Frage von Ramie70, 827

Wie lange dauert ein Hörsturz? Wann hört das Dauerpiepen auf ?

Ich hatte vor 5 Wochen einen Hörsturz. Habe Tabletten und ein paar Tage später eine Sauerstofftherapie gemacht. Wie lange muss man mit dem Ohrgeräusch ( Dauerpiepton ) leben? Ist eine Akupunktur erfolgversprechend ?

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Ramie70,

Schau mal bitte hier:
Therapie Hörsturz

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mahut, 827

Ohrgeräusche kennt fast jeder. Sie tauchen ganz plötzlich auf, vergehen aber gleich wieder. Bei manchen Menschen nisten sie sich jedoch als Dauertöne in Ohr und Kopf ein und bereiten erhebliches Unbehagen. Solche Geräusche verschwinden sehr oft wieder, vor allem dann, wenn eine Ursache festgestellt und entsprechend behandelt werden kann. Nicht immer lässt sich allerdings ein konkreter Auslöser feststellen.

Tinnitus kann auch chronisch werden. Bei jedem hundertsten Betroffenen ist der Leidensdruck so hoch, dass sich der Tinnitus zu einer Krankheit mit teilweise tiefgehenden Leiden entwickeln kann. Hinzu kommen dann meist noch weitere Begleiterscheinungen wie Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis), Konzentrationsstörungen und Probleme mit den Ein- und Durchschlafen.

Ein akuter Tinnitus besteht nicht länger als drei Monate. Häufig tritt er im Zusammenhang mit einer Ohrerkrankung auf. Ab einer Dauer von über drei Monaten bis zu einem Jahr sprechen die Fachleute von einem subakuten Tinnitus.

Ein chronischer Tinnitus hält, oft trotz Behandlung, länger als ein Jahr an. Manche Betroffene kommen mit den dauernden oder wechselnden Begleittönen im Alltag zurecht, sie kompensieren sie. Für andere ist die Belastung jedoch so stark, dass weitere körperliche und seelische Probleme hinzukommen.

Je nach Belastungsgrad wird der Tinnitus wiederum in vier Grade eingeteilt. Grad I und II betreffen den kompensierten Tinnitus, der gar nicht oder nur gelegentlich stört. Grad III und IV beziehen sich auf einen dekompensierten Tinnitus, der mit einem erheblichen Leidensdruck und häufig Begleiterkrankungen einhergeht (siehe auch Kapitel "Wie Tinnitus entsteht").

Ausschnitt von: http://www.apotheken-umschau.de/Tinnitus

Kommentar von Mahut ,

Danke für den Stern

Antwort
von gerdavh, 693

Hallo Ramie, hast Du auch sofort Infusionen mit Kortison und blutverdünnenden Medikamenten bekommen? Das ist der normale Behandlungsablauf nach einem Hörsturz (s. Link). Es kann sein, dass sich das wieder gibt mit dem Dauerpiepen, muss aber leider nicht sein. Ob eine Akupunkturbehandlung erfolgreich ist, kann ich Dir leider nicht sagen, ich würde das an Deiner Stelle ausprobieren. Ich habe Tinnitus, ich lebe mit diesem Dauergeräusch - man gewöhnt sich daran. Solltest Du einen Hörverlust durch den Hörsturz haben, kann ich Dir aus Erfahrung sagen, dass es Hörgeräte gibt, bei welchen Du einen zusätzlichen, leisen Dauerton einstellen kannst, dann nimmst Du die Ohrgeräusche nicht mehr wahr. Ich drücke Dir auf alle Fälle die Daumen, dass die Akupunkturbehandlung hilft. lg Gerda

http://www.tinnitus-liga.de/hbehand.htm

Kommentar von gerdavh ,

http://www.jameda.de/gesundheit/hals-nase-ohren/tinnitus-behandlung-mit-der-yama...

Ich habe soeben interessanten Artikel gefunden, der sich mit diesem Thema beschäftigt - vielleicht wäre diese Form der Akupunktur für Dich hilfreich? lg Gerda

Antwort
von Hope1, 622

Hallo Ramie,

vor ungefähr einen Jahr erlitt ich einen Trommelfellriss. Sofort hörte ich ein seeehr lautes Piepen, es hat nach der Schienung des Trommelfells zwar etwa nachgelassen, aber es war immernoch da. Ich habe ihn ständig gehört, und es hat lange gedauert bis ich einschlafen konnte.

Deshalb habe ich in der HNO Klinik eine Infusionstherapie gemacht, die genau 7 Tage dauerte. Ich bekam täglich Cortison- Infusionen, die 6 Stunden dauerten. Nach der Therapie musste ich weiterhin viele Tabletten nehmen. Die Therapie hat die Lautstärke des Tinnitus vermindert, aber er ist trotzdem noch ständig zu hören.

Ich glaube es ist sehr schwer den Tinnitus wieder loszuwerden.

Antwort
von Autsch, 581

Akkupuntur kann den Piepton nicht wegkriegen, schon ausprobiert. Man gewöhnt sich an den Ton, bzw. irgendwann nimmt man ihn nicht mehr wirklich war. Blöd ist nur, dass man in einem Raum mit vielen Leuten und/oder Nebengeräuschen sein Gegenüber nicht mehr versteht. Entweder man wird angebrüllt, oder man lernt es von den Lippen zu lesen. Ansonsten, sollte man freundlich lächeln und so tun, als ob man es versteht, denn die Umwelt will nicht immer Rücksicht auf diese "Behinderung" nehmen.

Ansonsten hast Du aufgrund des Höhrsturzes Anspruch auf eine Kur, bzw. Rehamaßnahme.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community