Frage von sonne123, 26

Wie mit Stress umgehen?

Hallo Ihr Lieben, momentan kommt wieder alles Knüppel dick.......meine Tante hatte vor ein paar Tagen einen Schlaganfall, wobei es momentan sehr schlecht aussieht. Meine Mutter ist total am Boden, dabei hatte sie sich seit dem Tod meines Vater's erst wieder gefangen. Dann hatte ein entfernter Verwandter einen Unfall und ist aus größerer Höhe gestürzt. Genaueres weiß ich noch nicht.....und wenn das nicht schon alles reicht, mache ich mir auch Sorgen um meinen Mann. Sein Husten hat sich wieder verschlimmert, nachdem er ein Spray vom Lungenfacharzt verschrieben bekommen hat. Also alles andere als rosige Aussichten..... Immer Tabletten nehmen, wie Tavor ist ja auch nicht gut. Wie kann ich ohne Psychopharmaka wenigstens ein wenig abschalten oder auch mal das Gefühl wirklich entspannt zu sein, welches ich schon lange nicht mehr hatte? Freue mich über jede Antwort. Danke und einen schönen Start in die neue Woche wünsche ich euch.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dinska, 26

Liebe Sonne, es gibt eben einfach Zeiten, die total besch.... sind und es scheint alles zusammenzukommen. Ich kenne das selbst auch. Da helfen auch keine guten Ratschläge, man muss es erstmal verkraften. Es ist eine schwierige Zeit. Versuche dich zu entspannen bei schöner Musik, die du gern hörst, Spaziergänge in der freien Natur, lächle oft, auch wenn dir nicht danach zumute ist und denke positiv. Es wird alles gut, alles hat und braucht seine Zeit, ändere, was du ändern kannst, alles andere nimm gelassen. Sorge dich um dich und dein Wohlbefinden, denn das stärkt deine Kraft und Belastbarkeit. Alles Gute, ich drücke dir die Daumen, dass es besser wird! LG dinska

Kommentar von sonne123 ,

Vielen lieben Dank euch allen für die gutgemeinten und hilfreichen Antworten. Nur das genauso umzusetzen ist nicht  leicht. Meist ist es ja so, das man an sich selber erst zuletzt denkt. Meine Tante hat es nicht mehr geschafft, obwohl sie ein Kämpfer war. Aber niemand lebt ewig und der Tod gehört nun mal zum Leben. Nochmals Danke und liebe Grüße 

Antwort
von Mahut, 15

Liebe Sonne, das tut mir Leid, was du zur Zeit durchmachst.

Ich selber habe wenn ich mal Stress habe, klassische und Entspannungsmusik gehört, dazu lege ich mich auf die Couch und mache die Musik leise an, dabei  Atme ich ganz gleichmäßig und tief in den Bauch, dabei entspanne ich total.

Vielleicht hilft es dir ja auch.

LG Mahut


Antwort
von Lydia304, 18

Hallo Sonne,

am wichtigsten ist es zunächst, dass Du es schaffst, von der ständigen Beschäftigung mit diesen Themen wegzukommen. Wir alle erleben um uns herum (wenn man auch im weiteren Kreis schaut) immer wieder Krankheit, Unfall und Tod, das gehört zum Leben dazu. Ab einem gewissen Alter ist es auch normal, dass die Elterngeneration langsam krank und gebrechlich wird und stirbt. Viel darüber nachdenken, alles ganz schrecklich finden und sich Sorgen machen ist nicht hilfreich. Man kann helfen, wo man helfen kann und will, ansonsten heißt es ja oft auch abwarten und den Behandlern vertrauen oder auch das Schicksal anzunehmen.

Es ist also wichtig, dass Du aufhörst, um Deine unfruchtbaren Sorgen zu kreisen und Dich effektiv ablenkst. Eine sinnvolle Aufgabe (Beruf oder Ehrenamt, soziales Engagement) kann da hilfreich sein. Oder ein Hobby: Sport, etwas Kreatives, Lesen, Musik machen oder hören, Singen, kulturelle Veranstaltungen, oder raus in die Natur und sie bewusst mit allen Sinnen wahrnehmen, oder soziale Kontakte, Gespräche, in denen Du Dich bewusst mit anderen Themen befasst und nicht darüber sprichst. Auch Entspannungstechniken und -kurse können hilfreich sein. Wichtig ist, dass Du Dich, wenn Du etwas anderes tust und die Gedanken um Deine Sorgen wieder auftauchen, immer wieder darin stoppst in dem Bewusstsein, das bringt jetzt nicht und gehört gerade nicht hierher. Und dann bewusst und willentlich die Aufmerksamkeit auf die ablenkende Tätigkeit lenkst.

Wichtig ist auch die richtige Grundeinstellung zum Leben. Wir müssen alle sterben, wissen nicht wann und unter welchen Umständen (das ist vielleicht ganz gut so), müssen auch alle mal ab und zu uns liebgewordene Menschen verlieren, und ein gewisses Risiko gehört zum Leben dazu. Es ist wichtig, das zu akzeptieren und damit zu leben, ohne dauernd darüber nachzudenken, denn sonst wird man wahnsinnig.

Machst Du eigentlich Psychotherapie? Eine Verhaltenstherapie kann hilfreich sein, um das zu erlernen.

Viel Glück!


Antwort
von Hooks, 16

Das gibt es verschiedene Ebenen, auf denen wir dem Stress begegnen:

  • Körperlich:

Du mußt beachten, daß bei Stress die Nerven mehr angespannt sind und dadurch mehr Vitamin B (den ganzen Komplex) und Magnesium  brauchen. Vielelicht auch noch mehr, aber mit diesen beiden kenne ich mich aus. Du soltlest sie unbeding zuführen, damit Dein Körper nicht die wichtigen Nährstoffe entzogen werden, die er außer für die Nerven auch noch für andere wichtige Dinge braucht. B- und Mg-Mangel haben beide ernste Schäden als Folge!

Weiter mußt Du auf viel Schlaf achten, denn im Schlaf findet der Zellstoffwechsel statt. Geh ins Bett, wenn Du müde bist, auch wenn es noch nicht Deine gewohnte Zeit ist, vielleicht brauchst Du jetzt einfach viel mehr Schlaf, um zu entgiften. Viel klares Wasser kann dabei auch helfen. Und Bewegung an der frischen Luft, auch wenn es nur ein Spaziergang ist. Täglich eine Stunde lang marschieren  ist so hilfreich!

  • Seelisch:

Wichtig ist wirklich das Abschalten, sich mal dazu zwingen, im Jetzt zu leben und sich weder über Vergangenheit noch Zukunft Gedanken zu machen. Manchen Menschen hilft dabei die Natur, betrachte eine Blüte, ein Blatt, höre den Vögeln zu. Andere bewegen sich, malen etwas, lesen ein schönes Buch, hören Musik oder musizieren selbst. Das muß jeder für sich herausfinden, wo er zur Ruhe kommen kann.

  • Geistlich:

Einer sagte einmal: Unser Herz kommt erst zur Ruhe, wenn es zu Gott kommt. Jesus Christus hat gesagt, daß er uns seinen Frieden schenken will, der höher ist als unsere Vernunft. Erst, wenn wir unser Wollen, unser Selbermachenwollen, unser Herrschenwollen unter Gottes Willen unterordnen und IHN machen lassen, dann kommen wir zur vollkommenen Ruhe. Wenn wir uns nicht mehr als Mittelpunkt betrachten, sondern unseren Schöpfer - und ihm dann auch das Recht über uns selbst einräumen.

Beim Herrn Jesus Christus brauchst Du keine Angst zu haben, Dich selbst aufzugeben, denn ER ist die Liebe in Person (sonst wäre er nicht selber gekommen, um durch sein Sterben den Weg freizumachen für Dich, damit DU zu Gott kommen kannst).

Probiers aus!


Kommentar von Hooks ,

Und dann müssen wir eben zulassen, was kommt - egal, was. "Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen." Auch wenn es erstmal nicht so aussieht. (Hast Du schonmal über die Bedeutung des Wortes "Heimsuchung" nachgedacht?)

Antwort
von Shivania, 13

Vielleicht mögen Sie ja einfach Spaziergänge machen im Wald? Das ist sehr erholsam. Ansonsten gibt es auch noch die kostenlose Telefonseelsorge, da kann man rund um die Uhr anrufen. 

0800/111 0 111

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