Frage von edossen 07.05.2012

wie kann Borreliose festgestellt werden?

  • Antwort von Sallychris 07.05.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo edossen, durch eine Blutuntersuchung kann Borreliose frühestens erst sechs Wochen nach dem Zeckenbiss festgestellt werden. Jeder negative Wert einer früheren Untersuchung kann falsch sein. So ist es mir ergangen, mein Hausarzt hat gleich nachdem die Rötung aufgetreten war Blut untersucht und der Befund war negativ. Da es mir aber immer schlechter ging bat ich ihn des öfteren, das Blut nochmal zu untersuchen, was er verweigerte. Erst ein dreiviertel Jahrt später, als mir ein Schmerzarzt empfohlen wurde, stellte dieser fest, dass viele lebende Borrelien in meinem Blut zu finden waren. Er sagte mir, dass eine zu frühe Blutuntersuchung fast nie ein richtiges Ergebnis zeigt. Das Blut hätte sechs Wochen nach dem Biss nochmal kontrolliert gehört. Alles gute - Sallychris

  • Antwort von healing 07.05.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Eine Blutuntersuchung ist, zumindest bei einem Anfangsverdacht, nicht unbedingt das Mittel der 1. Wahl. Die möglichen Erreger können hierbei bisweilen erst nach einer gewissen Zeit festgestellt werden.

    Es gibt aber auch andere Möglichkeiten: (Mit "Holzbock" ist die Zecke gemeint)

    Es empfiehlt sichj , darauf zu achten, ob es zu Hautverfärbungen kommt. Patienten sollten hierbei die Ruhe bewahren, denn nicht zwangsläufig jeder Biss des gemeinen Holzbocks muss eine Borreliose nach sich ziehen. Um jedoch herauszufinden, ob eine Infektion vorliegt, kann der behandelnde Arzt z. B. versuchen, den Erreger durch das Anlegen einer Bakterienkultur nachzuweisen. Dazu wird eine Gewebeprobe des Patienten zur Anzucht des Erregers genommen. Wächst die Bakterien-Kultur, ist das ein sicherer Beweis für eine Infektion mit Bakterien des Borrelia burgdorferi-Komplexes.

    Ein weiteres Diagnoseverfahren, mit dem sich eine bestehende Borreliose feststellen lässt, ist die sog. Poymerase-Kettenreaktion (engl. Polymerase Chain Reaction, PCR). Hierbei kommen u. a. sog. Primer (Startsequenzen) zum Einsatz, die für das gesuchte Bakterium spezifisch sind. Liegt eine Bakterien-Infektion vor, so „finden“ die Primer die für sie passende Bakterien-DNA und markieren diese. Anschließend wird die DNA vervielfacht (Amplifikation). Mithilfe der PCR können sowohl kleine Mengen DNA als auch kleine Mengen RNA amplifiziert werden. Untersuchungsmedien können dabei Proben des Nervenwassers (Liquor), Hautbiopsate, Gelenkpunktate oder auch der für den Biss verantwortliche gemeine Holzbock selbst sein.

    Du solltest auf bestimmte Symptome achten:

    In der ersten Krankheitsphase kann sich an der Stelle, an der der gemeine Holzbock in die Haut des Wirtes gebissen hat, ein roter Fleck bilden, der im Zentrum eine bleiche Färbung aufweist und mit der Zeit sukzessive an Größe gewinnt. Diese Hautirritation, die nicht mit Schmerzen verbunden ist, wird vom Mediziner als sog. Erythema migrans („wandernde Rötung“) bezeichnet und kommt in ca. 50–70 % der Borreliose-Infektionen vor. Neben dem Erythema migrans können in der Phase der Lokalinfektion auch unspezifische Beschwerden wie z. B. eine Bindehautentzündung, Muskel- und Kopfschmerzen, Gelenkentzündungen, Schwellungen der Lymphknoten und Fieber auftreten. (Quelle: http://www.curado.de/Diagnose-Borreliose-12980/)

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