Frage von ellostyles, 116

Wie kann ich mir helfen? - Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Psyche

also ich bin 18 und kämpfe schon länger mit meiner Psyche (ungefähr zwei Jahre) und mittlerweile habe ich auch das Gefühl im sozial Bereich nicht mehr zurecht zu kommen. Also ich mag allgemein nicht mehr gerne viel sagen usw und bin oft einfach ziemlich still. Ich fühle mich aber auch jeden Tag (wirklich jeden) sehr müde und erschöpft und meine Augen tuen mir manchmal weh (aber nur ein bisschen) und habe dann das Gefühl als müsste ich weinen (muss ich aber nicht) und ich hab auch das Gefühl als sehe ich alles als würde ich träumen. Also nicht mehr so real sondern ich träume halt irgendwie, auch wenn ich mich anstrenge normal zu sein?! Ich hab eine Konzentrationsschwäche (ziemlich schlimm sogar). Achja ich schlafe nachts allerdings sehr gut und ich schlaf auch schneller ein als sonst, also ich bin echt total kaputt abends und schlafe gut aber fühle mich am nächsten morgen halt NIE ausgeschlafen.

Ich bekomme wegen diesem Problem immer mehr Angst vor anderen. Ich will meine Freunde nicht enttäuschen, da ich Angst habe sie zu verlieren. Irgendwie hab ich das Gefühl ich verstelle mich so ein bisschen. Ich hab das gefühl nicht mehr richtig fröhlich sein zu können, da ich mich so schlecht fühle. Außerdem hab ich in meiner Klasse (mache eine schulische Ausbildung) große Angst, wenn ich was vortragen muss (Referate etc.). Ich kann nicht frei sprechen, da ich keine Konzentration habe. Meine Lehrerin meinte mal zu mir ich hätte kein Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen (dem kann ich nur zustimmen). Leider steht nun sogar schon meine Versetzung in die Oberstufe in Gefahr.

Es gibt eigentlich noch so viel zu erzählen, aber das ist gerade das was mich so bewegt. Ich fühl mich so minderwertig. BITTE HELFT MIR. Ich bin am verzweifeln. Wurde schon sehr lange nicht mehr untersucht. Weiß nicht ob sowas auch körperliche Gründe haben kann. was soll ich tun? Ich trau mich nicht zum Arzt und ich trau mich nicht das irgendjemanden aus meiner Familie oder meinen Freunden zu erzählen.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo ellostyles,

Schau mal bitte hier:
Schmerzen Psyche

Antwort
von dinska, 116

Wenn du Hilfe brauchst, dann musst du dich öffnen. Sprich mit deinen Eltern, Mutter oder Vater über dein Problem. Dann gehe zum Arzt und lasse dich durchchecken. Manchmal braucht es gar nicht viel, um alles durcheinander zu bringen, niedriger Kreislauf, Probleme mit der Schilddrüse oder vielleicht ist es ein Problem durch die Pubertät. Ansonsten kann ich dir nur raten dich einer Sportart zuzuwenden, die dein Selbstbewusstsein stärkt, welche musst du selbst herausfinden, aber du musst aktiv werden.

Antwort
von walesca, 37

Hallo ellostyles!

Wie kann ich mir helfen?....Ich trau mich nicht zum Arzt und ich trau mich nicht das irgendjemanden aus meiner Familie oder meinen Freunden zu erzählen.

Selbst kannst Du da leider nicht allzu viel tun. In erster Linie solltest Du mal zum Hausarzt gehen, und ihm alles genau so erzählen, wie Du es hier getan hast. Nur dann kann er Dir helfen und Dich mal genau durchchecken. Kreislauf, Schilddrüse u.a. Auch eine Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels sollte dabei sein. Auch dadurch können schon viele Beschwerden beeinflusst werden, wie Du aus diesem Tipp ersehen kannst. Der Arzt reißt Dir ganz bestimmt nicht den Kopf ab, denn er kennt solche Probleme zur Genüge und weiß. wie er Dir helfen kann. Nur den ersten Schritt musst DU machen - anders geht´s nicht!!!

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/vitamin-d-mehr-bedarf-als-gedacht

Alles Gute wünscht Dir walesca

Antwort
von bethmannchen, 21

Wenn dich aufregt, in welche Richtung du denkst, dann ändere doch die Richtung deines Denkens. Wenn sich deine Gedanken im Kreis drehen, dann sag doch einfach stopp, und denk mal im Sechseck.

  • Vergangenheit ist nicht änderbar
  • Wer sich genau und bewusst umsieht, kommt im Hier und Jetzt an.
  • Man kann sich nur auf das konzentrieren, auf das man seine Aufmerksamkeit lenkt.

Es gibt keine Pille, die glücklich oder mutig macht, Ängste besiegt, oder Trauer auflöst, deine Kommunikation, Gedächtnis, Intelligenz oder Wahrnehmung verbessert. Alle Mittelchen der Welt können nur dafür sorgen, dass du in die Lage versetzt wirst, dich selbst zu heilen. Das wird aber nicht passieren, wenn du weiter irgendwo herumhängst und fantasierst.

Ich stelle mir deinen Tagesablauf etwa so vor: Bett, Klo, Dusche, Bett, Küche, Bett… Dann musst du leider, leider auch noch hin und wieder in die Schule traben... Ein bisschen kleiner Aktionsradius. Riecht schon richtig nach Gruft, wenn du mich fragst. Und das mit 19! Da musst du raus! Das Leben kommt nicht zu dir an die Bettkante!

Schnapp dir mal einen Rucksack, pack dir ein Fresspaket ein, nimm genug zu trinken mit, und dann mach dich bis 20:00 Uhr auf den Weg. Wo du hingehst, ob du dabei Leute triffst, wie schnell du gehst, wie weit du kommst, ob du dir unterwegs noch irgendwo etwas kaufst, oder nicht, spielt alles überhaupt keine Rolle.

Auf deine Füße brauchst du dabei auch nicht zu starren, die kennst du ja schon. Dich interessieren dabei nur Dinge, die mindestens 10 Meter von dir entfernt sind. Ob du zählst, wie viele weiße Autos du zu sehen bekommst, oder ein paar Kindern auf dem Spielplatz zusieht, spielt auch keine Rolle.

Hauptsache, du kommst aus deiner Gruft heraus, dann bist du vor Mitternacht auch müde genug, um vernünftig schlafen zu können und bist morgens hellwach.

Diese Überlegung hilft weiter und hinaus:

Man hat es immer so, wie man es haben will. Will man es anders haben, dann muss man etwas ändern.

Also einmal nachdenken:

  • was muss ich tatsächlich ändern
  • was könnte ich noch ändern
  • was kann ich nicht ändern
  • was kann so bleiben
  • was muss so bleiben

Dann kann man daran gehen und Schritt für Schritt seine Situation ändern. Vielleicht muss man erst üben, aber das ist die Therapie.

Müde bist du nur deshalb, weil du vor deiner eigenen Verantwortung für dein Leben und deine Zukunft davonläufst. Im Grunde deines Herzens weißt du das auch schon. Dein Gewissen lässt dich auch so schlecht einschlafen, und das alles zusammen erschöpft dich so, beeinträchtigt deine Konzentration, und führt zu schlechten Noten und dem Gefühl von "neben der Spur sein".

Wärest du meine Tochter, hätte ich dich schon spätestens vor vier Jahren gefragt, wo du mit 20, 25 und 30 stehen willst. Wie soll dein Weg dahin aussehen? Was willst du beruflich machen, Ausbildung, Studium oder was? Auf welche deiner Stärken und Talente willst du dich da stützen, was liegt dir, was willst du nicht?

Wenn du damit nicht alleine zurecht kommst, dann frage Leute, die schon selbst damit zurecht gekommen sind; also nicht die Kumpels von der letzen Part, denn die haben dazu selbst noch keine Peilung. Such dir da Unterstützung bei Erwachsenen wie Eltern, Verwandten, Lehrern usw. Die kennen dich ausreichend und können dir bei deinen Zukunftsüberlegungen noch am besten weiterhelfen.

Genau jetzt stellst du die Weichen für deine Zukunft. Genau jetzt musst du die Etappen für deine Zukunft festlegen. Willst du mit 30 sagen können, ich habe dieses, das und jenes erreicht, oder willst du dann beim Sozialamt in der Schlange stehen, damit du wieder einen Monat über die Runden kommst?

Und jetzt hör auf herum zu zicken, werde erwachsen und kümmere dich um deine Zukunft.

Kommentar von ellostyles ,

ich kann ja verstehen was du schreibst, aber ich verbringe meine zeit nicht im bett. Ich verbringe viel mit freunden, geh auf partys usw... ich mach besonders viel mit meiner besten freundin. Bin eigentlich jeden Tag unterwegs und Abends wieder zu Hause. Manchmal bleibe ich auch einen tag lang mal ganz zu hause, aber nur weil ich auch nicht jeden Tag unterwegs sein möchte.

Kommentar von bethmannchen ,

Wahrscheinlich hast du nicht verstanden, worum es in meiner Antwort ging. Es geht gar nicht darum, was du jeden Tag tust, sondern worüber du dir noch gar keine Gedanken gemacht zu haben scheinst.

Deine Erschöpfung kommt allein von deiner Verdrängung der Verantwortung für dein Leben. Faul herum zu hängen gehört auch dazu, entspannt dich deshalb nämlich nicht.

Hör auf dich wie ein Kind treiben zu lassen, werde erwachsen, dann hast du für all diese Symptome nämlich keine Zeit mehr und sie verschwinden.

Kommentar von rosaglueck ,

Ich kann beide Seiten verstehen. Ich weiss dass bethmännchen das richtige vorschlägt. ich weiss aber auch dass ich nach der Schule mit 19 total in der luft hing udn NICHT wusste was aus mir udn meinem Leben werden soll.

Ich war aktiv, hatte Jobs, ja sogar mehrere .. bewarb mich auch um einen Studienplatz...aber es war doch alles zäh wie Kaugummi, das was ich wollte klappte nicht...das was sich mir bot, machte ich...was gut war udn mir erlaubte mich selber zu ernähren...aber es war zäher Kaugummi..udn Leere im Kopf..ich fühlte mich doch nirgends angekommen, richtig, auf dem richtigen weg.

Das änderte sich mit Beginn meines Studiums..ich lernte...wurde 2. beste im Jahrgang von 160...aber dann kam das doch wieder...diese Zweifel...schaffe ich das schwere Vordiplom..Versagensängst..und das obwohl ich doch Erfolgserlebnisse hatte. Ehestreit der Eltern, Kümmerte nmich um meine Mutter, Umzug, Überforderungsgefühle Das kam wohl massiv immer im Winter auf.

Fahrradfahren, Sonne, Schwimmen, Wanderungen, Urlaub, Exkurssionen haben mich aufblühen lassen....

Wenn ich mein lebnen JETZT revuepassieren lasse....die Fotos..ich hatte immer wieder solche schwachen schlappen Phasen, meist war ich da auch blass, die Haare dunkler, die Stimmung schlechter, meist war ich auch dicker.

UND dann kam wieder ein Sommer, ein Urlaub, Fahrradfahren..und wenne s nur nach dem Labor nachts zum Biergarten war..und ich war wieder da, wieder ein Mensch.

Heute esse ich viel Sardinen und Heringe aus der Dose im Winter, für das Sonnenhormon: "vitamin" D..dazu Tomatensaft mit Cayennepfeffer. Ein Spaziergang isn Grüne oder in die Stadt zum Shoppen..aber wenn SONNE rauskommt dann setze ich mich hin oder stelle mich IN die Sonne. Suche die Sonnenseite des Lebens. Im Winter kann man mit Tageslichtlampe, Vitamin D aus der Dose.oder vom Arzt verordnet nachhelfen. Am besten wäre ein Urlaub auf den Kanaren oder in Afrika. Viele alte Leute wissen warum sie die warmen Regionen suchen.

Antwort
von anonymous, 11

Ich denke auch, dass du dich dringend jemandem anvertrauen solltest. Dass du dein Problem erkannt hast und dir hier Rat holst, ist schon einmal der erste Schritt. Ich würde dir empfehlen, dir einen Termin bei einem Psychologen geben zu lassen, mit dem du reden kannst und der einschätzen wird, ob eine längerfristige ambulante Therapie sinnvoll sein könnte. Wenn dir das zu drastisch vorkommt, sprich vorher mit einem Familienmitglied oder einer Freundin ... vielleicht gibt es an deiner Schule Vertrauenslehrer oder sogar einen Schulpsychologen, der dir den ersten Schritt in Richtung professionelle Hilfe erleichtern könnte?

Außerdem ist es wahrscheinlich gut, wenn du dir auch einen Termin bei deinem Hausarzt geben lässt, um mal deine Blutwerte etc. untersuchen zu lassen. Gerade in deinem Alter kann da schnell mal ein Wert durcheinanderkommen, der sich dann auch stark auf die Konzentrationsfähigkeit, Energie und Psyche auswirkt (z.B. wäre bei dir ein Eisenmangel denkbar).

Hab einfach den Mut zum ersten Schritt und glaub mir: Es wird besser, wenn du mit jemandem reden kannst. :)

Antwort
von Lexi77, 10

Hallo!

Du hast doch zu deiner Frage von gestern schon Antworten bekommen: http://www.gesundheitsfrage.net/frage/ich-bin-mit-meinem-gesamten-leben-ueberfor...

Wenn dir die Antworten nicht ausreichen, dann klicke bitte "noch eine Antwort bitte" an, dann wissen alle User hier, dass du gerne noch weitere Antworten hättest. Aber stelle bitte nicht mehrfach (fast) die gleiche Frage ein.

Meinen Rat von gestern will ich auch gerne nochmal wiederholen: Du musst dir dringend professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten holen!

Alles Gute

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