Frage von Hanni1959, 87

Wie werden Angstpatienten behandelt?

Bei meinem Neffen wurde die Diagnose gestellt, dass er Angstpatient ist und daher würden seine Leistenschmerzen rühren. Wie geht das denn jetzt weiter mit der Behandlung, geht das auch wieder weg oder muss man damit leben?

Antwort
von Serienchiller, 83

Zum einen kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein, bei der dein Neffe lernt, mit seiner Angst umzugehen und zu begreifen, dass es keinen Grund dafür gibt.

Zum anderen sprechen die meisten Angstpatienten aber auch sehr gut auf bestimmte Antidepressiva an (z.B. so genannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer/SSRI). Die sind heutzutage auch sehr arm an Nebenwirkungen und können wirklich viel bewirken.

Antwort
von StephanZehnt, 70

Hallo Hanni,

man kann bei Angstpatienten eine Konfrontationstherapie machen. Hier (Link) kannst Du einiges zum Thema nachlesen

http://www.lebenshilfe-abc.de/konfrontationstherapie.html

Allerdings bei Patienten mit einer Depression, Psychose, Herzerkrankung, Epilepsie sowie Patienten , die gerade auf Entzug von Tabletten oder Alkohol sind oder sehr viele Medikamente einnehmen müssen, ist die Konfrontationstherapie nur bedingt oder nicht geeignet.

Was Dein Neffe an Entspannungstechniken machen kann z.B. Yoga, Thai Chi müsste man abklären. Ich weis nicht ob er schon einen Psychologen hat, dass Problem Termin wäre dann nicht ganz so ...!

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Wenn noch kein Psychologe gefunden ist ... http://www.therapie.de/psychotherapie/

Kommentar von Serienchiller ,

Die Konfrontationstherapie ist aber vor allem bei spezifischen Phobien sinnvoll - wenn man z.B. Angst vor Spinnen, Platzangst oder Angst vor Menschenmengen hat. Bei einer generalisierten Angststörung bringt es nichts, weil es da keine bestimmte Sache gibt, vor der jemand Angst hat. Es ist eher so, dass die Betroffenen ein ständiges Gefühl der Angst haben, ohne dass es dafür einen vernünftigen Grund gibt.

Antwort
von Sonnenblume21, 60

Hallo Hanni1959...

Hab das Problem seit der Geburt meiner Tochter!!! War auch bei einigen Psychotherapeuten...ohne Erfolg!!! Was macht ihm genau Angst??? Und was hat das mit den Leistenschmerzen zutun...oder durch die körperliche Anspannung, wegen der Angst!?!? Wenn man weiss, was ihm Angst macht....Konfrontation ist die beste Therapie und das immer und immer wieder!!!

Lg

Antwort
von anonymous, 60

Hallo,

ja das ist gar nicht so selten, wie man im ersten Moment denkt. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die gegen Neurosen bzw. Angstzustände, die du hier nachlesen kannst:

http://neurotisch.net/persoenlichkeitsstoerungen/

Mit einer guten Therapie lässt sich das eigentlich relativ gut in den Griff kriegen. In der Psychologie gibt es übrigens viele interessante Therapieansätze dazu. Langfristig ist das auf jeden Fall heilbar :)

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