Frage von EinlangerRegen, 74

Wie hoch Risiko bei Halswirbelmanipulation?

Hallo zusammen,

ich war heute wegen bleibender Kopfschmerzen beim Arzt. Er ist auch Chiropraktiker und wirbt mit seiner Kunst des "Einrenkens".

Er drückte mir hinten an den Halswirbel rum. Der Druck war schon stark und es tat mir ein oberer Wirbel weh Wobei ich keine Beschwerden hatte und es auch nicht extrem weh tat.

Er meinte die Schmerzen kommen bestimmt von der Blockade. Ob er mir einrenken soll. Ich hab eine Reportage gehört, dass dieses Einrenken der HWS große Risiken birgt und war skeptisch. Ich sagte ich bin unsicher. Er meinte das kann er gleich kurz machen und hilft bestimmt.

Er renkte ein und es knackte extrem und mir war so 10 Sekunden ganz komisch. wie benommen. Er frage ob es mir schon besser geht, aber ich merkte keinen Unterschied.

Jetzt Zuhause hab ich leichte NACKENSCHMERZEN die ich vorher nicht hatte. Ich hab eben im Google geschaut und das macht einem echt Angst Ich bin Ende 20 und es wird berichtet, dass gerade junge und vorher gesunde Patienten nach einer HWS Einrenkung Gefäßrisse der Schlagader bekommen haben und das zu Schlafanfall und sonst was führen kann.

Auch im TV hab ich neulich einen Fall gesehen. Ich bereue es so sehr dass ich mich hier habe überrumpeln lassen. Er hat nix gesagt was passieren kann oder sowas.. das ist doch nicht zulässig oder?

Kennt sich jemand aus, wie hoch ist das Risiko? Wirklich so hoch? Im Internet steht 1_10.000n Fälle.

Wahrscheinlich ist das schon selten und viele lassen sich ja die HWS einrenken, oder? Also ich mit Sicherheit nicht mehr, wie dumm ich war :::

Freue mich über Infos, Erfahrungen und Meinungen

Vielen Dank, bin echt verunsichert... kontrollieren lassen ob die HalssCHLAGADER EINEN RISS HAT KANN MAN JA AUCH NICHT ZUR VORSORGE, oder?

Antwort
von Winherby, 48

Keine Bange, wäre die Halsschlagader gerissen, dann hättest Du sooooon dicken Hals und garantiert keine Muße, hier gemütlich eine Frage zu posten. 

Ja, die Manipulation an der HWS birgt gewisse Risiken, deshalb sollte man sich auch ausschließlich von Fachleuten an den Wirbeln manipulieren lassen, das senkt das Risiko erheblich. Einen Arzt zähle ich zu den Fachleuten. Wie oft sieht man in Fitnessstudios, dass die Sportlehrer mal so eben einen Kunden "zurecht rucken" ? Das wäre mir auch zu unprofessionell.

Das ganze Leben ist ein Risiko und endet garantiert tödlich. Z.B. das Autofahren birgt auch Risiken, dennoch fahren wir Auto, obwohl dabei viel häufiger viel Schlimmeres passiert.

Dass Du nachher Nackenschmerzen hattest, liegt an der verkrampften Muskulatur, die beim Renken kurz ruckartig gedehnt wird. Das ist normal und bald wieder weg. Also, Kopf hoch und ab durch die Mitte, Du schaffst das schon. LG

Antwort
von kreuzkampus, 42

Nun mach' Dich mal nicht verrückt. HWS "einrenken" ist zwar nicht ohne; aber die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen Schaden davongetragen hast, ist eher gering. Da diese Prozedur aber wirklich "nicht ohne" ist, gefällt mir der Spruch "...gleich kurz machen..." überhaupt nicht. Mein Chiropraktiker, der allerdings Heilpraktiker ist, geht an meine HWS erst bei der zweiten oder dritten Behandlung dran. Vorher wird die Muskulatur mit Schröpfen, Akupunktur und evtl. Spezialmassage gelockert. Denn die Muskulatur ist meist mitverantwortlich für die Beschwerden. Mein Fazit: Keine Panik; aber von Deinem Doc würde ich mich nicht nochmal "einrenken" lassen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community