Frage von Jacky56, 76

Wie kann man jemanden von einer Therapie überzeugen, der ein Alkoholproblem hat?

Mein Vater hat angefangen zu trinken. Er hat in letzter Zeit ziemlich schlimme Dinge erlebt und diese aber nicht richtig verarbeitet. Er spricht auch kaum darüber und hat jetzt angefangen zu trinken. Ich habe ihn schon sehr direkt darauf angesprochen und ihm gesagt, dass er sich Hilfe suchen soll, aber er sieht das irgendwie nicht so und sieht auch nicht ein, dass er ein Problem hat. Was kann ich tun?

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von ALnnmn, 76

Personen, die eine Sucht haben, darauf anzusprechen, dass sie Hilfe von "Fremden" brauchen ist immer die falsche Reaktion. Kann dich gut verstehen, dass es nicht leicht ist. dein Vater erhofft sich durch den Alkohol, dass es leichter wird (vermutlich), aber du musst ihn überzeugen dass es auch andere Sachen gibt, wo man sich gut ablenken kann. Sprich mit deinem Vater über das Erlebte und hör ihm genau zu. Wenn du es alleine nicht kannst, dann hol dir von Familie oder Bekannten unterstützung (denen, den du vertrauen kannst)

Die allerletzte Lösung wäre tatsächlich eine Therapie

Antwort
von StephanZehnt, 62

Hallo Jacky,

man sollte in dem Fall sich Hilfe holen bzw. suchen. So z.B. hier http://anonyme-alkoholiker.de/

Betroffene sehen es erst viel zu spät das da etwas schief läuft. Es hat insgesamt Auswirkungen man verliert u.U. die Arbeit. Die Familie kann zerstört werden.

Wenn man so etwas bemerkt sollte man unbedingt handeln denn man weis nicht was er oder sie schon heimlich trinkt. Auf der anderen Seite wenn man irgendwo eingeladen ist und keinen Alkohol trinkt wird man schnell zum Außenseiter als Mann. Auch Jugendliche..Flatratsaufen...

Also unbedingt Hilfe suchen. Es gibt auch Selbsthilfegruppen die dürften am besten wissen was man tun sollte auch wenn das am Anfang Frust bringt. Noch ist das "Kind" nicht in den Brunnen gefallen.

VG Stephan

Antwort
von Friedelgunde, 48

Puh, das ist schwer, würde ich sagen. Du kannst ihn ja nicht zu seinem "Glück" zwingen.

Er hat schlimme Dinge erlebt, sagst du? Eventuell befindet er sich ja gerade in der Verarbeitungsphase (manche Menschen machen so etwas lieber mit sich selbst aus, statt sich anderen zu öffnen) und nach einer Weile geht es ihm dann besser? Wenn das Trinken nur eine Phase ist und er es "braucht", um mit seinen Erlebnissen ins Reine zu kommen, dann sollte man ihm das zugestehen. Ich denke, für eine Weile ist das völlig in Ordnung und führt wohl auch noch nicht zu bleibenden Schäden (körperlich wie sozial). Falls er jedoch auch nach einem längeren Zeitraum nicht vom Alkohol lassen kann, sein Berufs- und Sozialleben anfängt zu vernachlässigen oder aber auch erste körperliche Schäden zeigen, dann sollte man handeln.

Es gibt unterschiedliche Selbsthilfegruppen, je nach Problem. Es gibt welche für Angehörige von Alkoholikern z.B. (einfach danach googeln). Je nachdem, was dein Vater erlebt hat, könnte man auch in diese Richtung nach Hilfe suchen. Oft gibt es Gruppen, die z.B. jemanden schicken können, der ähnliches erlebt hat und sich vielleicht mal mit deinem Vater unterhalten kann. Ich drücke euch die Daumen, dass das wieder in Ordnung kommt!

Antwort
von Shivania, 39

Das einzige was möglich ist haben Sie schon getan.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf zum Verein für Angehörige Psychisch Kranker http://www.psychiatrie.de/familienselbsthilfe

Dort gibt es Erfahrungswerte und Sie erhalten Beratung, die Ihnen weiterhilft.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten