Meine Freundin ist nicht gegen Tetanus geimpft und wohn zudem noch auf einem Bauernhof. Mach mir sorgen um sie. Ich hab gehört, das Tetanuserreger praktisch überall vorkommen. Wie hoch ist die Gefahr? Wie bringe ich sie vielleicht doch zu einer Impfung?

Es ist unglaublich leichtsinnig auf eine Tetanus-Impfung zu verzichten. Auch durch die kleinsten Verletzungen können die Erreger in den Körper eindringen. Wenn man eine offene, blutige Verletzung hat, kann der Erreger schon durch banale Dinge wie beim Kartoffeln schälen übertragen werden oder durch eine Türklinke. Die Keime sitzen überall. Und wenn jemand auf einem Bauernhof wohnt und arbeitet? Dort sitzt man ja im wahrsten Sinn des Wortes auf dem Dreck. Bodenlos leichtsinnig ist das, vor allem, wenn man weiss, dass ein Grossteil der Infektionen tötlich enden.

Ergänzend möchte ich noch sagen, gerade auf dem Bauernhof viele Infektionsmöglichkeiten gegeben sind: bei Gartenarbeiten, durch Tierbisse oder -kratzer, rostige Nägel...
Das ist nur ein Pieks alle zehn Jahre und erspart doch so viel Kummer! Versuche bitte weiter, Deine Freundin zu überzeugen. Was hat sie denn für Argumente dagegen? "Mir passiert nichts!"??
Ich habe das Gefühl, sie selbst hat sich damit noch nie auseinander gesetzt, also geh ich davon aus, dass das bei ihr zu Hause kein Gesprächsthema ist. Die Mutter will ich aber nicht darauf ansprechen.
Werd ihr auf jeden Fall mal zeigen, was ihr alle geschrieben habt.
evistie am 22. Juni 2009 19:19 Ich weiß ja nicht, wie alt Ihr beide seid. Aber hältst Du es nicht für möglich, daß sie sich ganz erwachsen Deiner Ansicht anschließt, ohne daß auch die Mutter bekehrt wird? Du kannst Dich nicht um die ganze Familie sorgen, wohl aber um Deine Freundin. Alles Gute für Euch!
Vielleicht reicht das schon, um sie zu überzeugen:
"Der Wundstarrkrampf (Tetanus) ist eine Erkrankung, die durch Bakterien ausgelöst wird und etwa in einem Drittel aller Fälle tödlich endet.
Ausgelöst wird Tetanus durch den Krankheitserreger Clostridium tetani, ein Bakterium, das äußerst resistent und in unserer Umwelt weit verbreitet ist.
Da die Bevölkerung konsequent durchgeimpft ist, tritt der Wundstarrkrampf heutzutage sehr selten auf. Wenn sich eine nicht geimpfte Person verletzt, so kann durch eine frühzeitige Kombinationsimpfung noch verhindert werden, dass der Tetanus ausbricht.
Sobald Symptome des Wundstarrkrampfs auftreten, sind jedoch nur noch Maßnahmen verfügbar, um diese zu lindern – es gibt kein Gegenmittel gegen das Toxin des Tetanuserregers.

Lies deiner Freundin bitte die Antworten meiner 3 Vorgänger vor, wenn sie dann nicht einer Impfung zustimmt, ist das bodenloser Leichtsinn, dann ist ihr wirklich nicht zu helfen.
Im Grunde haben die Antworten aller Vorgänger recht, aber es gibt immer wieder ausnahmen aber diese sollte nicht Regel sein - ich kenne eine Person die wurde noch nie gegen Tetanus- Geimpft seit über 50 Jahren und arbeitete auch viele Jahre auf einen Bauernhof - Warum , weil diese Person den Impfstoff nicht vertragt - und in diesem Fall bin ICH es selber ! Hurra und ich lebe noch ! schöne grüße bonifaz
Lies deiner Freundin bitte die Antworten meiner 3 Vorgänger vor, wenn sie dann nicht einer Impfung zustimmt, ist das bodenloser Leichtsinn, dann ist ihr wirklich nicht zu helfen.