Frage von Mercimerci, 174

Wie wird man von einem Abendmensch zu einem Morgenmensch?

Ich bin eindeutig eher der Abendmensch: ich lerne abends, gehe spät ins Bett, stehe spät auf und habe morgens auch eher Kreislaufprobleme. Allerdings muss ich in diesem Monat arbeitsbedingt früh aufstehen. Meine Arbeit beginnt um 8 und ich habe eine Fahrt von einer Dreiviertelstunde vor mir. Das heißt mit Frühstück, Anziehen, Waschen sollte ich spätestens halb 7 aufstehen. Wer kann mir Tipps geben, wie ich diese Umstellung gut meistern kann?

Antwort
von dinska, 174

Das wird dir nie gelingen. Aber du kannst trotzdem die Situation gut meistern. Zuerst mal beginnt deine Arbeit nicht zu früh, ich musste früher um 5 Uhr raus und war auch kein Frühaufsteher. Du hast schon gut erkannt, dass eine perfekte Planung dazu gehört, wieviel Zeit man morgens braucht, um pünktlich starten zu können. Man sollte auch noch ein paar Minuten Luft lassen, denn manches kommt unverhofft. Stelle dir einen Wecker, am besten einen mit 2 Weckzeiten oder zwei Wecker. Einen ungefähr 20 Minuten bevor du aufstehen musst, wenn der klingelt ausmachen und liegen bleiben, wenn du einschlafen solltest, dann klingelt der 2. Wecker zu der Zeit, wo du aufstehen musst und dann sofort aufstehen oder das Nachklingeln abwarten. Mit der Technik habe ich es nie verschlafen und kam auch relativ gut aus dem Bett. Eine kurze Frühgymnastik und kalte Dusche bringt den Kreislauf gut in Schwung. Bei Weckerklingeln sofort aufstehen, dann war der Tag für mich gelaufen, den konnte ich vergessen.

Antwort
von Rubinie, 147

Wenn du dich zwingst, einen neuen Rhythmus aufzunehmen und das konsequent durchhälst, ist es für deinen Körper irgendwann Gewohnheit und dann normal für dich. Es dauert nur ein bischen, bis sich der Körper umgestellt hat und dann ist nichts bedrohliches mehr auf frühen Aufstehen.

Antwort
von gerdavh, 138

Hallo, das Beste wird sein, wenn Du künftig kontinuierlich jeden Abend eine Viertelstunde früher zu Bett gehst und natürlich auch entsprechend früher aufstehst. Dann pendelt sich das schon ein. Wenn Du Einschlafprobleme haben solltest, gehe am besten vor dem Schlafengehen eine halbe Stunde spazieren oder mach vorher Sport - das macht schön müde. Anschl. warm duschen und direkt ins Bett - ohne Fernsehberieselung. Lieber im Bett noch lesen. lg Gerda

Antwort
von Bronko, 107

Mit Disziplin kriegt man das wunderbar in den Griff. Ich bin auch eher ein Nachtmensch, muss aber die meiste Zeit des Jahres früh aufstehen. Der Wecker und eine gewisse Willensstärke helfen - im schlimmsten Fall habe ich in der Umstellungsphase mal eine Nacht kaum bzw. nur wenig geschlafen. Aber auch das macht nichts aus, man übersteht den kommenden Tag trotzdem überraschend gut. Und ist am Abend wenigstens entsprechend müde :-).

Ob dir eine dauerhafte Umstellung gelingt, kann ich nicht sagen. Es gibt Menschen, die schaffen das nie, andere wiederum kriegen das wunderbar hin. Meine Mutter z.B. war in meinem Alter ein absoluter Nachtmensch (vor drei Uhr nachts nicht totzukriegen - und vor 11 Uhr früh nicht ansprechbar^^), hat aber berufsbedingt immer früh aufstehen müssen. Jetzt ist sie ein echter Morgenmensch, steht selbst am Wochenende freiwillig (!) um 7 Uhr auf ... dafür fallen ihr abends schon gegen 22 Uhr die Augen zu :-).

Die meisten Menschen bekommen auch die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit binnen kürzester Zeit problemlos hin. Und ich behaupte mal, was mit einer Stunde klappt, klappt auch - stückchenweise - mit drei oder vier :-)

Antwort
von anonymous, 76

Kurz: NIE. Aus einem Abend/Nachtmensch wird nie ein Morgenmensch. Ich habe das 40 Jahre versucht, geht nicht Am Besten Beruf suchen, wo das von Vorteil ist. Kurzzeitig kann man das machen, der Körper und Geist versucht aber immer auf seinen angeborenen Rythmus zurück zu kommen. Helfen kann für eine Zeitweilige Umstellung alles was müde macht: Körper: Abends schwimmen gehen, Spazieren gehen, Sport. Heiße Milch mit Honig. Warmer Griesbrei. Wärmflasche, Geist: Leerer Raum ohne geistige Anregung. Gedanken und etwaige Probleme durch meditieren ruhig stellen. Langweilige Bücher. Gift ist: alles was anregt und geistig wach hält: Computer, gute Bücher, Nachdenken, spätes Essen. Es heißt, Kluge Menschen denken abends besonders viel nach und kommen deshalb schwer in den Schlaf. Also an sich nicht schlimm Nachrmensch zu sein. Deutschland ist extrem auf Morgenmenschen eingestellt (früher Schulbeginn. Frühes Arbeitsende etc.) andere Länder Ticken anders: USA und in Latein- und Südamerika leben die Menschen wesentlich nachtmenschenfreundlicher..... Viel Glück beim "Umstellen".

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