Frage von Wolli12,

Wie schreibt man eine Patientenverfügung?

Ich habe mir neulich mal Gedanken gemacht, dass man eigentlich ja sowas für den Fall der Fälle geschrieben haben sollte. Aber ich weiß gar nicht, wie man das angeht. Wie schreibt man genau auf, was man will und was nicht. Ich kann es ja im Einzelfall auch nicht beurteilen. Habt ihr Erfahrungen damit oder wo kann man sich beraten lassen?

Hilfreichste Antwort von Nelly1433,
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Unter folgendem Link gibt es Informationen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Hinterlegung der Vollmachten, Beratungen etc. sowie die entsprechenden Formulare: http://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/alter/pflegeundbetreuung/patient.... - Oder einfach mal 'christliche Patientenverfügung 2011' googeln. Würde auch mit meinem Hausarzt darüber sprechen. Der kann beraten und bei der Formulierung helfen.

Kommentar von spade,

Die christliche Patientzenverfügung ist eine der schlechteren, die im Internet zu finden ist. Obwohl die Kirchen in der Expertenkommission mit vertreten waren, die die Empfehlung des BMJ erarbeitet haben, fällt ihre aktuelle Patientenverfügung weit dahinter zurück. Wer sich mit der Thematik nicht auskennt wird das nicht bemerken und als gläubiger Christ der Empfehlung seiner Kirche folgen. Wenn er oder sie sich an die Vorgaben hält, gilt seine Patientenverfügung nur im unmittelbaren Sterbeprozeß und im Endstadium einer unheilbaren tödlich verlaufenden Krankheit. Diese Situationen greifen erst sehr spät und beinhalten Demenz, Wachkoma oder Schwerstpflegebedürftigkeit erst nach langer Zeit des Leidens. Wer will das schon für sich?

Antwort von schanny,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Vordrucke für Patientenverfügungen kann man sich kostenlos z.B. bei der Paritätischen aus dem Internet runterladen und ausdrucken. Wem das für sich selbst noch nicht genau genug ist, könnte einen Anhang an die Verfügung heften. Ich für mich selbst finde es sehr schwierig, weil ich die Situation meiner Familie in meinem Krankheitsfall auch berücksichtigen möchte. Ich glaube, ich würde grob eine Verfügung machen und im speziellen, dann wenn es eingetreten ist. Ich finde es ist auch so Krankheits abhängig und hängt von vielen Faktoren ab. Besteht eine Chance auf Heilung, werde ich jede Strapaze in Kauf nehmen wollen, um wieder gesund zu werden. Ist es hoffnungslos würde ich keine weitere medizinische Versorgung wollen. Ich finde, man kann es sehr schwer vorab entscheiden. Aber schau doch auch noch mal unter "Verwandte Fragen". Hier im Forum sind schon viele Fragen dazu gestellt worden und du wirst sicherlich einige gute Erklärungen für Dich finden.

Antwort von srilanka,

Hallo Wolli12 frage doch mal deinen Hausarzt er hat nomalerweise ein Formular dafür in den du dann beantworten kannst was du im ernstfall möchtes ob du an maschinen angeschlossen werden willst oder nicht Grüße srilanka

Antwort von totalschaden,

vielleicht einmal ein hinweis aus der praxis: mein schwiegervater hatte keine patientenverfügung und lag im dezember im krankenhaus. die ärzte haben uns als familie dann dazu befragt, was er gewollt hätte. diese situation war für uns absolut schwierig, weil er nie darüber gesprochen hat. die ärzte haben uns aber auch gesagt, dass es selbst mit patientenverfügung schwierig genug ist, die richtigen entscheidungen zu treffen. man kann nicht alle evtl. situationen in einer patientenverfügung beschreiben, es kann immer wieder zu so speziellen situationen kommen, die die getroffene verfügung in frage stellen. deshalb ist es ganz wichtig, dass die verfügung nicht nur schriftlich verfasst wird, sondern auch mit vertrauenspersonen besprochen wird. das kann z.b. der hausarzt sein oder auch die familie. am besten wären natürlich beide ;) außerdem sollte man die verfügung in regelmäßigen abständen erneuern bzw. wenigstens mit neuem datum unterschreiben.

Antwort von spade,

Eine Patientenverfügung selber zu schreiben ist ziemlich schwer, weil die wenigsten genug medizinische Kenntnisse und Erfahrung mit dem Sterben haben (auch viele Ärzte nicht). Die Verbraucherzentrale hat eine Broschüre dazu herausgegeben, die einiges erklärt. Das BMJ auch und deren Broschüre ist kostenlos. Beide gehen aber vielen Menschen nicht weit genug. Vielleicht magst du Google mal nach Patientenverfügung oder Standard-Patientenverfügung suchen lassen. Die Angebote, die dort oben stehen (nicht die Anzeigen) stehen da, weil sie gut angesehen sind. Allerdings sollte man sich die Angebote der Ärztekammern genau ansehen, bevor man sie nutzt, denn die sind vorrangig Vertreter der Ärzteschaft und nicht der Bürger. Es heißt nicht umsonst, dass man sich mit einer Patientenverfügung vor den Kunstfehlern der Ärzte schützt.

Antwort von katwiesel,

Ich habe mir auch vor einigen Tagen eine Patientenverfügung runtergeladen, aber nichts für mich zutreffendes darin gefunden. Außerdem habe ich mir ein Buch über Patientenverfügung gekauft, auch da habe icht nicht das richtige gefunden. Jetzt möchte ich einen Beratungstermin bei der Verbraucherzentrale machen. Vielleicht wird mir da geholfen.

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