Frage von sheep05, 449

Wie schädlich ist Alu in Deos wirklich?

Hallo liebe Community! Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr euch die Zeit nehmt & die ganze Frage durchlest! Danke schonmal im Voraus!

In erster Linie würde mich interessieren, ob Alu in Deos wirklich so schädlich ist.

Nun zu meinem eigentlichen Problem: Also, ich bin 15 Jahre alt (weiblich) & ich habe bis jetzt immer Deos ohne Aluminiumsalze verwendet (Lavera & Nivea). Mir ist aufgefallen, dass es dadurch zur vermehrten Flüssigkeitsproduktion unter den Achseln kommt. Vor allem in der Schule ist es für mich besonders peinlich, weil ich wirklich jeden Tag (schon in der 1. Stunde!) Flecken unter den Achseln habe! Keiner aus der Klasse hat das! Ich trage deswegen weite & helle Kleidung (Baumwolle), aber ich schwitze trotzdem. Aber das komische ist, dass ich zuhause nicht bzw. kaum schwitze? Ich habe weder Probleme mit meinen Mitschülern, noch mit den Lehrern. Auch wegen den Noten besteht kein großer Druck. Mir ist auch aufgefallen, dass ich wenn ich nach dem Deo auftragen nochmals dusche, keine Flecken unter den Achseln bekomme. Wie kann das sein?

Deswegen würde ich jetzt gerne ein Deo mit schweißhemmender Wirkung, also mit Alu verwenden. Ist das schlimm? Es heißt ja immer, dass die Haut atmen müsse... Aber es gibt ja auch eine Mischung aus Deodorant & Antitranspirant. Fast alle meiner Freunde verwenden sowas. Ich würde mich einfach wohler fühlen, wenn ich keine Flecken mehr unter den Achseln habe. Vielleicht versteht ihr das ja. Meine Mutter ist aber gegen Alu in Deos. Irgendwie fühle ich mich schlecht, wenn ich ihr nichts davon erzähle & einfach so ein Deo kaufe :/ Wie soll ich ihr das erklären?

Habt ihr Erfahrung mit Deos mit bzw. ohne Alu? Was davon könnt ihr mir empfehlen?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Antwort
von StephanZehnt, 248

Hallo.,

also die Mittel mit Aluminium haben die Schweisssporen verstopft und dadurch hat man weniger geschwitzt. Darum heissen sie auch

Antitranspirantien - sie verhindern das schwitzen

Deos -. überdecken den Schweissgeruch

Nun rasiert man sich die Achseln und dann kann durch kleinste Wunden auch einmal Stoffe eindringen die man gar nicht möchte.

Da sie sowohl bei Brustkrebs als auch bei Demenz eine Rolle spielen sollen würde ich sie nicht nehmen.

Es macht auch viel aus was man für Kleidung trägt. Bei Hemden mit Mischfaser schwitze ich auch stärker als bei denen aus Baumwolle bzw. Naturfasern.   Ich nehme wenn es sehr warm wird ein , zwei Papiertaschentücher mit eins zum trocknen der Achsel und mache ich am Waschbecken im WC leicht nass und kleinen Tropfen Seife dazu ..ob das in einem Schul WC  ?Zumeist wohl nicht. Bei mir ist es etwas heftiger Hyperhidrose.

Ob bei Dir ein anderes Deo besser hilft?

Ich würde dies einmal durchlesen. da stehen drei Sprays die  schützen den ganzen Tag vor Achselgeruch:

http://www.srf.ch/konsum/tests/testsieger/deos-im-test-schutz-auch-ohne-aluminiu...

Gruss Stephan

Kommentar von sheep05 ,

Vielen Dank für deine Antwort! :) Ich werde demnächst ein paar Deos ohne Alu kaufen & austesten.

Antwort
von gerdavh, 236

Ich selbst benutze auch keine Deos mehr mit Aluminium, weil ich einfach kein unnötiges Risiko eingehen will. Ich kenne das aluminiumfreie Deo von Lavera, ich finde das auch nicht gut, auch ich bin dann ganz nass unter den Armen. Ich werde wohl wieder das aluminiumfreie Deo von Sante kaufen, ist zwar um einiges teurer, aber man hat dann ein gutes, trockenes Gefühl und kann davon ausgehen, dass man kein Gesundheitsrisiko auf sich nimmt. Das hier Erstgenannte nehme ich gerne, vor allem, weil es auch parfumfrei ist

http://aluminium-frei.de/alles-ohne-aluminium/deos-ohne-aluminium/sante/

lg


Kommentar von sheep05 ,

Vielen lieben Dank für deine Antwort! Vielleicht werde ich dieses Deo auch mal ausprobieren. Du hast recht, nicht alle Deos wirken gleichgut! 

Antwort
von Shivania, 202

Aluminium ist zwar kein Schwermetall - aber von der Giftigkeit wird es dort eingereiht und medizinisch auch von den Umweltmedizinern behandelt.

Hier gibt es vielfältige Informationen darüber - aus der Quelle eines Mediziners: http://www.tierversuchsfreie-medizin.de/?DOWNLOADS

Diese Informationen sprechen glaube ich für sich.

Ich kann nur von mir selber sprechen und mein Fazit ist: Aluminium ist sehr schädlich. Ich hatte die letzten 10 Jahre vielfältige Symptome - von Migräne über Hautausschläge, Verdauungsstörungen, Weichteilschmerzen - seit ich Aluminium ausleite sind alle Symptome verschwunden. Früher habe ich auch aluminiumhaltige Deos verwendet - heute verwende ich entweder gar keins mehr - oder eins ohne Aluminium. Ich habe aber noch viel mehr in meinem Leben verändert.

Im Video gibt es noch mehr Informationen zu Pflege und Kosmetik und was da alles enthalten ist.

Kommentar von sheep05 ,

Vielen Dank für deine Antwort! 

Mich würde interessieren, wie es dir nun mit der Schweißproduktion unter den Achseln geht?

Kommentar von Shivania ,

Ich persönlich schwitze nicht. Aber jeder Körper ist ja anders. Manche sagen, man könne Kokosöl anstatt Deo verwenden, das habe ich aber noch nicht getestet. Wegen der Giftstoffe habe ich hier noch interessante Informationen:

http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gesundheitsrisiko-schwermetalle-nicht-n...

Antwort
von Anneliese08, 181

Ich kann deine Mutter verstehen, ich nutze auch keine Deodorants mehr mit Aluminium und immer mehr Hersteller haben ja auch umgestellt, so hat man ja die Auswahl. Aluminium ist aber nicht nur in Kosmetik gefährlich, auch bei Lebensmitteln sollte man darauf achten, dass man Aluminium meidet. Es steht im Verdacht, an Krankheiten wie Krebs und Alzheimer beteiligt zu sein.

Kommentar von sheep05 ,

Danke für deine Antwort! Ich werde bei Deos ohne Alu bleiben und mich mal umsehen, schließlich wirkt nicht jedes Deo bei jedem gleich gut :)

Antwort
von SaschaBallweg, 36

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) schreibt dazu…

[…] Die Experten wiesen, bei aller Vorsicht wegen der wachsenden Anzahl von Kosmetika mit Aluminium, aber auch auf eines hin: Selbst bei Menschen, die lange aluminiumhaltige Medikamente eingenommen haben, sind keine entsprechenden gesundheitlichen Auswirkungen bekannt geworden.[…] Die Experten wiesen, bei aller Vorsicht wegen der wachsenden Anzahl von Kosmetika mit Aluminium, aber auch auf eines hin: Selbst bei Menschen, die lange aluminiumhaltige Medikamente eingenommen haben, sind keine entsprechenden gesundheitlichen Auswirkungen bekannt geworden.

QUELLE https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/mythen.php 

Ich meine… hallo?! Wenn schon die orale Zufuhr von Aluminium über einen langen Zeitraum keine Rückschlüsse auf eine Gefährdung zulässt, wie ist dann überhaupt dieser ganze und zum Sommer hin immer wiederkehrende Medien-Hype rund um Antitranspirante zu erklären?
Mir persönlich fallen da spontan Stichworte wie "Einschaltquoten" und "Clickbaiting" ein. Vielleicht bin ich als jemand, der vom Verkauf von Mitteln gegen Schwitzen & Körpergeruch lebt, ja einfach zu einseitig eingestellt aber völlig kann man das Fehlen jedes wissenschaftlichen Beweises für eine Gefährdung ja auch nicht einfach so abtun.
Kommentar von StephanZehnt ,

Es ist absolut klar wenn man gewerblich davon lebt sprich solche Mittel verkauft die u.U.  Aluminiumhaltig sind kann man nicht schreiben das aluminiumhaltige Deos nicht unbedingt das Wahre sind.

http://www.taz.de/!5046799/

Kommentar von SaschaBallweg ,

Nun gut, darauf dass ich u.a. mit Antitranspiranten handele, hatte ich ja bereits selbst hingewiesen ;)

Der Bericht ist aber auch bereits etwas älter und die mögliche Gefährdung hat sich über die Zeit hinweg auch nicht weiter verdichten können. Außerdem heißt es bei der TAZ...

"Laut BfR dringt der Stoff über frisch rasierte oder verletzte Haut besonders gut ein.

Studien bringen Aluminium immer wieder mit Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung. Das BfR hält die wissenschaftlichen Belege dafür derzeit für nicht ausreichend, allerdings sei die Datenlage widersprüchlich, mehr Forschung nötig."

Darauf, dass ein Antitranspirant nicht nach der Rasur und nur auf die unverletzte Haut aufgebracht werden sollte weisen wir übrigens schon seit über 10 Jahren hin. Ich bleibe deshalb bei meiner Einschätzung und verweise auf die Einschätzung des Deutschen Krebsforschungszentrum, die sich ja allein schon auf Grund Ihrer Sorgfaltspflicht gegenüber ihrer Klientel sicherlich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Und dort heißt es, dass selbst die direkte Zufuhr in den Organismus über eine orale Einnahme trotz längerer Beobachtung keine Rückschlüsse auf eine Gefährdung zulässt.

Es sollte (und wird) jedoch jeder selbst entscheiden, ob die Steigerung der Lebensqualität durch ein Antitranspirant das Restrisiko wert ist. Schönen Abend noch!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten