Frage von amike, 65

Wie wichtig ist es, an einem Geburtsvorbereitungskurs teilzunehmen und sollte der Vater auch dabei sein?

Welchen Rat würdet ihr einer jungen Schwangeren geben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nelly1433, 42

Notwendig ist es sicher nicht. Aber beim 1. Kind kann es sinnvoll sein, um evtl. Unsicherheiten abzubauen:

Eine Schwangerschaft ist ein sehr emotionales und einschneidendes Erlebnis im Leben eines Paares. Und auch wenn die Freude noch so groß ist, so lassen sich doch eine gewisse Unsicherheit und Ängste nicht vermeiden. Diese sind besonders bei Erstgebärenden besonders groß, da diese noch vollkommen ahnungslos sind und überhaupt nicht wissen, was auf sie zukommt.

Eine Schwangerschaft ist unbestritten eine absolut wunderschöne Zeit, doch haben nicht wenige Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, große Angst vor der Geburt. Sie können die Schmerzen nicht einschätzen und lassen sich nur allzu gerne von den Horrorgeschichten anderer Mütter stark verunsichern. Doch auch die erste Zeit nach der Geburt sorgt für Unsicherheiten und Ängste. Die Abläufe einer Geburt, der Arbeit des Kreißsaalteams danach, all dies ist völliges Neuland für Erstgebärende. Genau für all diese Ängste und Sorgen ist ein Geburtsvorbereitungskurs gedacht. So soll hier den Schwangeren zum einen die Angst vor dem Unbekannten genommen werden, zum anderen sollen Frauen im Laufe von einem Geburtsvorbereitungskurs auf die Geburt vorbereitet werden indem sie mit allen wichtigen Abläufen vertraut gemacht werden.

http://www.geburtsvorbereitungskurs.net/schwangerschaft/geburtsvorbereitungskurs...

Ob der Vater dann ebenfalls teilnimmt, liegt ganz an ihm. Und auch daran, ob die werdende Mutter ihn dabei haben möchte.

ALLES GUTE !

Kommentar von Nelly1433 ,

danke für den Stern!

Antwort
von dinska, 27

Ich habe 3 Kinder bekommen und habe nie einen solchen Kurs besucht. Natürlich war ich regelmäßig zur Schwangerenberatung.

Ich würde einer jungen Schwangeren raten, sich auf ihr Kind zu freuen und alles zu tun, damit es ihm gut geht und sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Die Einbeziehung des Vaters halte ich für wichtig, bei der Vorbereitung des Kinderzimmers oder den entsprechenden Bereich und zur Beschaffung aller notwendigen Möbelstücke.

Besprechen wie die Vorstellungen beider nach der Geburt sind, was kommt auf jeden zu und wie kann man sich gegenseitig unterstützen.

Wenn sich eine Schwangere solch einen Kurs wünscht, dann soll sie da hingehen und wenn der werdende Vater es möchte, kann er sie begleiten.

Man muss aber nicht alles, was angeboten wird auch machen. Das Wichtigste ist immer Ausgeglichenheit und das werdende Leben zu schützen.

Ich wünsche der werdenden Mutter ein gesundes Baby, ganz gleich wie sie sich entscheidet.

Antwort
von Sportacus, 41

Ich finde es nicht notwendig. Aber das sollte jede Frau selbst entscheiden. 

Ob der Vater dabei sein sollte? Nur, wenn beide es wirklich wollen. Ich als Mann würde weder beim Kurs noch bei der Geburt dabei sein wollen - außer wenn meine Frau es sich von Herzen wünsche würde. Dann würde ich ihr beistehen.

Kommentar von Hooks ,

Ich sag Dir eins. Als Frau wird man beim ersten Kind doch sehr überfallen von der Intensität der Gefühle - jedweder Art. Es ist schön, wenn man dann jemanden Vertrauten dabeihat. Und wer ist vertrauter als der eigene Mann?

Angst oder Scheu vor dem Unbekannten hat jeder. Prima, wenn man dem als Paar begegnen kann! Das verbindet und schweißt zusammen.

Mein Mann war im KH dabei, aber leider keine Hilfe (die ich psychisch dringend gebraucht hätte, die Hebamme war ein Drachen); er kam mit der Situation nicht klar, hing total fertig auf einer Bank und mußte sich hinterher 6 Spritzen in den Nacken geben lassen.

Aber es war ein besonderes Erlebnis für ihn, beim Versorgen des Babys dabeizusein! (obwohl er sich im Vorhinein davor geekelt hatte) Er drückte das blutende Kerlchen an sein gutes Hemd, badete es, half beim Anziehen und war hin und weg. Das sind Augenblicke, die sind einzigartig im Leben!

Die nächsten beiden Geburten hat er verpaßt (bei Nr. 2 hatte Nr. 1 die Hosen voll und er mußte zum Wickeln heim, Nr. 3 kam zu plötzlich während der Arbeitszeit), aber bei den letzten drei Geburten waren wir unter Anleitung ein gutes Team, eine wunderbare Erfahrung. So hat auch ein Mann die Chance, sich zu entwickeln :-)

Antwort
von Winherby, 45

Ehrlich gesagt halte ich dies für überflüssig. 

Natürlich ist es ein einträgliches Geschäftsmodell für die, die solche Kurse anbieten.

Wenn Du hebammelig betreut wirst, und regelmäßig beim Gyn. bist, sollte dies völlig ausreichen, die Hebammen geben Dir alle Tipps und erklären, was zu beachten ist, das reicht denke ich.

Meine Frau hat zwei strammen Jungs auf die Welt gesetzt, ohne jegliche Kurse, - hatte sie garkeine Zeit für -, nur eben mit Betreuung der Hebamme. 

Natürlich ist mir klar, dass es heutzutage so üblich ist und zum guten Ton gehört, solche Kurse zu besuchen. Wenn es Dir Dein "Gewissen" beruhigt und das gute Gefühl gibt, Alles für´s Kind getan zu haben, dann geh mal hin, aber ich bin da doch eher oldscool eingestellt und konzentriere mich lieber auf das wirklich Nötige. LG

Kommentar von Hooks ,

Oldscool ok, aber heutzutage sind Schwangere selten, und von wem kann man denn noch was über Ss, Geburt, Kinderpflege usw lernen? Früher waren das Themen auf dem Spielplatz, aber die werden ja auch immer seltener. Und welche Frau hat noch Zeit, ihre Nachmittage draußen mit den Kindern zu verbringen und sich mit anderen Frauen auszutauschen... Verwandtschaft wird auch immer weniger...

Kommentar von Winherby ,

Mutter, Omas, Gynäkologe, Hebamme, außerdem nimmt die Geburtenrate seit zwei Jahren wieder zu, soooo selten sind Schwangere also in freier Wildbahn nicht anzutreffen. Und auf Spielplätzen sind gluckende Mütter haufenweise anzutreffen, lG

Antwort
von Mahut, 29

Ich habe es früher auch nicht gemacht weil es kaum Angebote gab. und die Kinder kamen auch gesund und fröhlich zur Welt.

Kommentar von Hooks ,

Heute gibt es diese künstlichen Angebote, weil man natürlicherweise kaum etwas über Kinder und Kinderkriegen lernen kann.

Unsere Gesellschaft inkl Schule und Medien beschränken sich da eher auf die egoistische Lust und das Beseitigen von Pannen.

Antwort
von Hooks, 30

Ich finde es sehr wichtig, denn das Wissen um das  Kinderbekommen ist aus der Gesellschaft verschwunden.

Solch ein Kurs nimmt Ängste und bereitet einen vor. Es stärkt das Paar, wenn der Vater mitkommt und dadurch ein bißchen mehr weiß darüber, was mit seiner Frau los ist. Außerdem trifft er auf andere Väter, die ähnliche Probleme haben wie er.

Man kann sich dann auch später noch privat treffen, und den einen oder anderen sieht man beim Arzt oder Kinderturnen wieder, dann kennt man schon jemanden. Wichtig für das soziale Netz!

Kommentar von Hooks ,

Ich habe übrigens jedesmal einen solchen Kurs besucht, später alleine mit einem Partnerabend im Programm. Es war einfach schön, mal einen ganzen Abend einfach nur für mich und mein Baby zu haben (wen interessiert denn im Alltag eine Schwangerschaft?). Mit Gleichgesinnten zusammenzusein, habe ich einfach gebraucht.

Wir haben uns auch hinterher noch immer noch privat getroffen, wenigstens einmal reihum zum Babyfrühstück eingeladen. Manche Gruppen hielten auch länger. Es sind nette Bekanntschaften dadurch entstanden. Inzwischen plaudern wir über Praktikumsplätze und Ausbildungsstätten, weil wir eben gleich alte Kinder haben.

Antwort
von kreuzkampus, 33

Sowas gemeinsam zu machen, ist schön.

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