Wieso habe ich rote Augen nach dem Schwimmen?

gefragt von markus41 am 03.02.2010 um 19:50 Uhr

Ich komme grade vom Schwimmen und habe knallrote Augen. Ich habe keine Schwimmbrille benutzt und bin eine Stunde "Brust" geschwommen. Als ich mir die Haare geföhnt habe, habe ich beim Blick in den Spiegel einen riesen Schrecken bekommen! Meine Augen waren knallrot und ich sehe jetzt, nach einer Stunde, immer noch ein bisschen verschleiert. Woran liegt die Rotfärbung? Was kann ich tun?

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anonym
beantwortet von Hurrican am 4. Februar 2010 21:14
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Das dem Wasser zugesetzte Chlor reizt die Augen. Deshalb sind deine Augen rot. Versuch im Schwimmbad eine Schwimmbrille zu tragen. Die meisten Menschen reagieren auf Chlor empfindlich.


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evistie
beantwortet von evistiePlatin-Fragant am 3. Februar 2010 20:07
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Vielleicht war das Wasser zu stark gechlort? Ist es denn nur optisch? Oder hast Du auch ein Gefühl wie "Sand unter den Lidern"? Wenn Du zufällig Augentropfen gegen gereizte Augen daheim hast, nimm die. Aber ich denke, morgen siehst Du schon wieder "normal" aus.


Lena101
beantwortet von Lena101Diamant-Fragant am 3. Februar 2010 21:24
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Um im Schwimmbadwasser vorkommende Viren, Bakterien, Schmutz und Urin unschädlich zu machen, wird dem Wasser Chlor zugefügt. Chlor allein macht weder rote augen noch riecht es. Der typische Chlorgeruch entsteht erst, wenn Chlor in seiner gebundenen Form vorkommt und dann verursacht es auch rote Augen.



anonym
beantwortet von weltenbummler am 3. Februar 2010 20:16
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Ich habe mal gehört, dass die roten Augen nicht vom Chlor, sondern vom Urin im Wasser kommen.


anonym
beantwortet von MuckerPlatin-Fragant am 3. Februar 2010 20:07
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Hallo Markus, in Schwimmbädern macht sich Chlor manchmal schon durch den Geruch und rote Augen bemerkbar, insbesondere wenn etwas mehr verwendet wurde. Es wird dem Wasser zugefügt, weil es schon in für den Menschen unbedenklichen Mengen Keime abtötet.

Das Darmbakterium Escherichia Coli reagiert empfindlich auf Chlor, desgleichen Pseudomonas aeruginosa, der Klassiker für Mittelohrentzündungen, der sogar im Schampoo überlebt. Parasiten wie Giardien oder Cryptosporidien kapseln sich jedoch ein. Sie sind gegen Chlor ziemlich resistent und müssen über Filtersysteme aus dem Wasser gefischt werden.

Chlor ist reaktionsfreudig. Es wird dem Badewasser in Form von Chlorkalk, Bleichlauge oder Chlorgas beigemischt und über die Strömung im Becken verteilt. Im Wasser bildet sich daraus eine oxidierende Säure, die desinfizierend wirkt. Sie greift die Zellwand der Mikroorganismen an.

Da Chlor auch unserer Gesundheit schaden kann, setzt man es in geringer Konzentration ein. Je kleiner die Zahl der Badegäste und je besser die Filteranlagen, in denen das Wasser gereinigt wird, umso weniger braucht man davon. Wasserfilter bestehen oft aus einem Bett körniger Materialien wie Koks oder Aktivkohle.

Auf ihrer großen Oberfläche halten sie Öle und Schmutzteilchen fest. Im unteren Teil der Anlage filtert beispielsweise Sand weitere Partikel aus dem Wasser heraus, und das besonders gut, wenn sie zuvor mit Flockungsmitteln verklumpt wurden.

„Pro Badegast sollten regelmäßig 30 Liter Frischwasser bereitgestellt werden“, sagt Andreas Nahrstedt, Verfahrensingenieur beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wasserforschung in Mülheim an der Ruhr. Leider scheren sich etliche Besucher nicht um die Hygiene. Verschwitzt und eingeölt springen sie ins Becken, ohne vorher zu duschen, andere pinkeln sogar ins Wasser, die Chemie nimmt ihren Lauf:

„Harnstoff und andere Verunreinigungen werden im Schwimmbecken zu Chloraminen und Trihalogenmethanen umgewandelt.“ Die Chloramine sind es, die den bisweilen starken Chlorgeruch in überfüllten Bädern ausmachen. „Sie können Augen und Schleimhäute reizen.“ Ihr Gehalt wird ständig kontrolliert, das Wasser entsprechend oft umgewälzt und gereinigt. Alles Gute! M.

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistiePlatin-Fragant am 3. Februar 2010 20:10

Darf ich die Quelle, aus der Du geklaut hast, nachreichen? http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,2328724


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