Frage von Reddaggi, 735

Wie isst man bittere aprikosenkerne , da sie ja so hart sind?

Ich möchte mir bittere Aprikosenkerne bestellen und essen aber die sind ja so hart wie krieg ich die klein oder geknackt??? Oder bekomm ich die so geliefert das ich sie so essen kann? Wer kennt sich damit aus?

Antwort
von dinska, 707

Ich würde sie überhaupt nicht essen, denn dazu gibt es widersprüchliche Aussagen. Du kannst sie mit einem Mixstab zerkleinern oder einfach klein hacken. Im Allgemeinen schätze ich aber mal, dass sie nicht viel härter als Haselnüsse oder Mandeln sind und die kann man problemlos beißen.

Kommentar von alegna796 ,

Ob das der Mixstab aushält? Ich bezweifle es.

Kommentar von dinska ,

Die Kerne sind doch von der äußeren Hülle befreit.

Antwort
von elliellen, 678

Hallo!

Sie sind eigentlich gar nicht so hart, man kann sie genauso leicht essen wie Haselnüsse oder andere. Wichtig ist nur( falls man sie aus medizinischen Zwecken isst), dass man sie zusammen mit Enzymen zu sich nimmt, da sie sonst nicht wirken.

Meine Mutter, die sie seit Jahren täglich nach ihrer Krebserkrankung isst, kauft sie im Mehrpack im Onlineshop(z.B. Naturscheune, Top Fruits u.s.w.), dort sind sie günstiger als im Bioladen. Am besten kann man sie dann mit enzymhaltigen Trockenfrüchten essen, z.B. Papajas, Ananas oder Aprikosen.

Zu deiner anderen Frage: Ja, sie werden essbereit geliefert, wenn du sie bestellst im Shop.

Alles Gute!

Kommentar von Zweimal ,

Auch dazu äußerst sich das kompetente Bundesinstitut für Risikoberwertung, um keine falschen Hoffnungen aufkommen zu lassen:

"Es ist zu vermuten, dass der offenbar in letzter Zeit verstärkte Vertrieb von bitteren Aprikosenkernen als Lebensmittel zum Teil auf Anpreisungen, insbesondere im Internet, zurückzuführen ist, nach denen die Produkte gegen Krebs helfen sollen.

Für diese Behauptung gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise [5, 6, 7].

Für Mittel zur Behandlung von Krebs wäre jedoch wie generell für Arzneimittel ein Wirksamkeitsnachweis im Zulassungsverfahren erforderlich; wegen der Erweckung unbegründeter Hoffnungen bei Schwerkranken ist ein Vertreiber von bitteren Aprikosenkernen in den USA vor einigen Jahren zu einer längeren Ge- fängnisstrafe verurteilt worden [8]. "

http://www.bfr.bund.de/cm/343/verzehr_von_bitteren_aprikosenkernen_ist_gesundhei...

Wie es sich für eine seriöse Seite, die dem Verbraucherschutz dient, gehört, werden die Aussagen mit entsprechenden Quellen am Ende des Beitrages belegt.

Kommentar von elliellen ,

Gut, dass wir uns nicht auf solche Ämter oder Institute verlassen haben, sondern lieber auf eine gute und kompetente Klinik für ganzheitliche Onkologie. Sonst würde meine Mutter sicherlich nicht mehr leben. Ich bin den Ärzten sehr dankbar und bin super heilfroh, dass es bittere Aprikosenkerne gibt!

Hier noch ein wenig zur weiteren Information, falls Interesse besteht:

http://hyperthermie-zentrum-hannover.de/

Kommentar von Zweimal ,

Es freut mich natürlich, dass deine Mutter vom Krebs geheilt ist.

Aber es wäre doch im Interesse aller Patienten, die an dieser Krankheit leiden, und auch deren Ärzte, dass solche Erfolge, die ausschließlich auf dem Verzehr von Aprikosenkerne beruhen, in der Fachpresse bekannt gegeben würde.

Trotz intensiver Recherche konnte ich keine Veröffentlichungen von Dr. Peter Wolf oder Dr. Tamara Györfy entdecken.

Die Fachwelt und die restliche Öffentlichkeit sollte doch davon erfahren.

Vielleicht legst du ein gutes Wort ein.

Danke!

Kommentar von elliellen ,

Die Fachwelt (natürlich nur die, die davon wissen will versteht sich(-;) weiß von der guten Wirkung. Wie wir damals erfuhren, benötigten die Kliniken, die damit arbeiten auch keine Werbung, sie haben auch so genügend Patienten. Und wer möchte, kann sich ja auch weiter informieren und bekommt genügend Informationen.

Ich möchte hier nun auch nicht weiterdiskutieren, ich habe der Fragestellerin geholfen und mehr nicht. Sie hat nicht das Produkt in Frage gestellt, sondern wollte wissen, wo man es bekommt und wie man es zu sich nimmt. Sie fragte nach Erfahrungen und glücklicherweise konnte ich ihr diese in positiver Form nennen.

Antwort
von sonne123456789, 589

es kann NUR helfen ob zusammen mit der Schulmedizin oder ohne. Macht euch schlau,es kann Leben retten. Vitamin B 17 (Amygdalin) aus Wildaprikosenkernen

Antwort
von alegna796, 518

Schade um jeden Cent, der für solchen Mist ausgegeben wird. Am besten vielleicht im Ganzen schlucken, da geht die Erstickung schneller. Dein Zahnarzt würde sich freuen, er könnte dann Deine ganzen Zähne "neu gestalten", wenn Du solches Zeug ißt. Iß die Aprikosen und lass die Kerne weg, das ist bestimmt für Deine Gesundheit am besten.

Antwort
von Lyarah, 474

Hier findest du einige Informationen darüber: http://de.wikipedia.org/wiki/Aprikosenkern

Ich würde die bitteren Aprikosenkerne jetzt mal nicht essen ... in Deutschland sind die auch nicht erlaubt.

Antwort
von anonymous, 456

Man braucht sie nicht kleinhacken. Du kannst sie bei Amazon oder in anderen Läden direkt kaufen, sie sind ja nicht härter wie Nüsse.

Wie @Francis1505 schon schrieb, das ganze Gerede über Blausäure ist blanker Unsinn. Wer sich nur etwas mit der Wirkung von Laetrile auskennt, würde soetwas nicht schreiben.

http://www.bittere-aprikosenkerne.de/seite_118.html

Kommentar von Zweimal ,

Die Verfasser des folgenden Cochrane-Reviews (wer nicht weiß, was ein Cochrane-Review ist, kann das leicht im Internet nachlesen) kennen sich bestens aus und kommen zu dem Schluß:

"The claims that laetrile or amygdalin have beneficial effects for cancer patients are not currently supported by sound clinical data.

There is a considerable risk of serious adverse effects from cyanide poisoning after laetrile or amygdalin, especially after oral ingestion.
The risk-benefit balance of laetrile or amygdalin as a treatment for cancer is therefore unambiguously negative."

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22071824

Antwort
von anonymous, 412

Nun wer immun gegen Blausäure ist kann so etwas essen. Für Kinder kann so etwas schon gefährlich werden mit der Zeit. Je nach Dosis reichen die Symptome von starken Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis zu einer bläulichen Verfärbung der Haut und Erstickungsgefühlen.Wenn man zu viel isst kann die Blausäure wichtige Enzyme der Zellatmung blockieren. Im schlimmsten Fall führt das zu einer inneren Erstickung und damit zum Tod

Das Bundesamt für Risikobewertung sieht das so

http://www.bfr.bund.de/cm/343/verzehr_von_bitteren_aprikosenkernen_ist_gesundhei...

Kommentar von francis1505 ,

Habe zwar bisher keine Meinung dazu, aber chemisch betrachtet enthalten diese Kerne kein Zyankali:

"Chemisch gesehen besteht Vitamin B 17 aus zwei Zuckermolekülen, einem Benzyl- und einem Cyanid-Molekül" erläutert Dipl.-Chemiker Gernot Homes. "Wenn behauptet werde, Vitamin B17 sei giftig, weil es Cyanid (Blausäure) enthält, müsse er als Chemiker entschieden sagen: das stimmt nicht! Denn das Cyanid in B17 ist durch eine stabile Atombindung gebunden. Genauso wie das Cyanid im ungiftigen Vitamin B12. Es befindet sich deshalb eben nicht in einer lockeren Ionenbindung wie das etwa beim Zyankali der Fall ist. Wer etwas anderes behauptet, ist entweder fehlinformiert oder unseriös".

http://www.bittere-aprikosenkerne.de/seite_118.html

Kommentar von elliellen ,

@francis1505: Super Kommentar, dafür noch ein paar Extra DHs!

Kommentar von Zweimal ,

Dieser Link stammt von einer kommerziellen Seite, deren Inhaber eine Aprikosen-Plantage besitzen und natürlich ihr Produkt bewerben wollen.

"Die Informationen dieser Seiten dienen ausschließlich der Information über Aprikosenkerne. Sie sind rein informativ und keinesfalls als Therapieanweisung gedacht. Wir geben vor allem keine Therapieempfehlungen. Vor allem gelten diese Informationen nicht als Ersatz einer ärztlichen Behandlung. Die Schlüsse, die Sie aus den angebotenen Informationen ziehen, geschehen nur zu Ihrem persönlichem Risiko. "

http://www.bittere-aprikosenkerne.de/start.php

Ich finde es abscheulich, wenn mit der Verzweiflung krebskanker Menschen gespielt wird und ihnen zweifelhafte Produkte, deren helfende Wirkung nicht, die schädigende wohl, belegt ist.

Kommentar von Zweimal ,

Das Bundesinstitut für Risikobewertung äußerst sich eindeutig und ich glaube einer solchen, mit Experten besetzten Stelle mehr, als einer kommerziellen Internet-Seite:

"Bittere Aprikosenkerne weisen einen Gehalt von ca. 6 g Amygdalin/100 g Kern auf. Andere Quellen geben einen potenziellen Blausäure- (Cyanid-) Gehalt von 40-400 mg/100 g Kern an [1], dies entspricht etwa 0,5 mg Blausäure pro Aprikosenkern [2].
Aus Amygdalin wird bei der Verdauung im Dünndarm zunächst unter Abspaltung des Disaccharids Gentobiose Benzaldehydcyanhydrin freigesetzt, aus dem leicht Blausäure abgespalten wird.
Die Wirkung einer toxischen Dosis von bitteren Aprikosenkernen ist wie im Falle anderer cyanidhaltiger Glycoside abhängig von der Geschwindigkeit der Freisetzung von Cyanid aus Amygdalin während des Kauvorgangs bzw. der Verdauung unter Mitwirkung der Darmflora. Aus dem Darm resorbiertes Cyanid wird zum weniger toxischen Thiocyanat verstoffwechselt. Eine akute Toxizität tritt auf, wenn die resorbierte Cyanid-Menge so hoch ist, dass das metabolische Entgiftungsvermögen des Körpers überschritten wird [3,4].

Symptome der akuten Vergiftung sind z. B. Krämpfe, Erbrechen, Atemnot bis zur – tödlichen – Atemlähmung. Die tödliche Dosis beim Menschen liegt bei etwa 0,5-3,5 mg/kg Körpergewicht [4].
Als Abschätzung der vermutlich unbedenklichen Dosis lässt sich bei Anwendung eines Faktors von 100 (jeweils Faktor 10 für die Variabilität innerhalb der Bevölkerung und für Extrapolation zum „No-Effect-Level“) ein Wert von 5 Mikrogramm/kg Körpergewicht errechnen [2].

Diese Dosis entspricht bei Erwachsenen ca. einem bitteren Aprikosenkern. Verbraucher sollten deshalb nicht mehr als ein bis zwei bittere Aprikosenkerne pro Tag verzehren oder völlig auf den Verzehr verzichten. "

Aber jeder nach seinem Gusto.
Nur sollte im Sinne des Verbraucherschutzes auf die Gefährlichkeit und die Risiken hingewiesen werden.
Nach solchen umfassenden Informationen kann jeder User dann selbst entscheiden, was er zu sich nimmt.

Kommentar von elliellen ,

@zweimal: Um es mit deinen Worten auszudrücken: Ich finde es abscheulich, Menschen von heilsamen Alternativbehandlungen abzuhalten um jeden Preis. Du hast doch genug Links gesehen, in denen auch du dich informieren konntest, wie die Wirkungsweise ist. Ansonsten lasse dich irgendwo beraten und verunsichere bitte nicht die Fragesteller, die, wie in diesem Fall, lediglich nach der Art der Einnahme gefragt haben.

Kommentar von Zweimal ,

Der Verzehr von Aprikosenkerne als heilsame Alternativbehandlung zu bezeichnen, ist aufgrund der fehlenden Nachweise dafür (siehe auch meinen Kommentar zu deiner Antwort) nicht angebracht.

Verbraucheraufklärung versetzt die Patienten in die Lage, sich umfassend zu informieren und dann eine Entscheidung zu treffen, das hat nichts mit "Verunsicherung" zu tun.

Die Menschen sind schlau genug, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Ich glaube, die Standpunkte sind jetzt klar.

Antwort
von pinkeseinhorn, 393

die Aprikosen sind zum essen da nicht die kerne IGITT...

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