Frage von kindle, 119

Wieso ist die Unterzuckerung gefährlicher als ein hoher Zucker?

Ich habe schon öfter gehört, dass ein zu niedriger Zucker gefährlicher ist als ein zu hoher. Das kann ich mir nicht ganz erklären, einen Diabetes hat man doch wenn der Zucker zu hoch ist, und dann muss man therapieren?

Antwort
von niaweger, 113

Zu hohe Blutzuckerwerte schaden dem gesamten Körper auf Dauer - aber akut passiert da nicht so schnell was dramatisches. Ein zu niedriger Blutzuckerwert ist im Gegensatz dazu sofort gefährlich, denn die Körperzellen des ganzen Körpers benötigen zum funktionieren unbedingt Glucose: allem voran die Gehirnzellen für die Steuerung des ganzen Körpers, aber ganz besonders wichtig sind beispielsweise auch die Muskelzellen des Herzens und der Atmung. Bei einer Unterzuckerung ist nicht genügend Zucker im Blut vorhanden, um den ganzen Körper mit der notwendigen Glucose zu versorgen. Was passiert, wenn die Muskulatur der Atmung oder des Herzens unterversorgt sind, kannst du dir wahrscheinlich schon selbst zusammenreimen.

Diabetes zu managen bedeutet also immer eine Gratwanderung: der Zuckerspiegel darf nicht zu hoch ansteigen, da die hohen Werte auf Dauer den gesamten Körper schädigen und es dadurch zu Nierenversagen, Erblindung und Gefäßschäden kommen kann. Schießt man allerdings mit der Bekämpfung des hohen Blutzuckers über das Ziel hinaus, entsteht augenblicklich eine lebensgefährliche Unterversorgung von lebenswichtigen Organen. Daher muss ein Diabetiker, der Insulin spritzen muss, mehrmals täglich seinen Blutzucker messen und versuchen, mit Hilfe von Nahrungsaufnahme und Insulininjektion den Blutzuckerspiegel möglichst konstant in einem Bereich zwischen 80 und 120 mg/dl (das entspricht einem Bereich von ca. 4,4 bis 6,7 mmol/Liter) zu halten.

Bei einem gesunden Menschen, dessen Bauchspeicheldrüse einwandfrei funktioniert, kann es zwar auch schon mal zu einer kleineren Unterzuckerung kommen - allerdings ist eine solche Unterzuckerung bei einem Gesunden längst nicht so heftig und auch nicht so gefährlich wie bei einem Diabetiker. Ein gesunder Körper wird den Zuckerspiegel durch das Freisetzen von Zuckerreserven aus der Leber früh genug wieder ansteigen lassen - lange bevor die Situation lebensbedrohlich werden kann.

Antwort
von Zimtstern11, 88

Das liegt am Insulin. Dieses wird gespritzt, damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden. Spritz man zu viel sink der Blutzucker aber zu tief und man kann ins Koma fallen. Das passiert aber nur bei Diabetikern, mit Insulin das der Körper selber herstellt kann das nicht passieren. Ein dauerhaft hoher Blutzuckersoiegel ist zwar nicht akut, aber dafür chronisch schädlich, da der Zucker Gefäße beschädigt.

Antwort
von Lisssel, 64

Hey, Du bist irgendwie schon ein Witzbold. Diabetes bedeutet ja auch, dass der Zucker zu hoch ist. Deshalb bekommen Diabetiker vor dem Essen schließlich Insulin gespritzt. Dadurch wird der Zuckerspiegel zunächst gesenkt und durch das Essen anschließend wieder erhöht. Wenn ein Diabetiker definitiv zu hohen Zucker hat, wird das ja auch mit Insulin therapiert. Was allerdings tust du , wenn du einem Diabetiker Insulin sprizt und er nichts essen möchte? Dann hast du ein Problem, weil der Zucker zu nieder ist!! Bei zu niedrigem Zucker, ist das Problem, dass der Kreislauf nicht mehr richtig aufrecht erhalten werden kann. Wenn nur ein bisschen zu viel Zucker da ist, macht das nix. Das schadet dem kreislauf in geringer Menge nicht. Außerdem bekommst du einen zu hohen Zuckerspiegel durch Insulin ja ziemlich schnell in den Griff aber einen zu niedrigen eben ziemlich schwer- denn dazu musss der Patient schließlich essen und das fällt alten Leuten häufig schwer !! Liebe Grüße

Antwort
von Hooks, 50

Unterzuckerung führt dazu, daß Viren einfallen können. http://www.medizin-unwahrheiten.de/die_unterdruckung_der_neuen_ernahrungslehre_.... such unter Strg+f "Sandler".

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