Frage von Sumsel, 125

Wie sinnvoll ist die Einnahme von Fluor?

Kinder bekommen ja meist die Fluoretten verschrieben. Stärkt das die Zähne wirklich oder hat das auch Nachteile?

Antwort
von bethmannchen, 101

Dass man Säuglingen D-Flouretten gibt ist damit begründet, dass die Zähne schon vor dem Durchbrechen ausreichend gehärtet sein sollen. Ob das überhaupt so wichtig ist, wage ich aber zu bezweifeln.

Vitamin D3 fördert das gesunde Knochenwachstum. Säuglinge kommen ja kaum an die Sonne, daher ist die Gabe gerade in dieser Phase des rasantsten Wachstums in der gesamten Lebensspanne recht sinnvoll zur Vermeidung von Rachitis.

Flour soll den Zahnschmelz härten. Allerdings ist Flourid nicht ganz ohne und jedes Zuviel sogar gesundheitsschädlich. Dann ist der Zahnschmelz so hart, dass er schon wieder mürbe wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fluor#Biologische_Bedeutung

Es ist umstritten, ob Fluor ein für den menschlichen Organismus essentielles Spurenelement ist.[30] Im Körper sind etwa 5 g Fluoride (bei 70 kg Körpergewicht) enthalten.[31] Es ist sehr ungleichmäßig verteilt, der weitaus größte Teil ist in den Knochen und Zähnen enthalten.

Fluorid kann vor Zahnkaries schützen und den Zahnschmelz härten. Durch den Einbau von Fluorid- anstatt von Hydroxid-Ionen in den Hydroxylapatit der Zähne entsteht Fluorapatit. Letzterer ist schwerer in Wasser löslich und damit stabiler gegenüber dem Speichel. Fluorid wirkt durch die geringe Löslichkeit des Fluorapatits remineralisierend, indem der durch Säuren aufgelöste Apatit in Anwesenheit von Fluorid wieder ausgefällt wird. Weiterhin wirkt Fluorid hemmend auf bestimmte Enzyme und bewirkt eine Unterbrechung der Glykolyse in kariesverursachenden Bakterien, was deren Wachstum hemmt.[32]

Die Aufnahme von Fluorid auf natürlichen Wegen erfolgt in der Regel mit dem Trinkwasser oder der Nahrung. Nehmen Kinder während der Zahnentwicklung zu viel Fluorid auf, kann sich eine Dentalfluorose bilden. Diese bewirkt punktförmige bis fleckig-braune Verfärbungen (mottled teeth oder mottled enamel) auf der Zahnoberfläche, zudem ist der Zahn fragiler und weniger widerstandsfähig. Die maximal empfohlenen Höchstmengen an Fluorid, die ein Mensch täglich zu sich nehmen sollte, betragen für Säuglinge bis sechs Monate 0,7 mg, von 7–17 Monaten 0,9 mg bei Kindern bis drei Jahren 1,3 mg. Kinder von vier bis acht Jahren sollten nicht mehr als 2,2 mg Fluorid pro Tag aufnehmen. Wenn danach die Zahnentwicklung abgeschlossen ist, verträgt der Mensch höhere Dosen bis zu 10 mg Fluorid pro Tag.[33]

In Deutschland ist die Trinkwasserfluoridierung nicht zulässig, in der Schweiz wurde sie bis 2003 in Basel durchgeführt. Bis zum Jahr 2000 durfte darum in Basel auch kein fluoridhaltiges Salz verkauft werden.[34]

Da Fluorid ähnlich Selen in größeren Mengen toxisch wirkt, existiert nur ein kleiner Bereich, in dem Fluorid im Körper vorkommen darf, ohne toxisch zu wirken.

Antwort
von Mahut, 79

Vielleicht ist es sinnvoll im ersten Lebensjahr mit Vitamin D, Fluoretten zu geben, aber wenn die Kinder anfangen mit Zahncreme zu putzen, sollte man flourfreie Zahncreme kaufen.

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/fluorid-und-der-grosse-zahnbetrug

hier kannst du alles nachlesen

Antwort
von elliellen, 91

Hallo! Leider hat Fluorid sehr viele gesundheitliche Nachteile. Der Stoff soll laut Werbung ja den Zahnschmelz härten, in Wirklichkeit macht es ihn aber porös.

Der Link von "Mahut" zeigt wieder einmal, wie Verbraucher getäuscht werden sollen.

Ich verwende Zahncreme ohne Fluorid und muss sagen, es ist wirklich schwierig, solche Produkte zu finden.

http://gesund-einkaufen.com/Blog/gesundheit/fluor-fluorid/

Antwort
von Muckelchen, 62

Bei den kleineren Kindern ist das schon sinnvoll, denn sie putzen sich die Zähne noch nicht mit fluoridhaltigen Zahnpasten. Bei zu viel Fluor kann es sein, dass man weiße Flecken auf den Zähnen bekommt, die gehen aber auch wieder weg.

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