Frage von Philz, 1.777

Wie kulant ist die Krankenkasse bei stationären psychiatrischen Behandlungen?

Hallo Gemeinde,

ich befinde mich derzeit seit Ende Dezember 2013 in stationärer psychiatrischer Behandlung. Eigentlich soll ich bis Ende Februar bzw. Anfang März bleiben, allerdings spiele ich mit dem Gedanken, die Behandlung abzubrechen und schon vorzeitig nach Hause zu gehen.

Zuvor war ich bereits Anfang Dezember 2013 in derselben Klinik für zwei Wochen in stationärer Behandlung. Auch damals habe ich abgebrochen, da ich mit den Therapien unzufrieden war.

Zudem war ich von Januar bis April 2013 in stationärer psychiatrischer Behandlung, dieses Mal allerdings in einer anderen Klinik. Diesen Aufenthalt habe ich nicht abgebrochen.

Sollte ich nun tatsächlich abbrechen, wie hoch sind dann meine Chancen, dass die Kosten eines etwaigen zukünftigen Klinikaufenthalts nochmal von der Krankenkasse übernommen werden? Kann es mir passieren, dass die Krankenkasse nicht mehr mitspielt und sich weigert, die Kosten zu übernehmen, weil ich zuvor schon zweimal abgebrochen habe?

Beste Grüße Philipp

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Antwort
von CMFT93, 1.677

Das könnte durchaus passieren und auch wenn du nicht danach gefragt hast würde ich dir gerne einen Rat geben: Die Zeit die dir in der Klinik bleibt solltest du nutzen, um weiter an dir zu Arbeiten, dinge zu testen und dich wieder auf das Leben außerhalb der Klinischen Käseglocke vor zu bereiten. Ich weiß zwar nicht ob es bei dir zutrifft aber eine solche Klinik ist ebenfalls dazu da um für eine gewisse Zeit aus seinen alltäglichen Pflichten und Nöten die einem so aufgezwungen werden zu fliehen, um sich intensiv und ungestört mit sich selber auseinanderzsetzen zu können. Ich würde dir also raten dich nicht dem Druck der Außenwelt zu beugen, wenn dieser existieren sollte. Ich denke auch das man mit dem Gedanken "Mir geht es gut und ich bin frühzeitig bereit für Zuhause" vorsichtig umgehen sollte da die Klinik meistens tatsächlich eine ganz andere Welt als die Private außerhalb darstellt und es sehr wohl passieren kann das man von den wiederkehrenden Pflichten überwältigt bzw. überfordert sein wird.

Alles gute weiterhin! LG Malte.

Antwort
von Ostsee31, 1.393

Das ist nicht voraus zu sagen weil jede Krankenkasse dafür andere Richtlinien hat. Du schreibst du hast Anfang Dezember 2013 einmal abgebrochen und denkst jetzt wieder daran abzubrechen. In einem anderen Satz schreibst du:

Kann es mir passieren, dass die Krankenkasse nicht mehr mitspielt und sich weigert, die Kosten zu übernehmen, weil ich zuvor schon zweimal abgebrochen habe?

Demnach würdest du ja jetzt zum 3. mal abbrechen. Ich kann nicht nachvollziehen warum du dich in eine stationäre Behandlung begibst und dann die Therapie abbrichst. Mit dem Verhalten schadest du dir im Endeffekt nur selbst. Wenn du schon 2013 mit den Therapien unzufrieden warst stellt sich die Frage warum du dann wieder dieselbe Klinik aufsuchst. Es kann vorkommen das man in einer Klinik nicht zurecht kommt ... nicht jedes Therapieprogramm ist für jeden Patienten gleich geeignet aber dann wieder in dieselbe Klinik? Wofür? Aber sei es drum, im Endeffekt ist es wie bereits erwähnt nicht voraus zu sagen. Es kann gut gehen und es kann sein das du Länge mal Breite bezahlst.

Antwort
von francis1505, 1.237

Das hängt davon ab, ob du stationär psychiatrisch oder psychosomatisch bist.

Allerdings ist eine Therapie kein Wunschkonzert und gerade wenn es ans Eingemachte geht, wirds oftmals schwierig.

Wenn du so unzufrieden bist, solltest du bei einem zukünftigen Aufenthalt von vornherein woanders hingehen.

Antwort
von anonymous, 944

Hallo Phillip

Du denkst nun das Zweimal daran die stationäre Behandlung abzubrechen. Nun schreibst ..zukünftigen Aufenthalt die Krankenkasse noch mitspielt...

Ich schätze bei der Krankenkasse wird man sich dann langsam fragen bringt das überhaupt noch einen Therapieerfolg wenn der Patient fast jedesmal die Therapie abbricht?

Nun ist eine Therapie kein Wunschkonzert wo man sagt Sorry das gefällt mir nicht ich gehe! Wenn es zumutbar ist nach Recht und Gesetz!

Du schreibst nun nicht OK ich mache nun selbst den Versuch klar zu kommen. Sondern schreibst schon von einen etwaigen neuen Klinikaufenthalt.

Da fragt man sich wo soll das enden, immer wenn es problematisch wird das Handtuch werfen...

Ich schätze Andere die auch Hilfe brauchen bekommen gesagt Sorry es ist nicht möglich denn wir haben einige solcher Fälle wie Phil. Man muss sich irgendwann einmal im Leben durchbeißen.

Die Zahl der psy. Erkrankten steigt sehr stark an, wenn man eine Therapie bekommt sollte man sie wahrnehmen. Oder sagen OK ich komme selbst klar und mache wenn überhaupt eine Therapie ambulant.

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