchst Du vielleicht gar nicht - Du sagst ja, dass Du im Laufe des Tages immer munterer wirst.

Kommentar von Lexi77 ,

Den Gedanken mit der Schlafapnoe hatte ich auch. Ich würde das ggf. mal beim Arzt ansprechen und im Schlaflabor testen lassen. LG

Antwort
von dinska, 83

Ich kenne dein Problem gut von früher, da war mir egal ob ich um 5 oder um 7 aufstehen musste, es war immer zu früh. Es hat immer sehr lange gedauert bis ich munter wurde und auch meine kalte Dusche morgens hat da nicht soviel gebracht.

Dann bin ich auf die 5 Tibeter gestoßen und habe beschlossen sie früh zu machen. Obwohl ich noch eher aufstehen musste, war mir anschließend, als hätte ich eine Stunde länger geschlafen und war top fit.

Man erweitert sie jede Woche um 2 Wiederholungen. Als ich bei 15 war, dauerte mir das morgens doch zu lang und ich habe sie geteilt, früh die Hälfte und abends die andere, bis ich alles indus hatte und für alle 21 Wiederholungen nur noch 10-15 Minuten brauchte.

Die Übungen haben meinen Kreislauf gut in Schwung gebracht und waren auch für meinen Rücken ein Segen!

Antwort
von Braunbaer23, 55

Eher Schlafen. Oder andere Weckmethoden testen. Ich habe ein Fitnessarmband, das vibriert am Arm. Ich dachte, dass ich das nie mitbekomme, wirkt aber besser, als Ton!

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