Frage von LiloB, 715

wie lange lebt ein Mensch ohne Essen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bennykater, 688

Das kommt nicht nur auf das Essen an, sondern auch darauf, was er trinkt und auf den persönlichen Stoffwechsel.

Es gibt eine Dreier-Faustregel: Ohne Luft: 3 Minuten. Ohne Nahrung: 3 Wochen. Ohne Wasser: 3 Tage.

Auch über Flüssigkeiten können dem Menschen Nährstoffe zugeführt werden, oder zum Beispiel über den Tropf. Damit kann das Leben  verlängert werden, auch wenn der Patient nichts mehr isst. Entscheidend ist, ob nur Wasser zugeführt wird, oder auch eine Nährlösung.

Wird jedoch die Flüssigkeitszufuhr entzogen, stirbt der Patient nach wenigen Tagen.

Kommentar von Bennykater ,
Kommentar von Bennykater ,

Pluswissen schreibt dazu:

"Das ist eine Frage der Art und Weise des Hungerns. Ist ausreichend Wasser vorhanden und die Zufuhr von wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen gegeben, dann schafft es der Körper eines normalgewichtigen Menschen sogar rund 2 Monate zu überleben!

Möglich macht dies das ausgefeilte Überlebensprogramm unseres Körpers, welcher intelligent die Reserven nach und nach verbraucht und schlussendlich sogar vom eigenen Gewebe zehrt, um das benötigte Eiweiß, welches unabdingbar für die Energieproduktion ist, zu erhalten.

Die Dauer des Überlebens kann selbstverständlich je nach Situation und Energieverbrauch stark schwanken, so hält der Körper nicht alt so lange durch, wenn er sich viel bewegt, dafür umso länger, wenn er genügend Reserven zur Verfügung hat. So ist es theoretisch möglich, dass eine stark übergewichtige Person sogar an die 200 Tage ohne Nahrung durchhalten könnte.

Dennoch ist es wie so oft bei jedem Menschen unterschiedlich bzw. der Nahrungsentzug und die dadurch entstehenden Mangelerscheinungen sind von Person zu Person verschieden. Theorie und Praxis können hier also auch weit auseinander liegen."

Kommentar von Bennykater ,

Nanu, ein Daumen nach unten? Ich wäre dankbar, wenn man mir schreiben würde, wenn etwas an meiner Antwort unkorrekt wäre, statt sie auf diese Weise zu diskreditieren. Ich lerne gern dazu.

Kommentar von LiloB ,

lieber bennykater,- das kann nur ein Versehen sein. Deine Antwort war - insbesondere da ich nicht genau die Situation beschrieben hatte, gut und richtig - und hatte einen dicken Daumen und ein noch größeres Dankeschön verdient. Das bekommst Du auf jeden Fall von mir. Wenn alos irgendjemand einen Daumen nach unten verschickt hat - (und ich das wider Erwarten gewesen sein sollte) - gib ihn wieder her. Ich werde ihn zum Drücken (Daumendrücken) für meine alte Freundin mehr als brauchen. Und danke Dir und allen für die verständnisvolle Hilfe. Ja, ich werde sie brauchen, und ja- ich werde für meine alte Lehrerin (das war sie früher) und Freundin da sein.

Kommentar von Bennykater ,

Vielen Dank für das Sternchen. :D

Antwort
von brido, 610

In Extremsituationen hat der Körper durch Adrenalin- Ausschüttung viel Kraft. Wann jemand aber absichtlich fastet, kann der Kaliummangel sehr schnell einen Herzstillstand hervorrufen. Hängt davon ab wie gesund er/sie vorher war. Auf Wasser kann man nicht lange verzichten. 

Kommentar von LiloB ,

danke für die Antwort,- Du wirst sehen, daß ich (auch unter Antworten) bereits meine Situation erklärt habe. Danke aber auch Dir für die hilfreiche Antwort!

Antwort
von brion1987, 567

Mehr als 2-3 wochen maximal ohne essen geht nicht bei 2 wochen ist es schon lebensgefährlich

Antwort
von gerdavh, 525

Wenn ich Deine Stichworte so sehe, wird der Patient mit künstlicher Ernährung am Leben erhalten. Das kann man unter Umständen, wenn der Betreffende keine Lungenentzündung o.ä. bekommt, beliebig lange machen. Es ist dem Körper ziemlich egal, ob die Ernährung über eine Sonde, über Infusionen oder oral zugeführt wird. Ich habe sogar schon erlebt, dass Bettlägrige mit schlechten Venen Nähreinläufe bekommen haben. lg Gerda

Kommentar von LiloB ,

Danke für die schnelle Antwort. Nein, die Patientin wird nicht künstlich ernährt, man respektiert ihren Wunsch. Bekommt nur Flüssigkeit,- jetzt wohl auch keine Sondenernährung mehr!!Nur Sauerstoff, da sie eine Lungenentzündung hat (hatte?) Ich möchte nur eine Vorstellung davon haben, wie lange sie diesen Zustand möglicherweise ertragen muss.

Kommentar von gerdavh ,

Dann habe ich das mißverstanden. Auch wenn das traurig ist, befürchte ich, dass das unter diesen Umständen nur noch eine Sache von ein paar Tagen sein wird, bis sie stirbt. Lungenentzündung und Nahrungsentzug - das überleben ältere Menschen nicht lange.

Antwort
von LiloB, 473

Danke Euch(Ihnen) allen für die hilfreichen Worte, nicht nur medizinischer Art. Meine alte Freundin, die ich sei 1947 kenne,( sie war meine Volksschullehrerin) konnte heute nacht ruhig einschlafen. Das ist gut so - aber auch gut, zu sehen, wieviele Menschen Anteil nehmen und versuchen zu helfen. So wie Ihr - jetzt kann meine Frage gelöscht werden.

Kommentar von walesca ,

Hallo LiloB!

Es ist schön, dass es Deiner Freundin vergönnt war, so friedlich einschlafen zu können. Das wird auch Dir bei der Trauerbewältigung sehr helfen. Für Deine Zeilen möchte ich Dir ganz besonders danken, denn so eine Reaktion und Rückmeldung ist hier im Forum (leider) sehr selten geworden.

Alles Gute wünscht Dir walesca

Kommentar von Bennykater ,

Das ging jetzt doch sehr schnell und friedvoll. Das ist schön. Alles Gute für dich.

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